Platz der Republik

DZ-Bank baut Pavillon statt Hochhaus

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Noch 2008 wollte die DZ-Bank zwischen ihren beiden vorhandenen Türmen am Platz der Republik ein neues Hochhaus bauen. Der Standort wurde in den Hochhausrahmenplan der Stadt aufgenommen,

Noch 2008 wollte die DZ-Bank zwischen ihren beiden vorhandenen Türmen am Platz der Republik ein neues Hochhaus bauen. Der Standort wurde in den Hochhausrahmenplan der Stadt aufgenommen, doch jetzt wird die Idee nicht mehr weiterverfolgt. Stattdessen baut die Bank auf einem Teil des möglichen Hochhaus-Grundstücks an der Bettinastraße im Westend einen dreistöckigen Pavillon. Man benötige nicht mehr so viele Büros, betonte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kirsch.

Vorstandsmitglied Thomas Ullrich stellte die Pläne für den Pavillon gestern bei der Grundsteinlegung vor. Darin soll unter anderem ein Kindergarten mit 40 Plätzen entstehen, vornehmlich für Söhne und Töchter von Bank-Angestellten. Außerdem werden in dem Neubau, der voraussichtlich im Sommer 2016 bezugsfertig sein wird, eine weitere Kantine, Besprechungsräume sowie ein großer Konferenz- und Veranstaltungsraum eingerichtet. Die Investitionssumme für das vom Frankfurter Architektenbüro Albert Speer & Partner entworfene Gebäude taxiert die Bank auf 17,4 Millionen Euro.

Der neue Kindergarten werde das Angebot für die Mitarbeiter von derzeit 60 Plätzen, die ein Dienstleister für die Bank bereithält, auf 100 Plätze erhöhen, sagte Ullrich. „Wir wollen für unsere Mitarbeiter die bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten.“ Deshalb würden auch Familien mit mehreren Kindern und Alleinerziehende bei der Vergabe der Plätze bevorzugt. Für ihre Angestellten habe die Bank mehr als 80 verschiedene Teilzeitmodelle entwickelt, unter denen die individuell passenden Arbeitszeiten ausgewählt werden können, betonte Ullrich. Er berichtete zudem, dass die Bank in Verhandlungen mit der Stadt stehe, um auch Kindern aus der Nachbarschaft Betreuungsplätze anzubieten.

Das neue Gebäude solle nach dem sogenannten Silber-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen errichtet werden, erläuterte der Facility-Manager des Geldinstituts, Alexander Diez. Für das auf verschiedene Weise genutzte Gebäude, in dem auch eine Küche eingebaut wird, ist mehr als „Silber“ nicht möglich, so Diez.

Für die Grundsteinlegung waren die Kinder der Mitarbeiter zu einem Malwettbewerb aufgerufen worden. Die besten neun Bilder durften die Jungen und Mädchen zusammen mit einer Zwei-Euro-Münze mit der Paulskirche, Tageszeitungen und den positiven Geschäftszahlen für das Jahr 2014 in eine Metallbox legen, die in den Grundstein eingemauert wird.

(wyg)

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