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E-Autobauer Tesla darf doch nicht in den S & P 500

  • Panagiotis Koutoumanos
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Frankfurt -Obwohl der Elektroauto-Hersteller Tesla am Finanzmarkt zu den wertvollsten Unternehmen der USA zählt und Gewinn macht, darf er immer noch nicht in den Standard & Poor's 500 - dem Aktienindex, der die Wertpapiere von 500 der größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst. Das hat nun S & P Dow Jones Indices - der Betreiber des S&P 500 - in seiner ersten planmäßigen Überprüfung der Indexfamilie seit Juni entschieden. Eine Begründung gab er nicht.

Dabei hat der kalifornische Autobauer von Elon Musk jüngst auch die letzte Voraussetzung zur Aufnahmen in den viel beachteten Index erfüllt: Der Pionier der Elektromobilität hat vier Quartale in Folge einen Gewinn eingefahren. Zugleich ist er mit einer Marktkapitalisierung von rund 379 Milliarden Dollar nicht nur das sechstgrößte Mitglied der US-Technologiebörse Nasdaq - seine Marktkapitalisierung ist auch mehr als 100 mal so hoch wie des kleinsten S & P 500-Unternehmens. Die Erwartung der Investoren, dass Tesla Aufnahme in den S & P 500 findet, hatte mit dazu beigetragen, dass sich der Kurs der Aktie in diesem Jahr verfünffacht hat. Nachdem am späten Freitagabend in New York die Entscheidung bekannt geworden war, gab der Kurs im nachbörslichen Handel um rund sieben Prozent nach.

Anzunehmen ist, dass das S &P-Komitee Anstoß daran genommen hat, dass der Tesla-Vorsteuer-Gewinn im ersten Halbjahr in Höhe von 483 Millionen Dollar auf den Erträgen beruhte, die der E-Autobauer mit dem Verkauf von Abgas-Emissionsrechten erzielt hat: Die brachten Tesla stolze 782 Millionen Dollar ein. Auch der italo-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler zahlt den Kaliforniern Geld dafür, dass er den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen in Europa mit den Null-Emissionen der Tesla-Fahrzeuge verrechnen darf. Denn für eine Überschreitung der Grenzwerte werden in Europa in diesem Jahr erstmals Strafen fällig - und das wäre für Fiat Chrysler noch deutlich teurer als der Deal mit Tesla. Tesla-Finanzchef Zachary Kickhorn hatte im Juli gesagt, dass sich die Einnahmen aus diesem Geschäft in diesem Jahr verdoppeln würden.

Panagiotis Koutoumanos

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