E-Scooter in Frankfurt
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Viele fühlen sich in Frankfurt durch E-Scooter beeinträchtigt. Die Stadt will deswegen Beschränkungen einführen.

Neue Regelungen

E-Scooter verärgern Anwohner: Frankfurt plant Maßnahmen

  • VonSebastian Richter
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Anwohner in Frankfurt ärgern sich über wild geparkte E-Scooter. Die Stadt will reagieren.

Frankfurt – E-Scooter erobern die Straßen: Die zweirädrigen Gefährte erfreuen sich in Hessen immer größerer Beliebtheit. Das Geschäft mit den Elektrorollern wächst – nach einem kleinen Rückgang durch Corona – immer weiter. Allein in Frankfurt sind Schätzungen zufolge 10.000 der Flitzer unterwegs. Besonders im Sommer berichten die Verleiher von einer großen Nachfrage und rechnen mit einem weiteren Anstieg. Allerdings ist nicht jeder von den E-Scootern begeistert.

Denn oft werden die E-Scooter auf Gehwegen abgestellt oder blockieren Parkplätze – die wild geparkten Roller ärgern unter anderem Anwohner in Frankfurt. Deshalb will die Stadt mit der Zuweisung bestimmter Parkzonen reagieren. Der Plan: Die Roller sollen nur noch in festgelegten Bereichen abgestellt werden. Aktuell können die Flitzer noch überall auf Gehwegen oder am Straßenrand abgestellt werden. Der nächste Nutzer kann dann einfach von dort losfahren. Rollersuche, Aktivierung und Bezahlung funktioniert rein digital über eine App.

E-Scooter in Frankfurt: Stadt reagiert auf Wildparker

Das Geschäft mit den E-Scootern lohnt sich für die Anbieter, auch wenn sie konkrete Zahlen oder Planungen nicht nennen wollen. „Wir stehen aktuell mit weiteren Städten in Hessen in Verhandlungen, können zum aktuellen Zeitpunkt aber noch keine konkreten Angaben machen, wann und wo wir genau starten werden“, teilt etwa ein Sprecher des E-Scooter-Anbieters Tier mit. Der Verleiher ist in Hessen bisher in den Städten Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt aktiv.

In Frankfurt machen E-Scooter Probleme. Die Stadt will deswegen Beschränkungen einführen.

Doch was tun die Anbieter gegen Wildparkende Scooter? Die Unternehmen beteuern, dagegen vorzugehen. So sollen störende Roller innerhalb weniger Stunden beseitigt werden, so beispielsweise ein Anbieter in Darmstadt. In Wiesbaden wurden die Betreiber aufgefordert, „ihr Personal besser zu schulen, um die Aufstellung von E-Tretrollern zum Beispiel in Kreuzungsbereichen und Bushaltestellen zu unterbinden“, so ein Sprecher des Verkehrsdezernats. Außerdem sollen die Nutzer selbst auf Regeln hingewiesen werden.

Eine weitere Maßnahme: An bestimmten Orten wie beispielsweise in Parks oder Fußgängerzonen lassen sich die Roller gar nicht parken. Denn an diesen Stellen lässt sich der Mietvertrag nicht beenden. Auch eine Roller-Obergrenze wird diskutiert.

Frankfurt: Parkzonen für E-Scooter sollen bis Jahresende kommen

In Frankfurt haben die Verleiher derweil große Probleme mit Rollern, die in den Main geworfen werden. Der Verleiher Tier hat selbst Maßnahmen ergriffen. In Frankfurt können E-Scooter nicht mehr an Ufern oder an Brücken abgestellt werden. Außerdem fischt der Anbieter selbst die Roller aus den Gewässern. Allerdings will die Stadt noch einen Schritt weitergehen. Bis Ende des Jahres soll das Konzept stehen und von der neuen Stadtregierung vorgelegt und beschlossen sein, so der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). (spr/dpa)

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