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Der Brüningpark wird zum Schlossfest wieder zur Freiluft-Bühne.

Veranstaltungsprogramm in Höchst

Ein echter Kultursommer

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Kunst, Kultur und Führungen: Auch in diesem Jahr hat Höchst bis in den Herbst einiges zu bieten, was auch Auswärtige in den Stadtteil lockt.

Nicht nur bei der diesjährigen „Nacht der Museen“ am Samstag, 23. April, von 19 bis 2 Uhr wird Höchst im Mittelpunkt stehen. Auch übers Jahr hat das Presse- und Informationsamt sein Engagement für den Stadtteil deutlich verstärkt. Bis in den Herbst werden tolle Führungen angeboten, die auch Alteingesessenen viel Neues bieten können.

Ein Dauerbrenner ist die Kostümführung mit Silke Wustmann als „Mörtel-Gundi“ und Mario Gesiarz als „Bären-Schorsch“. Sie präsentiert sich 2016 unter dem Titel „Höchst theatralisch“; es gibt eine in Abschnitten veränderte Route und neue Inhalte. Klar ist aber: Die Kabbeleien zwischen dem nur an den Kneipen interessierten „Bären-Schorsch“ und der eher vergeistigten „Mörtel-Gundi“ werden fortgesetzt. In acht Jahren und 55 öffentlichen Führungen haben sich mehr als 9000 Teilnehmer daran ergötzt. Die neuen Führungen eignen sich auch für Wiederholungstäter.

Die Termine sind: 24. April, 29. Mai, 26. Juni, 21. August, 4. September und 25. September; Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr der Brunnen auf dem Höchster Schlossplatz. Die Touren dauern rund anderthalb Stunden; die Teilnahme ist kostenlos.

Einblicke in die Tapeten-Manufaktur Hembus gibt es in der „Nacht der Museen“ im Bolongaropalast, aber es werden von April bis Juni auch Führungen durch die Manufaktur in der Palleskestraße 34 angeboten. Die Tapete begleitet die Epochen der Architektur und der Innengestaltung. Historische Tapeten sind ein kostbares Gut: Die 1894 gegründete Firma Julius Hembus zählt zu den wenigen Spezialisten für die Rekonstruktion und Herstellung von Tapeten und Fassaden. In Frankfurt wirkte sie bei der Sanierung des Doms, der Alten Oper und zuletzt der Villa Metzler mit, aber auch für eine Verfilmung von „Heidi“ wurden von Hembus Tapeten geliefert. Nach einer Einführung in die Geschichte und der Vorführung besonders schöner Stücke aus der unternehmenseigenen Kollektion kann die Werkstatt besichtigt werden. Die Termine sind am 14. und 26. April, am 19. Mai, 7. und 23. Juni sowie am 5. Juli jeweils um 18 Uhr. Dieses Angebot ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich: Telefon (0 69) 28 10 10 oder unter .

Führungen durch den Bolongaropalast bietet die Kunsthistorikerin Silke Wustmann auch an: „Höchst barock“ ist der Titel. Erkundet werden können dabei auch Räume, die dem Publikum sonst verschlossen bleiben. Auch diese Führung ist – so lange der Palast nicht saniert und behindertengerecht ausgebaut ist – für Rollstuhlfahrer nicht geeignet.

Die Termine sind am 4. April, 4. Mai, 8. Juni, 12. August, 19. September und 21. Oktober jeweils um 18 Uhr. Der Rundgang dauert etwa anderthalb Stunden; der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon (0 69) 7 89 64 23 oder per E-Mail an silke.wustmann@arcor.de.

Handwerk und Kunsthandwerk, Weinhandel und Patisserie, lebendige Marktkultur und vielseitige Gastronomie: Das sind die Eckpunkte der Führung „Höchst käuflich“, die Mikael Horstmann bei einem Einkaufsspaziergang präsentiert. Los geht’s am 30. April, 18. Juni, 20. August und 15. Oktober jeweils um 11 Uhr auf dem Vorplatz des Höchster Bahnhofs; auch diese Tour ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Die Teilnahme kostet 6 Euro; Anmeldungen unter Telefon (0 69) 34 87 82 57 oder per E-Mail an billetts@herr-mika.de.

Zum ersten Mal veranstalten in Höchst ansässige Künstler und Designer vom 15. bis 17. April einen „Frühlingsspaziergang“ nach dem Strickmuster des Höchster Designparcours, der auch dieses Jahr wieder parallel zum Altstadtfest der Vereine am 2. und 3. Juli angeboten wird. Beim „1. Höchster Frühlingsspaziergang“ werden allerdings keine leerstehenden Ladenlokale temporär gefüllt, sondern Kreative, die beim Designparcours in Höchst hängen geblieben sind, präsentieren sich den neuen Nachbarn. Mit dabei sind „Höchst*Schön“ und Frank Mayer am Höchster Markt, „Frollein Kopfputz und Frank Kunert im Retro-Café „Frau Grau“ in der Albanusstraße 16, „Westkunst Nied“ in der Bolongarostraße 122 sowie „Miss Tula Trash“, „Death by Dress“ und der Höchster Künstler Peter Damm in der Bolongarostraße 133.

Bei „Frau Grau“ gibt es zusätzlich am Freitag, 15. April, ab 20 Uhr ein „Wohnzimmerkonzert“ mit dem Singer-Songwriter „Jawknee Music“ aus Trier, sowie ein Wohnzimmer- oder Hofkonzert am Sonntag, 17. April, um 17 Uhr mit „Living in a Glass House“. Der Eintritt ist jeweils frei; es wird ein Hut herumgereicht. Geöffnet haben die Kreativen am Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 12 bis 18 Uhr. Die Künstler im Café „Frau Grau“ verzichten auf den Freitag, haben dafür aber samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Höhepunkte des Schlossfests sind wieder das Altstadtfest der Vereine am 2. und 3. Juli sowie das große Abschlusswochenende vom 10. bis 13. Juli (wir berichteten). Die Organisatoren des Vereinsrings Höchst haben versucht, bei der Planung ihrer Veranstaltungen möglichst nicht mit den Spielterminen der Fußball-Europameisterschaft zu kollidieren. Und weil es das 60. Schlossfest ist, gibt es in diesem Jahr auch wieder eine „Laafparaad“: Sie schlängelt sich am Sonntag, 10. Juli, durch die Höchster Straßen. Auf vereinsring-hoechst.de im Internet können sich Vereine, Schulen, Kindergärten oder Gruppen anmelden und die Teilnahmebedingungen erfahren.

Das beliebte Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ soll sich Mitte Juli anschließen. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Schlossterrasse dafür wieder zur Verfügung steht. Und auch das Festival „Barock am Main“ im Bolongarogarten befindet sich in der Planung. Der Vorverkauf läuft seit Dezember, mehr als die Hälfte aller Karten sind schon weg. Gespielt vom 13. Juli bis zum 7. August. Es gibt ein neues Stück: „Der Herr von Wutzebach“ ist eine Komödie in hessischer Mundart von Rainer Dachselt nach Molières „Monsieur de Pourceaugnac“. Eintrittskarten gibt es unter , telefonisch unter (0 69) 4 07 66 25 80 sowie an zahlreichen Vorverkaufsstellen in Frankfurt und Umgebung. Sie kosten zwischen 26 und 31 Euro.

Am Sonntag, 17. Juli, findet im Bolongarogarten zudem ein Kinderfest mit vielen Überraschungen statt. Einlass ist ab 12 Uhr. Neben barocken Kinderspielen wie Stelzenlauf, Holzkegeln, Kirschkernweitspucken und Hufeisenwerfen gibt es Schminkspaß mit der Maskenbildnerin Katja Reich. Margareta Steudels „Naturküche mit Herz“ sorgt für volle Bäuche und zufriedene Gesichter bei Groß und Klein. Zum Abschluss des Kinderfests um 15 Uhr zeigt das „Barock am Main“-Ensemble seine beliebte Kinderaufführung aus dem Goethe-Haus: „Der Zauberlehrling“ mit Pirkko Cremer und Ulrike Kinbach. Geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren.

Vom 6. bis 14. August schließt sich an „Barock am Main“ die Reihe „Sommernacht am Schloss“ des Neuen Theaters Höchst an. Auf der Schlossterrasse gibt es Comedy, Kabarett und Musik. Mit dabei sind das Kikeriki-Theater mit „Siegfrieds Nibelungenentzündung“ (6. August), die Balkan-Beat-Gruppe „Äl Jawala“ (9.), das „Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabarett“ (10.), Olaf Schubert (11.), die Berliner Lichtshowtruppe „Onair“ mit „Illuminate“ (12.), die Kuba-Musiker „Son del Nene“ (13.) sowie Hessen-Comedian Bodo Bach (14. August). Karten gibt es schon jetzt unter .

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