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Der eigentliche Skandal ist ein anderer

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Von: Stefanie Liedtke

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Stefanie Liedtke
Stefanie Liedtke © Salome Roessler

Dass so etwas nicht passieren darf, ist unstrittig. Das wissen auch die Betreuer der Höchster Kindertagesstätte, denen die beiden sechs Jahre alten Kinder abgehauen sind.

Dass so etwas nicht passieren darf, ist unstrittig. Das wissen auch die Betreuer der Höchster Kindertagesstätte, denen die beiden sechs Jahre alten Kinder abgehauen sind. Nachdenklich stimmen muss an der Geschichte aber noch etwas ganz anderes: Wie kann es sein, dass zwei kleine Kinder mutterseelenallein, nur mit Hausschuhen an den Füßen und bei Frost durch ganz Höchst und Unterliederbach stapfen und es keinen, aber auch gar keinen kümmert? Die Knirpse müssen gut und gerne eine Stunde unterwegs gewesen sein, um die Strecke vom Höchster Stadtpark bis ins Main-Taunus-Zentrum zurückzulegen. Es grenzt an ein Wunder, dass ihnen auf dem Weg nichts zugestoßen ist: Die Klinikbaustelle, die stark befahrene Königsteiner Straße und die sechsspurige Autobahn bieten mehr als genug Gefahren für Dreikäsehochs. Dass sich erst im Main-Taunus-Zentrum ein Passant der beiden weinenden und völlig verzweifelten Kinder angenommen hat, ist der eigentliche Skandal an der Geschichte.

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