Schöner Tanz: Direktorin Katja Heubach und Verwaltungschef Bernd Ochs eröffneten den Palmengartenball.
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Schöner Tanz: Direktorin Katja Heubach und Verwaltungschef Bernd Ochs eröffneten den Palmengartenball.

Palmengartenball

"Ein Glück, dass wir so feiern dürfen"

  • VonEnrico Sauda
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Die Sehnsucht nach Tanz und Ausgelassenheit in der Pandemie ist groß. 500 Gäste kamen zum Palmengartenball und genossen einen unbeschwerten Abend.

Frankfurt -Die Band spielt "Unter Palmen und Blumen" von Ludwig Stansky. Und zu diesen Klängen, die auch 1871 bei der Eröffnung des Palmengartens zu hören waren, tanzen Palmengartenchefin Katja Heubach und Palmengarten-Verwaltungschef Bernd Ochs und eröffnen damit, 150 Jahre später, den siebten Palmengartenball. Es ist der erste Ball der Saison, und den 500 Gästen ist anzumerken, wie sehr sie sich nach Ereignissen wie diesen sehnten.

"Es ist wunderbar, wenn auch noch ein wenig ungewohnt, dass man wieder so nah beieinander sitzen und auch tanzen kann", fasste Claudia Schick, Moderatorin des Hessischen Rundfunks, ihre Eindrücke zusammen. Sie war mit ihrem Mann, dem Künstler Dieter Memmel, ins Frankfurter Schmuckkästchen gekommen, das festlich dekoriert war. Veranstalter Robert Mangold: "Das ist ein richtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt. Die Menschen wollen wieder ausgelassen feiern und tanzen." Auch Galeristin und Union-Club-Chefin Barbara von Stechow zeigte sich begeistert: "Es ist großartig. Wir haben alle zwei harte Jahre hinter uns, und es ist jetzt so ein großes Vergnügen und ein Glück, dass wir so feiern dürfen."

Erstmals gab's beim Palmengartenball, der ursprünglich der Frühlingsball war, aber auf den Herbst verschoben wurde und so auch einen neuen Titel erhielt, eine "stille Auktion". Den Gästen bot sich Gelegenheit, auf diskrete Art für handverlesene Artikel zu bieten. So kam ein Erlös in Höhe von 40.850 Euro zusammen. Das Geld kommt der Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten zugute, die sich für die langfristige und nachhaltige Sicherung der zwei Traditionseinrichtungen einsetzt. Die Summe soll in den großen Spielplatz fließen. "Wir wollen ihn pädagogisch aufwerten", sagte Katja Heubach. "Wir planen, dort ein überlebensgroßes Bestäubungsmodell zu installieren, das gleichzeitig Spielgerät ist", erklärt sie weiter.

Spaß hatten an diesem Abend, der zu einer langen Nacht geriet, auch unsere Leser Petra und Richard Metzler sowie Katja Rieger und Holger Brosig, die sich am Gewinnspiel unserer Zeitung beteiligt hatten. Zu den Gästen des gelungenen Balls, den Evren Gezer moderierte und dessen Stargast der Musiker Adel Tawil war, zählten übrigens auch Medienunternehmer und Milliardärsspross Frank Otto sowie Extremschwimmer Andre Wiersig, die zuvor bei der Buchmesse vorbeigeschaut hatten. Ein weiteres Highlight: Geburtstagskind Benjamin Scheffler, Geschäftsführer der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, überreichte Margarethe Hinterlang vom Dottenfelder Hof einen Scheck über 5000 Euro. Der Betrieb gewann den Preis "Grüner Fußabdruck", der zum ersten Mal vergeben wurde. Es war also auch ein Ball der Premieren. es

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