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Ein Netzwerk für den neuen Spielplatz

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An einem See oder Fluss wird es zwar auf dem neuen Spielplatz fehlen. Schließlich heißt das Areal an den Bergen. Ein Kletternetz ist aber durchaus vorstellbar.
An einem See oder Fluss wird es zwar auf dem neuen Spielplatz fehlen. Schließlich heißt das Areal an den Bergen. Ein Kletternetz ist aber durchaus vorstellbar. © picture alliance/dpa

Die Pläne fürs Areal An den Bergen in Nieder-Erlenbach wurden jetzt vorgestellt.

Planen, bauen, feiern. Das nächste Stadtteilfest wird außergewöhnlich. Nachbarn, Vereine und Schulen sollen ein ganzes Netzwerk aus Nieder-Erlenbachern bilden und zusammen im kommenden Sommer den Spielplatz „An den Bergen“ neu errichten. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 13 (Nieder-Erlenbach) haben das Grünflächenamt und die Firma ALEA eine mögliche Vorgehensweise zur Umsetzung vorgestellt.

Nicht mehr länger ein Sorgenkind

Der größte Spielplatz von den vieren in Nieder-Erlenbach ist schon länger ein Sorgenkind. Ortsvorsteher Yannick Schwander (CDU) erinnerte sich an die Anfänge: „Es begann mit der Corona-Pandemie vor gut zweieinhalb Jahren. Damals wurden die Geräte abgesperrt und zuerst nicht wieder eröffnet.“ Über die Zeit seien viele Spielgeräte kaputt gegangen oder das Holz wurde morsch. Daraufhin baute die Stadt Frankfurt diese zurück. Auf Druck des Ortsbeirates entschloss sich die Stadt den Spielplatz erneuern zu wollen. Als Erstes kam im Mai diesen Jahres eine Künstlerin, die sich um den Spielplatz kümmern sollte. Geplant waren neben den bestehenden Spielgeräten neue Gerätschaften aus Holzstämmen zu bauen. Doch zu der Umsetzung kam es nicht. Der Spielplatz war inzwischen in der Prioritätenliste des Grünflächenamtes nach oben gerutscht. Deshalb verwarf die Stadt die Pläne, mit der Künstlerin die Lücken auf dem Spielplatz zu stopfen und entschied sich für einen Neubau

Schon in Eckenheim und Kalbach plante und baute die Firma Alea aus Marburg zwei Spielplätze mit dem Grünflächenamt. Ulrike Neißner (Grüne) ist Ortsvorsteherin vom Ortsbeirat 12 (Kalbach-Riedberg) und schwärmt noch heute von der Erfahrung im Mai diesen Jahres. „Von den Kindern bis zu den Erwachsenen konnten alle mithelfen. Die fachliche Betreuung war super und alle hatten Spaß. Es war eine tolle Erfahrung, die nur zu empfehlen ist.“ Der Spielplatz sei pünktlich fertig geworden und der Zusammenhalt sei im Ort gestiegen. „Dadurch, dass die Eltern und Kinder am Bau beteiligt waren, wird viel besser mit den Spielgeräten umgegangen.“

Diesen Effekt erhofft sich auch der Ortsbeirat 13. Doch jetzt stehen erst die Planungen an. Schon in dieser Phase sollen alle Bevölkerungsgruppen integriert werden. Das bedeutet, dass Alea die Menschen befragen wird. „Jeder, der will, soll in den Bau integriert werden“, sagt Projektleiter Andreas Bostroem. Er präsentierte an diesem Abend den möglichen Ablauf. Nach der Bürgerbefragung im Frühjahr 2023 erstellt Alea ein Konzept. Das wird dann erneut diskutiert. Daraus entsteht der Plan und die aktuellen Spielgeräte werden zurückgebaut. Eine oder zwei Wochen vor den Sommerferien ist es dann so weit: der einwöchige Bau beginnt. „Wir werden mit einem halben Baumarkt kommen und stellen alle benötigten Geräte zur Verfügung“, erklärte Bostroem. Kinderzentren, Feuerwehr, Anwohner, Schulen oder Kirchen. Alle sind eingeladen mitzubauen. „Wir brauchen jeden Tag mindestens 20 Erwachsene und zehn Kinder“, so der Projektleiter. Für ausreichend Verschnaufspausen werde gesorgt. „Es gibt alle drei Stunden eine Pause. Dadurch lernen sich alle besser kennen.“ Trotz der vielen Partizipation spiele Sicherheit eine große Rolle. Fachpersonal sei jederzeit vor Ort und die Spielgeräte würden am Ende vom TÜV abgenommen. Nach der Präsentation schienen die Zuschauer und der Ortsbeirat begeistert. „Wir waren schon immer ein Stadtteil, der selbst anpackt. Ich mache mir keine Sorgen, dass zu wenige kommen werden“, sagte Schwander. Da aber für manche Spielgeräte Beton benötigt wird, werden nicht alle Geräte an der Eröffnung freigegeben sein. Erst nach zwei Wochen wird der Spielplatz dann komplett eröffnet.

Nikolai Kuhnert

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