So könnte der Schweizer Platz künftig aussehen: Weniger Autos sollen in den Kreisen einfahren können, die Tramhalte könnte in die Platzmitte verlegt werden. visualisierung: stadt frankfurt
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So könnte der Schweizer Platz künftig aussehen: Weniger Autos sollen in den Kreisen einfahren können, die Tramhalte könnte in die Platzmitte verlegt werden. visualisierung: stadt frankfurt

Neugestaltung Schweizer Straße

Ein Schweizer Platz ohne Kreisverkehr?

  • Stefanie Wehr
    VonStefanie Wehr
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Die CDU Frankfurt-Sachsenhausen informierte an einem Info-Stand über den Umgestaltungsentwurf der Stadt für die Schweizer Straße und den Schweizer Platz.

Die Schweizer Straße ist den Sachsenhäusern zu wichtig, als dass in Ämtern und Dezernaten darüber entschieden wird, wie sie neu gestaltet wird - das ist Fazit am Freitagabend am Infostand der CDU. Gut 50 Teilnehmer will der Sachsenhäuser Ortsverein der Christdemokraten dort gezählt haben. Der Vorsitzende Jochem Heumann berichtete interessierten Besuchern und Passanten über die noch nicht der Öffentlichkeit präsentierten Entwürfe des Verkehrsdezernats, wie die Schweizer Straße umgestaltet werden soll.

"Bislang wurde das nur dem Ortsbeirat intern vorgestellt, nicht aber der Bevölkerung", monierte Heumann. "Dabei wollen wir Sachsenhäuser selbst darüber entscheiden, was für eine Schweizer Straße wir wollen." Die Sachsenhäuser hätten schon genug schlechte Erfahrungen gemacht mit Verkehrsentscheidungen aus dem Römer, "ich erinnere an die Mainkai-Sperrung, die bei uns die Straßen verstopft hat", so Heumann. Die Planungen sollten sich daran orientieren, was Anlieger und Geschäftsleute brauchten.

Ihm schloss sich Torsten Schiller, der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße, an: "Unsere Ideen liegen der Stadt schon lange vor. Nur getan wird nichts. Stattdessen wird ein aufwendiger Wettbewerb ausgeschrieben. Das dauert zu lang." Wichtig sei es, den Verkehr zu reduzieren, die Einkaufsmeile und den Schweizer Platz attraktiver zu gestalten. "Wir brauchen mehr Aufenthaltsqualität, so dass die Schweizer Straße weiterhin nicht nur Kunden aus Sachsenhausen, sondern aus der ganzen Stadt anzieht."

Nicht mehr länger hinnehmbar sei es, dass auf der Schweizer Straße gerast werde. "Nachts ist sie eine Rennstrecke, tagsüber Durchgangsstraße für Pendler aus dem Umland. Das muss aufhören", sagte Schiller. Es könne aber nicht darum gehen, einzig die Interessen der Radfahrer zu berücksichtigen. "Dass man vor dem Radentscheid einen solchen Kotau macht, kann ich nicht nachvollziehen." Der Vorschlag der Stadt sieht Radschutzstreifen vor.

Eine Anwohnerin findet es "sehr wichtig, dass die Bürger miteinbezogen werden", denn "es soll hier auf keinen Fall dasselbe passieren wie im Oeder Weg", sagte sie. Dort wurden Geschäftsleute wohl kaum mit einbezogen in die Entscheidung, die Straße teilweise autofrei umzugestalten.

Manch Anwesender findet die von der Stadt angedachte Planung schlicht "beschissen". Denn der Kreisel am Schweizer Platz soll keiner mehr sein. Autos sollen in der Mitte auf den Straßenbahnschienen fahren. In die Straßen, die auf den Schweizer Platz zulaufen, sollen Autos nicht mehr vom Platz aus einfahren können. Es soll lediglich möglich bleiben, von der Diesterwegstraße auf dem Platz rechts herum in die Gutzkowstraße und aus beiden auch in die Oppenheimer Landstraße einzufahren, auf der gegenüberliegenden Seite kann von der Schneckenhofstraße in die Oppenheimer Landstraße abgebogen werden. "Das umständliche Herumkurven wird alle davon abhalten, überhaupt an der Schweizer einzukaufen", befürchtet sie. Jochem Heumann findet den Vorschlag ebenfalls schlecht: "Das wird mehr Verkehr in die umliegenden Straßen verdrängen."

Nicht nur die CDU, auch die Grünen fanden sich am Freitag auf dem Schweizer Platz ein und verteilten Flugblätter. Auch sie kritisieren die Pläne: "Am Lärm und Durchgangsverkehr wird sich nichts ändern, für den Fußverkehr wird sich nichts verbessern." Die Pläne müssten überarbeitet werden. Das sei aber noch möglich. Um alle Bürger in die Pläne einzubeziehen, will der Ortsbeirat 5 eine Sondersitzung anberaumen. Wann diese stattfindet, steht aber noch nicht fest, sagt auf Nachfrage der Ortsvorsteher Christian Becker (CDU).

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