Chefin Rebecca Fohl und Mitarbeiter Pepe im neuen Café im Bahnhofsviertel. Tische und Bänke sind aus hellem Holz, die Stühle durchsichtig, beige oder schwarz. 
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Chefin Rebecca Fohl und Mitarbeiter Pepe im neuen Café im Bahnhofsviertel. Tische und Bänke sind aus hellem Holz, die Stühle durchsichtig, beige oder schwarz. 

Gastronomie

Neues Café eröffnet in Frankfurt: Ein Wohnzimmer fürs Bahnhofsviertel

  • VonSabine Schramek
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Rebecca und Michael haben sich einen Traum erfüllt und ein strahlend helles Café im Bahnhofsviertel von Frankfurt eröffnet.

Bahnhofsviertel – Seit Mitte 2019 bieten Rebecca Fohl und ihr Freund Michael Oechsler an ihrem Wasserhäuschen „Nox“ den Sachsenhäusern ein gemütliches zweites Wohnzimmer. Jetzt haben sie sich einen Traum erfüllt und ein strahlend helles Café im Bahnhofsviertel von Frankfurt eröffnet.

Auf den Händen von Pepe (29) sind Tattoos. In Einzelbuchstaben auf seinen Fingern steht „Koffein“, am kleinen Finger dampft eine Kaffeetasse. Pepe steht hinter dem Tresen, der mit einer Kieselwand an der Seite dekoriert ist, und zaubert konzentriert und freihändig ein Seepferdchen aus Milchschaum auf einen Cappuccino. Seit 13 Jahren arbeitet der Apulier in der Gastronomie. „Wir kennen uns seit sieben Jahren und ich habe sofort an ihn gedacht“, sagt Rebecca Fohl (30) und strahlt.

Neues Café im Bahnhofsviertel Frankfurt: Location wohl ehemalige Crack-Höhle

Ihr fast zweijähriges Töchterchen Mathilda krabbelt derweil auf einen Sessel im 50er-Jahre-Stil mit rosa Kissen und betrachtet Fußgänger auf der Niddastraße am Platz vom Saar Karree an der Ecke Ludwigstraße. Auf einer schwarzen Tafel vor der Tür steht mit weißer Kreide „Coffee, because Crack is bad for you“. Fohl lächelt und erklärt. „Früher war hier wohl eine getarnte Crack-Höhle drin. Das haben wir aufgegriffen und rufen zu Kaffee statt Crack auf.“

Auch deshalb ist das neue „Nox“ sehr hell eingerichtet, auch wenn Nox Nacht bedeutet. „Unser Nox leitet sich allerdings von unserem Weimeranerrüden ab, der Lennox heißt“, erzählt Fohl lachend. Auch er war dabei, als sie und ihr Lebensgefährte Michael Oechsler (34) alles in dem Café komplett neu gemacht und sich das strahlende Design selbst ausgedacht haben.

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Gastronomie in Frankfurt: Café Nox im Bahnhofsviertel besticht mit Kaffee aus eigener Röstung

„Es kommen noch Pflanzen dazu“, erzählt sie zwischen Glashauben, unter denen duftende Buttercroissants, Caneles und Guglhupf dekoriert sind. Tische und Bänke sind aus warmem, hellem Holz, die Stühle durchsichtig, beige oder schwarz. Riesige frische rosa Lilien in einer Bodenvase und ein schwarzer Kerzenständer mit Kerzen in Pastellfarben machen das coole und cleane Weiß unter großen gläsernen Kugellampen gemütlich.

Das Schild „Support your local Caffeine Dealer“ weist darauf hin, dass es hier Kaffeebohnen aus der eigenen Röstung vom Nox gibt. „Den haben wir auch im Wasserhäuschen im Angebot“, so Fohl und zeigt auf die Pakete in Gelb, Rosa und Blau mit der Aufschrift „Frühschicht“ und einer Zeichnung von ihrem Wasserhäuschen am Grünstreifen in der Holbeinstraße, das es seit 1952 gibt.

„Von einem Café träumen wir schon lange“, verrät Fohl. „Irgendwann stand der Vermieter des Ladens hier bei uns am Wasserhäuschen und hat gefragt, ob wir eine Idee haben. Die hatten wir und wir wurden uns ganz schnell einig mit unserer Idee einer Tagesbar.“

Neues Café im Bahnhofsviertel Frankfurt: Kunden nehmen das Nox toll an

Außer Kuchen und Gebäck soll es bald auch Frühstück mit pochierten Eiern geben und ein kleiner Lunch. Neugierig gucken Passanten durch das riesige Fenster im Frankfurter Bahnhofsviertel und staunen über die Helligkeit des einst so finsteren Barbierladens, der seine Scheiben abgeklebt hatte. Einige winken, andere heben den Daumen. Fast jeder macht ein Foto von der Tafel, die Kaffee statt Crack empfiehlt.

Die Latte-Kunst von Pepe hat sich bereits rumgesprochen und gespannt lassen sich Gäste überraschen, was er für ein Kunstwerk aus dem Milchschaum macht. „Eigentlich ist das Seepferdchen viel zu schön, um den Cappuccino zu trinken“, sagt eine junge Frau, als Pepe ihr die weiße Tasse an den Tisch bringt. Auch, wenn das Nox erst in der Soft-Opening-Phase ist, kommen bereits viele Leute in die hellen Räume. „Und sie kommen nicht nur einmal“, so die Kundin lachend.

Pepe kümmert sich um den Betrieb, Fohl pendelt zwischen den beiden Betrieben. „Das Wasserhäuschen bleibt natürlich und auch in diesem Jahr machen wir dort wieder einen Adventsmarkt“, verspricht sie. Die kleine Mathilda strahlt auf ihrem rosa Kissen. Sie freut sich auf Kakao und Kekse. „Corona macht es uns auch dieses Jahr nicht leicht, aber wir werden es auch dieses Jahr schaffen, Schönes mit Sicherheit für alle zu kombinieren.“ Im Nox in der Niddastraße gilt 2G. (Sabine Schramek)

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