Die Frankfurterin Sophia Martin hat Musik im Blut. Besonders Soul, Jazz und Swing haben es ihr angetan.
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Die Frankfurterin Sophia Martin hat Musik im Blut. Besonders Soul, Jazz und Swing haben es ihr angetan.

Tratsch&Klatsch

Eine Frau, die weiß, was sie will

  • VonEnrico Sauda
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Sie sang schon für Prinz Albert und Boris Becker: die Frankfurterin Sophia Martin. Im Januar tritt sie bei der "Kleider machen Leute"-Gala auf.

Vor Prinz Albert Grimaldi, dem regierenden Fürsten von Monaco, hat sie schon gesungen. Und auch beim 50. Geburtstag von Boris Becker trat sie mit ihrer Gruppe "About Her" auf. Die Frankfurterin Sophia Martin hat Musik im Blut. Besonders Soul, Jazz und Swing haben es ihr angetan.

Nicht zuletzt deshalb umschreibt sie die Musik, die sie macht, als beeinflusst von den Einflüssen und Elementen der 1920er und der 2020er Jahre. Und sie wirkt auch wie eine Sängerin dieser sagenumwobenen Epoche, mit ihren streng zurückgekämmten Haaren und der Art, wie sie ihre Augen geschminkt hat. Sophia Martin weiß genau, was sie will und wie sie es möchte. So etwa bei ihrem Album, an dem sie zurzeit mit verschiedenen Produzenten arbeitet. "Es soll top werden", sagt sie und möchte es erst dann veröffentlichen, "wenn ich selber darüber sagen kann: ,Wow, das ist sehr anspruchsvoll.'" Es kann also noch eine ganze Zeit dauern, bis es soweit ist, denn die Messlatte ist hoch angesetzt. Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Erica Badu oder Amy Winehouse nennt Sophia Martin als musikalische Inspirationen.

Die Musik wurde ihr (fast) schon in die Wiege gelegt, war doch ihr Urgroßvater Alberto Martini Operettensänger. Doch so sehr sie die Musik auch verehrt und so hart und gern sie an ihr arbeitet, Erfolg ist für die Frau, die Psychologie in Frankfurt studierte, nicht das wichtigste. "Mein Traum ist es, inneren Frieden und Glückseligkeit zu finden", sagt Sophia Martin, die auch bei einem großen Deutschen Luftfahrtunternehmen arbeitet. Klar, käme der Ruhm, würde sie sich ihm sicher nicht verweigern. "Aber das Glück liegt in der Liebe zum Moment", tut sie ihre Philosophie kund. "Ich bejahe den Augenblick", sinniert Sophia Martin und sagt, dass es nicht immer schön sein muss, wenn Wünsche wahr werden. Frei nach dem Sprichwort: Pass' auf, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.

Vielleicht hat sie auch deshalb nicht alles auf die musikalische Karte gesetzt, sondern "zum Glück habe ich auf meinen Vater gehört, der mir davon abgeraten hat, allein von der Musik zu leben". Vor allem in Zeiten der Pandemie ein weiser Ratschlag, wie sich gezeigt hat.

Die Coronamonate nutzte Sophia Martin, machte Musik, komponierte für ihr Album, das unter ihrem Namen auf den Markt kommen soll. Live wird sie zu hören und zu sehen sein. Und zwar bei der "Kleider machen Leute"-Gala am 22. Januar. "Kleider machen Leute" ist eine Kampagne, die zum einen die Arbeit von Menschen in den Fokus stellt, die sonst nicht im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit stehen, ohne die aber Metropolen wie Frankfurt nicht funktionieren würden. Zum anderen ist es auch eine karitative Aktion. Denn die Macher, Herrenmaßschneider Stephan Görner und PR-Experte Sven Müller, spenden bei jeder Gala, die sie im Rahmen dieser Kampagne auf die Beine stellen, mehrere Tausend Euro für den guten Zweck.

In diesem Fall ist es die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung. Seit mehr als 70 Jahren macht sie sich stark für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Ziel hat sich nie geändert: Vom Schicksal benachteiligten Mädchen und Jungen sowie ihren Familien ein Stück Lebensqualität zu schenken.

Seit Beginn von "Kleider machen Leute" sind übrigens etwa 150 000 Euro zusammengekommen. Sophia Martin singt dort mit ihrer Band "About Her". Dabei handelt es sich um das Projekt der Produzenten Divided Souls, Samuri und ihr. Das Trio vereint verträumte und doch tiefsinnige Texte mit einem Eklektizismus aus Klängen. Aus der ausströmenden Kreativität und dem präzisen Handwerk der Künstler formen sich harmonische Beats, die sich zwischen den Roaring Twenties und futuristischer Dance-Musik bewegen. Passt perfekt ins Jahrzehnt und somit zur glamourösen Gala.

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