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Eine Gala für israelische Kinder

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Von: Enrico Sauda

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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (links) bei der Wizo-Gala im Hotel Hilton mit Simone Graumann, Wizo-Präsidentin, und Volker Beck, Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (links) bei der Wizo-Gala im Hotel Hilton mit Simone Graumann, Wizo-Präsidentin, und Volker Beck, Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages. © Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)

Feiern, essen, trinken und spenden: 260 Gäste treffen sich im großen Saal des Hilton Hotels und verbringen einen schönen, langen Abend zugunsten von Kindern.

Feiern, essen, trinken und spenden: 260 Gäste treffen sich im großen Saal des Hilton Hotels und verbringen einen schönen, langen Abend zugunsten von Kindern. Die Frankfurter Gruppe der Womens International Zionist Organisation (kurz Wizo) haben zu ihrer Patenschafts-Gala eingeladen. Unter dem Motto „One Night for the Kids“ (Eine Nacht für die Kinder) sammeln sie Spenden, um Mädchen und Jungen in Israel zu unterstützen.

Um einen schönen Abend zu bieten, zerbrachen sich die Wizo-Organisatorinnen monatelang die Köpfe. Heraus kam ein Programm, durch das die TV-Moderatorin Andrea Kiewel – die das übrigens bereits zum zehnten Mal tat – gemeinsam mit Cherno Jobatey führte. Ein wenig mehr Pep hätte der Abend jedoch gut vertragen können – trotz der gelungenen Auftritte des „iPad“-Magiers Simon Pierro und der mitreißenden israelischen Chanson-Sängerin Shirel . Außerdem präsentierte der Tigerpalast-Chef Johnny Klinke Ausschnitte der aktuellen Show des Variété-Theaters an der Heiligkreuzgasse.

Eine Patenschaft bei Wizo kostet 500 Euro. Immer wieder betonte Simone Graumann , Vorsitzende der Frankfurter Dependance, dass damit ein Jahr für ein Kind gesorgt ist. Konkret geht es darum, Kindergärten finanziell zu fördern, unter anderem auch, um Schutzräume zu bauen, in die sie sich bei Alarm mit ihren Erziehern zurückziehen. „Ich bin schon sehr nervös, weil es die erste Gala ist, die ich eröffnen darf, und dann auch noch in Frankfurt“, sagte Simone Graumann offen.

Das Publikum lässt sich nicht lumpen, es öffnet seine Herzen und Portemonnaies und zeigt sich spendabel. Auch abwesende Spender machen mit; sie übernehmen per Anruf sogar 18 oder 20 Patenschaften auf einmal. So kommt die stattliche Summe von 575 Patenschaften zusammen – „das ist zwar nicht unser Rekord, wir hatten einmal mehr, aber doch sehr, sehr gut“, freut sich Jenny Sommer vom Vorstand.

Zu den Besuchern, die das Menü genossen, das unter der Ägide von Spitzenkoch Karl Ederer entstand, gehörten unter anderem der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster , und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Frankfurt, Professor Salomon Korn . Er weist darauf hin, dass die „Arbeit der Wizo-Frauen nicht unwesentlich zur Existenz Israels beiträgt“. Ehrengast ist Volker Beck (Grüne), Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags. „Es liegt in der DNA der Grünen, eine gute Kinderbetreuung als Teil einer emanzipatorischen Politik zu garantieren“, sagt Beck, der in diesem Jahr den Leo-Baeck-Preis erhält, mit dem Menschen geehrt werden, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben. Wizo schaue nicht auf die Religion und Herkunft der Kinder, sondern kümmert sich um alle, die Hilfe brauchen. Deshalb verdient ihre Arbeit Unterstützung.“

(es)

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