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Thomas Remlein

Kommentar

Eine Großstadt braucht genügend Taxis

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Frankfurt verfügt über ein funktionierendes Taxiwesen. Dieses ist in Deutschland Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Das Taxi fährt die letzte Meile und auch dann, wenn keine S-Bahn und kein Bus mehr fahren.

Frankfurt verfügt über ein funktionierendes Taxiwesen. Dieses ist in Deutschland Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Das Taxi fährt die letzte Meile und auch dann, wenn keine S-Bahn und kein Bus mehr fahren. Genau deswegen unterliegt das Taxigewerbe strengen Regeln. Anders als bei einem Uber-Taxi in den USA genießen die Fahrgäste einen umfassenden Rechtsschutz, und auch das Auto genügt professionellen Ansprüchen. Für eine Großstadt mit vielen Touristen, Messe- und Kongressbesuchern ist der individuelle Fahrdienst auf hohem Niveau ein Standortfaktor.

Wer in Frankfurt einen Wagen bestellt, kann im Regelfall binnen drei bis vier Minuten damit rechnen, dass ein Fahrzeug aufkreuzt. Die Taxi-Vereinigung führt die schnelle Erfüllung der Fahrtwünsche auf die ihrer Meinung nach zu hohe Taxidichte in Frankfurt zurück. Doch warum sind die Lizenzen dann so begehrt, dass sich rund 1600 Bewerber auf die Warteliste setzen ließen? Auch fließen offenbar bei der Übertragung auslaufender Konzessionen gelegentlich fünfstellige Summen. Das wäre nicht der Fall, wenn diese nicht über einen erheblichen Marktwert verfügten. Es darf daher bezweifelt werden, dass ein neuerliches Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass Lizenzen eingezogen werden. Werden Konzessionen neu ausgegeben, sollte die Stadt prüfen, ob diese nicht versteigert werden könnten.

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