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Mit Blumenstrauß und Medaille in der Paulskirche: Verlegerin Friede Springer wurde mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung ausgezeichnet.

Frankfurt: Verleihung des Freiheitspreis

Eine Kämpferin für das freie Wort

  • vonEnrico Sauda
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Friede Springer ist die diesjährige Preisträgerin des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Weil sie eine Kämpferin für das freie Wort sowie für die Freiheit der Medien sei, hat Verlegerin Friede Springer den Freiheitspreis der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung erhalten. Bei einer Feierstunde in der Paulskirche überreichte Professor Karl-Heinz Paqué, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, ihr die Auszeichnung für ihren lebenslangen Einsatz für die Pressefreiheit sowie für die Förderung von Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt. "Friede Springer ist eine Preisträgerin mit klarem Profil in einer Zeit der unklaren Verhältnisse", so Paqué. Er würdigte die "mutigen Visionen und die leidenschaftliche Zuversicht" der 78-Jährigen, die ihr Leben auch dem Kampf gegen den Antisemitismus widmet.

Dass sie innerlich frei sei im Denken und Handeln und dass es ihr vollständig egal sei, was andere dächten, zeige sich darin, dass sie ihn als Lobredner gewählt habe, scherzte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE. Denn: "Ich bin denkbar ungeeignet. Meine Glaubwürdigkeit ist gering. Ich arbeite für Springer, ich bin mit Friede Springer seit 20 Jahren befreundet, und durch Regelung ihrer Nachfolge hat Friede Springer mich auf großzügigste Weise für immer mit dem Schicksal ihres Unternehmens verwoben." Was folgte, war eine fulminante Lobrede auf die Preisträgerin, die sich davon sehr berührt zeigte.

"Ich habe den Freiheitsgedanken stets gelebt, genossen und durchgesetzt. Wenn möglich, mache ich das auch weiterhin", so Friede Springer, die darauf hinwies, dass "in unserem Verlag Freiheit als ein wichtiger Wert gilt". Darin sehe sie "die Verantwortung unseres Medienhauses für kluge, faire und wahre Berichterstattung. Die Verantwortung, unsere gesellschaftlichen Werte zu festigen, zu stärken und immer das Beste zu geben", betonte die Preisträgerin.

Zu den ersten Gratulanten zählten Schauspielerin Marie-Luise Marjan, bekannt als Helga Beimer und eigens aus Köln angereist, sowie Frankfurts Ehrenbürger Friedrich von Metzler, "Ich bin mit ihr eng befreundet, schätze sie sehr - Friede Springer ist eine sehr erfolgreiche Frau und dabei sehr loyal und bescheiden."

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