Im Zeichen der Schlange: Auf Christine Matthias, die neue Vorsitzende des Kindervereins, wartet eine Menge Arbeit. FOTO: rainer rüffer
+
Im Zeichen der Schlange: Auf Christine Matthias, die neue Vorsitzende des Kindervereins, wartet eine Menge Arbeit.

Jury besteht nur aus Frankfurter Kindern

"Eine Kinderbuchmesse wird es leider nicht geben"

  • VonBrigitte Degelmann
    schließen

Die neue Vorsitzende zur Kalbacher Klapperschlange und dem durch Corona abgespeckten Programm

Der Kinderverein Kalbach hat eine neue Vorsitzende: Christine Matthias. Vor ihr und den anderen Vorstandsmitgliedern liegt einiges an Arbeit, denn in knapp einem Monat steht die Verleihung des Jugendliteraturpreises "Kalbacher Klapperschlange" an, die der Verein organisiert.

Frau Matthias, Sie sind im September zur Vorsitzenden des Kindervereins Kalbach gewählt worden, als Nachfolgerin von Hans-Jörg Troost. Seit wann engagieren Sie sich denn in dem Verein?

Das muss 2014 oder 2015 gewesen sein, als ich eingestiegen bin. Damals war ich mit meinem Sohn bei der Kinderbuchmesse in Kalbach und bin dann irgendwie hängengeblieben (lacht). Ich habe immer schon viel gelesen, auch mit meinem Sohn zusammen, als er noch jünger war.

Wer arbeitet sonst noch in der Leitung des Vereins mit?

Im geschäftsführenden Vorstand sind wir zu viert - neben mir als Vorsitzender noch Eva Maria Straub als Zweite Vorsitzende, Thomas Jäger als Kassenwart und Bettina Fischer als Schriftführerin. Außerdem haben wir jetzt fünf Beisitzerinnen und Beisitzer, so dass wir insgesamt ein neunköpfiges Team sind.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Kindervereins ist ja die Organisation der Kinderbuchmesse am zweiten November-Wochenende, bei der dann auch der Jugendliteraturpreis "Kalbacher Klapperschlange" vergeben wird. Aber 2020 konnte beides wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Ja, stattdessen haben wir die Preisverleihung als Film gedreht, den wir auf YouTube veröffentlicht haben. Der Preis ist ja trotzdem verliehen worden, er ging damals an Andrea Russo für ihr Buch "Green Witch".

Und in diesem Jahr?

Eine Kinderbuchmesse als solche wird es in diesem Jahr leider wieder nicht geben, aber zumindest Elemente daraus. Am Samstag, 13. November, wird die Preisverleihung in der Alten Turnhalle in Kalbach stattfinden und zwar in zwei Etappen - einmal für die Kinder im Grundschulalter, die zweite für diejenigen aus den weiterführenden Schulen, damit nicht zu viele Menschen zusammenkommen.

Wahrscheinlich im Hinblick auf Corona, oder?

Ja, aber nicht nur. Es geht auch um den Brandschutz in der Alten Turnhalle. Dort dürfen ja inzwischen nur noch höchstens 200 Menschen rein. Vor zwei Jahren haben wir deshalb die Veranstaltung unter freiem Himmel gemacht, denn damals bestand unsere Kinderjury aus 262 Teilnehmern. Da haben wir sehr gezittert, ob das mit dem Wetter klappt. Damals hatten wir Glück, aber darauf können wir uns natürlich im November nicht verlassen. Deshalb teilen wir das in diesem Jahr auf, und pro Kind darf eine Begleitperson mitkommen.

Was ist sonst noch geplant?

Am Samstagabend soll es eine Lesung mit der Kinderbuchautorin Antje Herden geben und am Sonntag ein Konzert mit Herrn Müller und seiner Gitarre. Und es gibt an beiden Tagen einen kleinen Bücherflohmarkt in der Halle. Für alle Veranstaltungen gilt die 3G-Regelung und man muss sich vorher per E-Mail anmelden, Details dazu werden wir noch auf unserer Internetseite bekanntgeben (www.kinderverein-kalbach.de).

Im vergangenen Jahr haben 135 Kinder in der Jury mitgemacht, insgesamt wurden 1217 Bewertungen eingereicht. Wie sieht es in diesem Jahr aus?

Mitglied der Jury ist jedes Kind, das bis zum Ende der Lesesaison mindestens fünf der 60 Bücher, die zur Auswahl stehen, gelesen und über das Online-Portal bewertet hat. Bewertungen können noch bis Freitag, 22. Oktober, eingereicht werden, deshalb können wir jetzt noch nicht sagen, wie groß die Jury in diesem Jahr sein wird. Aber wir vermuten, dass es eher mehr Teilnehmer sein werden als 2020.

Die Corona-Pandemie war ja für viele Vereine nicht einfach. Wie hat der Kinderverein diese Zeit bewältigt?

Bisher sind wir ganz gut durchgekommen. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind ja die Kinderbücherei, die Klapperschlange und Musik für Kinder. Der Gitarrenunterricht fand zum Teil online statt, jetzt läuft das wieder in Präsenz. Mit der musikalischen Früherziehung ging während der Pandemie natürlich nichts, mit Abstand und ohne Singen funktioniert das einfach nicht. Aber in der Kinderbücherei hat sich das Team verschiedene Möglichkeiten ausgedacht, wie trotz der Beschränkungen Bücher ausgeliehen werden konnten, zum Beispiel mit Vorbestellung. Außerdem war am Hintereingang eine Kiste für die Rückgaben aufgestellt. Insgesamt hat das ganz gut geklappt.

Interview: Brigitte Degelmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare