Eine unendliche Geschichte

Die Pokerpartie um das Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Allee begann bereits, als von dort aus noch Verbrecher gejagt wurden. 1997 wurde spekuliert, das Gelände könne für 150 Millionen Mark

Die Pokerpartie um das Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Allee begann bereits, als von dort aus noch Verbrecher gejagt wurden. 1997 wurde spekuliert, das Gelände könne für 150 Millionen Mark (rund 77 Millionen Euro) verkauft werden, würde aber 100 Millionen Mark mehr bringen, wenn die Stadt dort einen 300 Meter hohen Wolkenkratzer erlauben würde. Das tat sie nicht, aber das war nicht der Grund, warum das Gebäude lange leerstand, nachdem die Polizei Ende 2002 ausgezogen war. Die Immobilienpreise gingen in den Keller, das Land wollte das 15 000 Quadratmeter große Filetstück aber nicht zu billig abgeben – schließlich sollte mit den Erlösen der rund 250 Millionen Euro teure Polizei-Neubau an der Adickesallee mitfinanziert werden.

2011 schien ein Durchbruch in Sicht, der Frankfurter Architekt Jo Franzke erstellte bereits einen Entwurf für einen potenziellen Investor. Doch auch der wurde mit dem Finanzministerium nicht handelseinig, das dennoch einen baldigen Verkauf in Aussicht stellte. Dem Vernehmen nach waren die Immobilienunternehmen OFB und Wentz & Co. an dem Areal interessiert. 2016 war das Grundstück kurzzeitig als Alternativ-Standort für die Städtischen Bühnen im Gespräch. Bemühungen der Stadt, im hinteren Grundstücksteil an der Ludwigstraße Wohnungsbau zu ermöglichen, waren nicht erfolgreich. mu

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