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Marianne Sägebrecht gestern bei der Premiere von ?Pettersson und Findus ? Findus zieht um? in den E-Kinos.

Stadtgeflüster

Eine viel beschäftigte Frau

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Sie ist ein Weltstar zum Anfassen. Gestern war Marianne Sägebrecht bei der Premiere des Kinderfilms „Pettersson und Findus – Findus zieht um“ in den E-Kinos an der Hauptwache zu Gast.

Sie ist ein Weltstar zum Anfassen. Gestern war Marianne Sägebrecht bei der Premiere des Kinderfilms „Pettersson und Findus – Findus zieht um“ in den E-Kinos an der Hauptwache zu Gast. In weiteren Rollen sind in diesem Film von Ali Samadi Ahadi Stefan Kurt als Pettersson und Max Herbrechter als Gustavsson zu sehen. Zu hören ist Roxana Samadi, die die Stimme von Findus ist. Übrigens entstand „Pettersson und Findus – Findus zieht um“ zum Teil auch in Frankfurt in der Filmproduktionsfirma Chimney. Und die Herstellung des Streifens wurde auch von Hessenfilm und Medien gefördert. Grund genug, in der Mainmetropole eine Premiere zu veranstalten. Der Film basiert auf der Vorlage von Sven Nordqvists Geschichten „Findus zieht um“ und „Pettersson zeltet“. Und darum geht’s: Weil Kater Findus ohne Unterlass auf seiner Matratze herumhüpft, der genervte Pettersson aber seine Ruhe haben möchte, baut er ihm ein eigenes Spiel- und Hüpfhaus. Das gefällt Findus aber dann schließlich so gut, dass er gleich komplett ins neue Domizil umzieht. So hatte es sich Pettersson aber dann doch nicht vorgestellt.

Der Frau, die schon an der Seite von Kino-Ikonen wie Michael Douglas, Gérard Depardieu oder Roberto Benigni vor der Kamera stand, geht es sichtlich gut. „Ich liebe Kinder über alles“, sagt die 73 Jahre alte Sägebrecht und lässt sich mit einem jungen Fan fotografieren. Ein bisschen traurig sei sie allerdings schon, so sagt sie. „Es soll doch der letzte Teil einer Trilogie sein und da heißt es Abschied nehmen“, sagt die Schauspielerin. „Wir hatten ein sehr gutes Familiengefühl im Team gewonnen, weil es immer so ziemlich dieselben Menschen waren, die mitgearbeitet haben“, so die Starnbergerin. Ihre Rolle als Beda Andersson wird ihr fehlen. Immer wieder werde sie von den Mädchen und Jungen erkannt und mit Beda angesprochen. Das störe sie nicht. „Im Gegenteil, denn in der Rolle ist sehr viel von mir drin. Sie lebt allein. Sie ist ein runder Mensch, aber total sportiv.“ Als sie vor Kurzem an einem Bahnhof stand, hätten Kindergartenkinder, die einen Ausflug machten, angefangen, „Beda Andersson“ zu schreien. „Die Erzieherinnen wussten erst gar nicht, worum es ging. Als sie mich sahen, verstanden sie erst.“ Die Kinder sprachen Marianne Sägebrecht auch gleich an, wollten sogar zu ihr ziehen. „Das ist so schön. Das ist eine richtige Freude“, sagt die Schauspielerin, die auch als Beda in Kindergärten geht, dort liest und sich von den Kindern auch schminken lässt. Doch rasten ist nicht: Zum einen ist sie demnächst in einer Produktion von Oliver Berben mit dem Titel „Bier Royal“ zu sehen – mit Gisela Schneeberger und Lisa Maria Potthoff in den Hauptrollen. Zum anderen freut sie sich auf ihre Reise nach Surinam in Südamerika im Juni 2019, wo sie einen Dokumentarfilm drehen möchte. „Im kommenden Jahr wird ein total spannender Film über Johann Sebastian Bach entstehen, in dem Gérard Depardieu Bach spielen wird“, kündigt Marianne Sägebrecht an. „Ich spiele die Berta, die Brechts Kinder mit aufzog und die ganze Familie stabilisierte“, so die Mimin über ihre zukünftige Rolle. „Schön ist auch, dass Gérard Depardieu so aussieht wie Bach“, findet Marianne Sägebrecht.

Über einen Mangel an Rollenangeboten kann sich die Schauspielerin also nicht beklagen. „Nein, aber ich mache viel selber und muss aufpassen. Meine Rente ist nicht üppig“, sagt Sägebrecht, die als Kabarettistin gleich mit vier verschiedenen Programmen unterwegs ist. „Ich kann mir kein besseres Leben wünschen.“

(es)

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