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Eintracht Frankfurt: Römer-Party nach Europa-League-Sieg kostet Stadt eine Million Euro

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Von: Christoph Sahler

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Eintracht Frankfurt feierte den Sieg in der Europa-League im Mai gebührend. Die Stadt muss nun eine Million Euro für die Party zahlen.

Frankfurt - Keine 24 Stunden waren vergangen, da präsentierte die Mannschaft von Eintracht Frankfurt ihren Fans auf dem Römer stolz den Pokal, den sie einen Tag zuvor im Europa-League-Finale gegen die schottischen Glasgow Rangers errungen hatte. Zum ersten Mal seit 1980 dürfen sich die Adlerträger wieder Europapokalsieger nennen. Dementsprechend groß waren die Euphorie und der Menschenandrang in Frankfurt am 19. Mai, dem Tag nach dem Endspiel in Sevilla. Der Autokorso vom Flughafen Frankfurt bis zum Römer in die Innenstadt dauerte mehrere Stunden und als die Spieler endlich den Rathausbalkon erreicht hatten, war es bereits dunkel.

140.000 Menschen kamen damals, um einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte von Eintracht Frankfurt zu feiern. Wie der Hessische Rundfunk berichtet, liegen Stadt und Club nun die Rechnung für die große Party vor. Demnach habe die Tourismus+Congress Frankfurt GmbH (TCF) angegeben, dass die von ihnen veranstaltete Feier mindestens 1,3 Millionen Euro koste.

Eintracht Frankfurt und seine Fans feierten im Mai den Europa-League-Sieg auf dem Römer.
Eintracht Frankfurt und seine Fans feierten im Mai den Europa-League-Sieg auf dem Römer. © Sebastian Gollnow/dpa

Eintracht Frankfurt: Fans sollen LED-Leinwand auf dem Römer mit Steinen beworfen haben

So wurden laut des Berichts des HR rund 600 private Sicherheitskräfte für die Titelfeier nach Frankfurt bestellt. Ein Faktor, der die Kosten noch auf bis zu 1,4 Millionen Euro steigen lassen könnte, hänge außerdem von der Frage ab, ob die Versicherung der TCF für den Schaden an einer LED-Videoleinwand aufkommt, die Fans mit Steinen beworfen und somit beschädigt hätten.

Die Stadt muss für die Summe jedoch nicht alleine aufkommen. Eintracht Frankfurt selbst bezahlt 300.000 Euro für die Party. TCF-Chef Thomas Feda sagte gegenüber dem HR, dass die Stadt vom Europapokalsieg der SGE profitiert habe. „Die Feier hat positive Bilder produziert, die millionenfach verbreitet wurden“, erklärte er. Die entstandene Werbewirkung sei enorm.

Allerdings kann das Hauptamt der Stadt Frankfurt eine Million Euro nicht einfach so aus der Portokasse bezahlen. Aus diesem Grund habe das Amt alle städtischen Dezernate angeschrieben und um finanzielle Beteiligung gebeten.

Eintracht Frankfurt: Autokorso nach Europa-League-Sieg war nicht genehmigt

Bezüglich des Autokorsos vom Flughafen zum Römer zeigte sich die Stadt Frankfurt im Nachhinein kulant. Dem Ordnungsamt lag nämlich kein Antrag seitens der Eintracht vor. Und die zuständigen städtischen Bediensteten teilten mit, dass die Siegesparade sehr wohl einer Genehmigung bedurft hätte - ähnlich wie beim Rosenmontagsumzug, für den die Karnevalsvereine ebenfalls eine Genehmigung brauchen. (Christoph Sahler)

Ein ehemaliger Profi von Eintracht Frankfurt hat sich in der Halbzeitpause eines Spiels eine Schlägerei mit einem Mitspieler geliefert. Mannschaftskollegen mussten die beiden Streithähne trennen.

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