Der als "Eisenbahn-Reiner" in der Frankfurter Obdachlosen-Szene bekannte Reiner Schaad sitzt am 06.10.2016 auf seinem Stammplatz in der Innenstadt von Frankfurt am Main (Hessen). Nach Wochen des Wartens verfügt er jetzt über eine behördliche Genehmigung, mit der er sein Spielzeug - darunter die namensgebende Eisenbahn - wieder aufstellen darf. Foto: Boris Roessler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Der als "Eisenbahn-Reiner" in der Frankfurter Obdachlosen-Szene bekannte Reiner Schaad sitzt am 06.10.2016 auf seinem Stammplatz in der Innenstadt von Frankfurt am Main (Hessen). Nach Wochen des Wartens verfügt er jetzt über eine behördliche Genehmigung, mit der er sein Spielzeug - darunter die namensgebende Eisenbahn - wieder aufstellen darf. Foto: Boris Roessler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Sondernutzungserlaubnis der Stadt erteilt

Eisenbahn-Reiner darf seine Eisenbahn wieder aufbauen

Die Odyssee hat ein Ende: Reiner Schaad hat nach dem Antrag auf die Sondernutzungserlaubnis nun endlich wieder Ruhe. Er darf auf der Liebfrauenstraße seine Eisenbahn und alle Miniaturen wieder aufbauen.

Happy End für „Eisenbahn-Reiner”: Der Frankfurter Obdachlose darf sein Spielzeug wieder an seinem Stammplatz in der City aufbauen. Der zuständige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) erteilte dem 45-Jährigen dafür eine Sondernutzungserlaubnis, wie die Stadt am Donnerstag berichtete. Das Amt für Straßenbau und Erschließung bringe eigens eine Bodenmarkierung auf dem Pflaster an - „in der Liebfrauenstraße zwischen der dritten und der vierten Baumscheibe von Süden”.

Er habe die Sondernutzungserlaubnis „zugegebenerweise mit einem gewissen Augenzwinkern” erteilt, sagte Oesterling. Er hätte es vorgezogen, den schon mindestens sechs Jahre andauernden Zustand einfach weiter zu dulden. Nachdem sein Magistratskollege, Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU), aber eine weitere Duldung von der Genehmigung abhängig gemacht habe, sei die Angelegenheit zu einem Verwaltungsakt geworden, mit dem im Rathaus Römer „wohl mindestens zwei Dutzend Personen beschäftigt gewesen seien”.

Das Ordnungsamt hatte dem Obdachlosen Anfang September untersagt, seine Eisenbahn und die anderen Spielsachen weiterhin aufzubauen. Der Grund: Ihm fehle die vorgeschriebene Sondernutzungserlaubnis und er beanspruche mit seinen Habseligkeiten zu viel Platz im öffentlichen Raum. Das sorgte für Aufruhr in den sozialen Netzwerken, für Berichte in den Medien und für Streit in der Koalition.

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