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Die Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten in der Eissporthalle hat Sportdezernent Markus Frank (CDU) jetzt begutachtet.

Umbau

Eissporthalle ist noch eine Baustelle

Für vier Millionen Euro ertüchtigt die Stadt die in die Jahre gekommene Eissporthalle.

Sportdezernent Markus Frank (CDU) kniet sich hin und will den edlen PVC-Rasen mal befühlen. Rund zwölf Wochen nach Beginn der Sanierungsarbeiten an der Eissporthalle hat sich Frank am Montag ein Bild vom Fortgang der Arbeiten gemacht. Knapp vier Millionen Euro will die Stadt bis Ende 2020 in den Bau stecken – eine Halle, die mit ihren 37 Jahren schon bessere Tage gesehen hat. Dass sich etwas tun muss, wurde spätestens 2017 deutlich, als eine Sicherheitsüberprüfung ergab, dass die Fluchtwege heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. In Folge wurde die Kapazität aus Sicherheitsgründen um gut 900 Plätze auf 6032 gesenkt.

Abhilfe schaffen soll ein zweiter Treppenabgang am Südostgang. Die Stahltreppe ist fast fertig. Am nordöstlichen Zugang entsteht eine weitere Treppe. Sie wird erforderlich, weil in die bestehende Treppe eine barrierefreie Rampe integriert wird, was die Kapazität verringert. Am weitesten gediehen sind die Arbeiten unter dem Membran-Dach im Außenbereich. Dort, wo am 8. Oktober der Eislaufbetrieb beginnen soll, wird derzeit Kunstrasen für vier Tennisplätze verlegt.

Die Sanierung der Außenanlage war wegen einer undichten Ammoniakleitung im Versorgungskanal notwendig geworden. Anfangs wollte das Sportamt die maroden Tennisplätze nicht erneuern, sondern durch eine universelle Asphaltfläche ersetzen. Dann wurde mit dem Wegfall des Tennisgeländes am Waldstadion eine Kompensation notwendig und die Stadt startete die „Tennisoffensive Frankfurt“. Ab April soll der weiße Sport auf sechs Tennisplätzen möglich sein: vier unter dem Membranzelt, zwei davor. Hauptnutzerin war bisher die TG Bornheim. Über die neue Nutzung sei zu verhandeln, so Sportamtsleiterin Angelika Strötz.

In der Halle beginnen die meisten Arbeiten 2019, wenn die Eishockey-Löwen den Spielbetrieb beenden. Dieter Hennig, Chef der Eissporthalle, freut sich schon auf die neue LED-Beleuchtung. Die alten Halogenlampen an der Decke hätten „sehr viele Nachteile“, sie erzeugen sehr viel Wärme. Zum anderen verbrauchen die neuen LEDs rund 70 Prozent weniger Strom – so könnten künftig viele „mehr Showeffekte“ gezeigt werden.

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