Die Tür vom „Elfer“ in Frankfurt-Sachsenhausen bleibt wohl für immer geschlossen.
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Die Tür vom „Elfer“ in Frankfurt-Sachsenhausen bleibt wohl für immer geschlossen.

Clubszene

„Elfer“ sucht verzweifelt neue Räumlichkeiten – Umzug in andere Stadt denkbar

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Nach dem Rausschmiss aus der Klappergasse sucht der „Elfer“ nach neuen Räumlichkeiten. Doch in Frankfurt scheint es kaum Alternativen zu geben. Verlässt der Club die Stadt?

Frankfurt – Der Schock sitzt bei den Machern des Clubs „Elfer“ in Frankfurt noch immer tief. Vor wenigen Tagen flatterte die bittere Nachricht in Haus, dass der Mietvertrag des „Elfer“ in den Räumlichkeiten in der Klappergasse gekündigt wird. Das beliebte Lokal steht vor dem Aus.

Auch die Fans vom „Elfer“ in Sachsenhausen sind fassungslos. „Das ist fürchterlich. Hoffe inständig, dass Ihr sehr bald eine passende Location findet, Ihr werdet gebraucht“, schreibt ein Nutzer unter den Facebook-Post vom „Elfer“. Die Zukunft des Clubs in Frankfurt ist aber weiterhin unklar.

Club „Elfer“ in Frankfurt: Gespräche für geplante Veranstaltungen laufen

„Im Grunde könnten wir recht problemlos umziehen, da im Elfer eine mobile Bühne im Einsatz ist. Aber das ist nicht der springende Punkt; das große Problem ist, Räumlichkeiten zu finden. Ich habe große Sorge, dass es daran scheitern wird“, sagt Betreiberin Janina Barkmann in einem Interview mit dem „Journal Frankfurt“.

Doch nicht nur die Suche nach einem neuen Zuhause auf Dauer bereitet Barkmann großes Kopfzerbrechen. Auch die eigentlich schon geplanten Veranstaltungen sollen irgendwie und irgendwo in Frankfurt stattfinden. Derzeit sei man in Gesprächen mit dem Ponyhof, verrät Barkmann gegenüber dem „Journal Frankfurt“. Eine Einigung gibt es aber offenbar noch nicht.

Club „Elfer“ in Frankfurt: Umzug nach Offenbach denkbar

Ob das „Elfer“ nochmal in seiner bekannten Form zurückkehrt ist fraglich. Schließlich würden durch die Pandemie Einnahmen fehlen, zudem habe man erst kürzlich Geld für Renovierungen in der Klappergasse in die Hand genommen. Überhaupt sei der Club nicht auf Gewinn ausgelegt, wie Barkmann im dem „Journal Frankfurt“ sagt. „Niemand will, dass wir 30 Euro Eintritt verlangen.“

Und sollte es in Frankfurt tatsächlich nicht klappen, hat Barkmann schon eine Exit-Strategie im Kopf, wie sie dem „Journal Frankfurt“ gegenüber verrät. „Wir würden jetzt nicht nach Hanau oder Hofheim ziehen. Aber Offenbach könnte ich mir als neuen Standort vorstellen, das würde unser Stammpublikum auch bestimmt mitmachen.“ (esa)

Auch der berühmte Musikclub Zoom in Frankfurt zieht um.

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