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Elisa Cielos Himmel hängt voller Platten

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Von: Enrico Sauda

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Die Frankfurter DJane Elisa Cielo in ihrem Element - hier bei der Eröffnung des Clubs "Fortuna Irgendwo" an der Hanauer Landstraße. Ihr Künstlername "Cielo" ist übrigens spanisch und heißt "Himmel". FOTO: enrico sauda
Die Frankfurter DJane Elisa Cielo in ihrem Element - hier bei der Eröffnung des Clubs "Fortuna Irgendwo" an der Hanauer Landstraße. Ihr Künstlername "Cielo" ist übrigens spanisch und heißt "Himmel". © Enrico Sauda

Die Frankfurterin legt auf, und obwohl sie noch nicht lange im Geschäft ist, läuft es super.

Wenn sie Musik auflegt, dann fühlt sie sich, als erschaffe sie ein eigenes Universum. Deshalb habe sie sich als Künstlername auch Elisa Cielo ausgesucht. Cielo steht im Spanischen für Himmel. Bürgerlich heißt die 33-Jährige Jana Elisa Rumold, ist die Tochter des bekannten Verlegers Bodo Horn-Rumold und wurde in ihrem musikalischen Schaffen von Chicago- und Detroit-Legenden sowie internationalen Produzenten inspiriert.

Sie wuchs in der Techno-Stadt Frankfurt auf

Dass sie hier in Frankfurt, der Geburtsstadt des Techno, aufgewachsen ist, dürfte wohl auch nicht unerheblich dafür sein, dass sie hinter den Plattentellern steht. "Ich spiele sehr verschiedene Musik - von House über Deep-house und Melodic bis hin zu Disco mit ein wenig Funk und Soul", sagt die DJanne, die noch nicht so lange im Geschäft ist. "Offiziell seit zwei Jahren - aber da kam Corona dazwischen. Doch ich muss sagen, dass es seit einiger Zeit wieder richtig gut läuft", analysiert sie die aktuelle Lage.

Jüngst beschallte sie die Eröffnung des neuen Ladens von Immobilien-Mann Ardi Goldman - das "Fortuna Irgendwo" an der Hanauer Landstraße.

In der Küche lief Musik

Bevor sie mit dem Plattenauflegen anfing, hatte sie mit Musik nicht viel am Hut. "Als ich fünf Jahre alt war, habe ich Klavierspielen gelernt, aber das habe ich früh abgebrochen, sonst wäre ich da vielleicht Profi geworden", scherzt sie. Musik gehört, das habe sie schon lange. "Mein Vater legte im Wohnzimmer Platten auf, und jeden Abend lief in der Küche Musik - da habe ich mein Gehör geschult." Da gab's dann Bands wie "Earth, Wind and Fire", Michael Jackson oder Diana King auf die Ohren.

Von Frankfurt, nach Köln, Berlin und wieder nach Hause

Später zog sie von Frankfurt nach Köln, um Kommunikationsdesign zu studieren. In der Rheinmetropole habe sie viele Musiker, Künstler und Produzenten getroffen, "mit denen ich zusammengearbeitet habe". Auch ihr damaliger Freund legte auf. Nach fünf Jahren in Köln zog sie nach Berlin, wo sie sofort wieder mit der Musikszene in Kontakt kam. Damals stellte sie Underground Events und Open Airs auf die Beine. "Der ständige Kontakt mit der Musik und die bunt gemischten Stilrichtungen in der Hauptstadt sensibilisierten meine Wahrnehmung. Da bin ich immer mehr in die Szene reingerutscht, so den Berliner-Sound ein und kehrte vor vier Jahren zurück nach Frankfurt", berichtet Elisa Cielo, die auch mit Produzenten wie Emanuel Satie, Andhim oder Sidney Charles gearbeitet hat. Auch hier vernetzte sie sich. In diesem Jahr soll ihre erste EP erscheinen und als zweites, das ihr sehr am Herzen liegt, schafft sie Leinwände und Grafiken. Zurzeit arbeitet sie an ihren Songs, um sie zu veröffentlichen. "Ich habe mit Freunden zusammen ein Studio in Offenbach, und mein Bruder produziert."

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