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Baudezernent Jan Schneider (CDU, li.) steht mit Schulleiter Stefan Neureiter in einem sanierten Klassenraum.

Schule

Die Elisabethenschule ist fertig: 36 Millionen Euro teure Sanierung des Gebäudes ist abgeschlossen

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Seit Herbst 2014 lernen die Elisabethenschüler in Containern, weil das denkmalgeschützte Schulgebäude saniert wird. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen, in den Osterferien steht der Umzug an.

Vor 112 Jahren wurde das Gebäude der Elisabethenschule in der Vogtstraße errichtet. Ein stolzes Alter. Doch das sieht man dem Haus mittlerweile nicht mehr an. In den Gängen, den Klassenzimmern, im Treppenhaus oder im Lehrerzimmer – überall sieht es aus wie geleckt. Kein Wunder, schließlich hat die Stadt Frankfurt 36 Millionen Euro in die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses investiert – ein Teil der Kosten entfällt auf die Auslagerung in eine Containeranlage. Die Kosten für den geplanten Neubau einer Bibliothek kommen noch dazu.

Die reine Bauzeit betrug drei Jahre. Die Arbeiten sind inzwischen nahezu abgeschlossen, nur noch Kleinigkeiten sind zu erledigen. In den Osterferien werden deshalb die Container geräumt und der Rückumzug ins Schulgebäude abgewickelt.

Ein Kraftakt

„Ich freue mich, dass die Schüler des Gymnasiums in dem denkmalgeschützten Gebäude wieder gute Bedingungen vorfinden. Es war ein Kraftakt für alle Beteiligten, dieses aufwendige Projekt zügig zu einem guten Ende zu bringen“, erklärte Baudezernent Jan Schneider (CDU) gestern bei einem Rundgang durch das Schulgebäude. Schneider betonte zudem, dass der von der Stadtverordnetenversammlung ursprünglich genehmigte Kostenrahmen von 39,3 Millionen Euro eingehalten werde. „Das zeigt, dass auch schwierige Projekte, die wegen der historischen Bausubstanz hohe Risiken bergen, im Kostenrahmen abgeschlossen werden können.“

Die Sanierung konnte nicht mehr aufgeschoben werden, weil 2011 erhebliche statische Mängel festgestellt worden waren. Daraufhin wurden die Decken mit Stützen gesichert. Außerdem wurden für einige Räume Nutzungseinschränkungen verhängt. Drei Jahre später beschloss die Stadtverordnetenversammlung eines der umfangreichsten Schulsanierungen der vergangenen Jahre in Frankfurt.

Grundsätzlich wurde das komplette Gebäude auf den Kopf gestellt. Die meisten Decken und Unterzüge wurden erneuert. Außerdem wurde der Zuschnitt der Klassenräume verändert, jetzt sind die Räume deutlich größer als zuvor. Zusätzliche Klassenzimmer wurden in den oberen Etagen des Dienstwohngebäudes West eingerichtet. Die Technik, unter anderem Heizung sowie Kabel und Leitungen, wurden modernisiert. Auch ein Aufzug und behindertengerechte Toiletten gibt es jetzt. Zudem wurden Turnhalle und Fassade des Schulgebäudes saniert.

Weichen werden gestellt

Der Abschluss des Projektes ist sowohl für die weitere Entwicklung des Gymnasiums als auch die Zukunft der benachbarten Fürstenbergerschule entscheidend. Die Realschule soll laut Günter Murr, Sprecher von Jan Schneider, einen Neubau in der Holzhausenstraße bekommen – dort ist im Moment noch die Dependance der Elisabethenschule. Erst wenn die Fürstenbergerschule umgezogen sei, könnten die Planungen für die Sanierung des dann ungenutzten Schulgebäudes an der Fürstenbergerstraße beginnen. Leer wird der Trakt jedoch nicht stehen. Er soll später der Elisabethenschule zur Verfügung stehen. Das Gymnasium im Nordend will nämlich seine Kapazitäten ausbauen, statt vier künftig sechs Klassen pro Jahrgangsstufe anbieten. Das letzte Wort hat aber das Bildungsdezernat.

Die Container für die Auslagerung der Elisabethenschule am Rande des Holzhausenparks werden laut Murr übrigens relativ zügig abgebaut. Unter anderem auch deshalb, weil darunter eine Trasse mit Versorgungsleitungen verläuft. Das werden die Mitglieder des zuständigen Ortsbeirates 3 (Nordend) gerne hören. Sie hatten in ihrer jüngsten Sitzung darüber gerätselt, wie lange die Container wohl noch in unmittelbarer Nähe der Grünanlage stehen bleiben werden.

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