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Freuen sich über die neue Elisabethenstraße: Die Stadträte Rosemarie Heilig, Mike Josef und Klaus Oesterling und ihre Mitarbeiter.

Anwohner atmen auf

Elisabethenstraße ist nach 15 Monaten Bauzeit endlich fertig

Nach 15 Monaten Bauzeit haben die Stadträte Mike Josef, Klaus Oesterling und Rosemarie Heilig die Fertigstellung der Elisabethstraße für gut befunden. Auch Anwohner atmen auf.

Bis zum letzten Moment wird auf Bürgersteigen Fugensand gefegt und abgespritzt, Erde für 14 neu gepflanzte Bäume aufgefüllt. Die Fahrbahn auf der Elisabethstraße ist ohne Schlaglöcher, Straßenmarkierungen für Autos, Busse und Fahrräder sind schneeweiß. „Endlich ist Ruhe“, sagt eine Anwohnerin, die jeden Morgen „um Punkt 6.36 Uhr durch Baulärm geweckt“ wurde. „Am meisten werde ich den Rüttler vermissen“, sagt sie ironisch. Die neue Laterne vor ihrer Wohnung gefällt ihr, „da das Licht weicher ist, aber sie scheint mir jetzt direkt ins Zimmer. Immerhin hat mein Hund jetzt Licht auf dem Balkon“, meint sie kopfschüttelnd.

15 Monate Bauzeit

Im Großen und Ganzen sind Bewohner und Geschäftsleute froh, dass nach 15 Monaten Bauzeit zwischen Affentorplatz und Walter-Kolb-Straße wieder Ruhe einkehrt. Auf einer Strecke von 300 Metern und einer Fläche von 7000 Quadratmetern wurde die Elisabethstraße komplett neu gestaltet. „Das entspricht der Größe eines Fußballplatzes“, so Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die barrierefreien Bürgersteige wurden in großen Teilen zwischen einem halben und ganzen Meter breiter, auf beiden Fahrbahnseiten gibt es Radwege. Stadtauswärts teilen sich Busse und Räder die Strecke. Für 3,5 Millionen Euro wurde geplant, saniert und gebaut. „630 000 Euro hat das Land Hessen dazugegeben“, so Josef. Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, betrachtet sich die Straße genau. „Ja, es ist gut geworden. Ich bin zufrieden.“

„Der Vorlauf lief bereits zehn Jahre“, erzählt Architekt Hilmar Bauer. „Zwei Jahre haben wir gemeinsam mit der Politik geplant, das Verkehrsplanungsamt hat das Feintuning übernommen. Und dann musste die Stadt sehen, wie sie Gelder bekommt.“ Finanziert wurde über das Sonderprogramm „Schöneres Frankfurt“.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) ist zufrieden. „Wir sind pünktlich fertig geworden und das ohne Mehrkosten.“ Er rechnet damit, dass der Prozentsatz der Fahrradfahrer „auf 20 Prozent im letzten Jahr gestiegen ist. Dem tragen wir mit Radwegen Rechnung. Die Fahrradspur ist jetzt schon zwischen Affentorplatz und Börneplatz fast durchgängig.“ Oesterling sieht dem nächsten heißen Sommer positiv entgegen. „In der Elisabethstraße wird es nicht nur warm, sondern es wird auch Baumschatten geben.“

Hitzeresistente Bäume

Ahorn aus China ist angepflanzt worden. 14 kleine kahle Bäume sollen im Sommer das Mikroklima in Sachsenhausen verbessern, wo vorher keine Bäume wuchsen. „Wir müssen Bäume pflanzen auf Teufel komm raus“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Grün fördert das Klima, dämpft Geräusche und macht Plätze zu Lieblingsorten. Wir haben in der Vergangenheit große Fehler gemacht. Wir müssen Plätze wieder aufbrechen und ganz viel pflanzen. In Stadtteilen wie Sachsenhausen oder dem Nordend leben zwischen 9000 und 12000 Menschen pro Quadratkilometer. Der Klimawandel ist da und wir müssen gegensteuern.“ Die Ahornbäume aus China, die jetzt auf der Elisabethenstraße wachsen, seien sehr hitzeresistent.

Geschäftsleute und Bewohner unterhalten sich über den Lärm und Dreck der letzten 15 Monate. Sie freuen sich darüber, dass jeder wieder in Geschäfte und Lokale ohne Bauzäune und Absperrungen gehen können.

Oesterling: „Ich wünsche der Straße einen guten Verlauf, gute Fahrt und möglichst wenig Schlägereien.“

(bi)

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