Eltern wollen weiterhin Gesamtschule in Niederrad

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In ein paar Wochen soll die SPD-Politikerin Sylvia Weber die Führung des Bildungsdezernats übernehmen. Die Eltern füllen ihr schon jetzt das Aufgabenheft: Zum nächsten Schuljahr müsse in Niederrad

In ein paar Wochen soll die SPD-Politikerin Sylvia Weber die Führung des Bildungsdezernats übernehmen. Die Eltern füllen ihr schon jetzt das Aufgabenheft: Zum nächsten Schuljahr müsse in Niederrad nun tatsächlich die geplante Gesamtschule eröffnen. Das fordern der Gesamtschul-Ausschuss des Stadtelternbeirates und auch der Stadtschülerrat.

Die Eltern seien entsetzt darüber, dass die Eröffnung der geplanten Kooperativen Gesamtschule (KGS) so kurzfristig abgesagt worden war. „Uns drängt sich der Verdacht auf, dass die Schule nur deshalb geplant wurde, um Gymnasialplätze in Reserve vorzuhalten. Es scheint nie darum gegangen zu sein, auch den Haupt- und Realschulkindern beziehungsweise inklusiv zu beschulenden Schülern eine adäquate weiterführende Schule in Niederrad zu bieten“, so die Kritik der Eltern.

Jetzt stellen sie den Zeit- und Arbeitsplan auf: Zum Schuljahr 2017/18 soll eine Gesamtschule für Niederrad und Umgebung eröffnen, die bestehende Konzeptgruppe soll daran weiterarbeiten. Bis Ende dieses Jahres wollen Mütter und Väter wissen, wo die Schule eröffnet und wo sie später ihren endgültigen Standort haben soll. Inklusion, Ganztag und eine weiterführende Oberstufe sollen zum Schulprofil gehören. Jetzt sofort ist aber noch etwas anderes zu tun: Den gut 30 Familien, die sich für die KGS beworben hatten und deren Kinder nun allesamt der Heinrich-Kraft-Schule zugewiesen wurden, soll bei der Suche nach wohnortnäheren Schulplätzen geholfen werden. „Das steht ja auch ausdrücklich im Bescheid. Diese Familien sollen sich an uns wenden, wenn sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind“, bestätigte Jan Weckler, aktuell Leiter des Staatlichen Schulamtes. Allerdings: Die konkrete Suche nach einer alternativen Schule übernimmt das Amt nicht, es gibt vielmehr Hinweise, welche Schulen noch freie Plätze haben könnten. Die Eltern müssen sich dann selbst kümmern. Da gilt es schnell zu sein. Die Stadt wiederum will noch nicht über eine Schulbuslinie entscheiden, bevor nicht feststeht, wie viele Kinder aus Niederrad tatsächlich nach Fechenheim zur Schule gehen werden.

(ing)

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