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Zum Teil riesige Pfützen haben sich am 30.05.2016 in Frankfurt am Main (Hessen) am Rande des Alleenringes gebildet. Eine ausgedehnte Gewitterfront hatte in der Nacht auch Hessen überquert, aber nur vergleichsweise geringe Schäden hinterlassen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Unwetter in Hessen

„Elvira“ bestimmt weiter das Wetter in der Stadt

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Das war vielleicht ein nasses Wochenende: Unwetter in Hessen und Baden-Württemberg, dort bis zu 90 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden, Hagel in Hofheim und vollgelaufene Keller in Schwanheim

Das war vielleicht ein nasses Wochenende: Unwetter in Hessen und Baden-Württemberg, dort bis zu 90 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden, Hagel in Hofheim und vollgelaufene Keller in Schwanheim und Sindlingen: Ist das ein Zeichen für einen feuchten Sommer? „Nein“, sagt Martin Jonas, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. „Ob der Sommer trocken wird oder verregnet, das kann man nicht vorhersehen.“ Und so katastrophal das Gewitter auch in einzelnen Orten und Landstrichen wütete, beispielsweise in Braunsbach, es war mitnichten ein Jahrhundert-Ereignis, urteilt Jonas. Sondern eher etwas Normales, das schon einmal passieren kann im Mai. Ein ziemlich kleines Tief namens „Elvira“ ist dabei über das nördliche Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz gezogen, hat Regen gebracht. Dabei sind auch Gewitter entstanden. Weil das Tief nur langsam vorangekommen ist, haben die Regenfälle lange angedauert.

Dabei ist auch der Main angestiegen, alleine um 44 Zentimeter binnen 24 Stunden. Am Osthafen erreichte er gestern, 13 Uhr, eine Höhe von 220 Zentimetern. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Der Höchststand zwischen 2000 und 2010 lag bei 3,40 Meter.

Martin Jonas verspricht für heute überwiegend trockenes Wetter. „Das Tief ist nach Norden abgezogen“, sagt er. Morgen sei wieder mit Gewittern zu rechnen, vor allem in Nordrhein-Westfalen, wo das Tief dann sein Zentrum hat. Es bleibt bis zum Ende der Woche regnerisch. „Es ist eine sommerliche Wetterlage: Warme Luft, die schwül ist und viel Wasser trägt.“ Alles, was abregnet, wird wieder verdunsten und bildet die nächste Wolke am diesig-grauen Himmel. Ein Trost nur, nächste Woche könnte wieder schönes, frühsommerliches Wetter kommen, verspricht Jonas. So, wie man das vom Juni gewohnt ist. (tjs)

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