Gaben den Startschuss für den barrierefreien Umbau: Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (l.) und Jan Schneider (beide CDU). foto: hamerski
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Gaben den Startschuss für den barrierefreien Umbau im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach: Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (l.) und Jan Schneider (beide CDU).

Sanierung

Endlich geht es in Frankfurt los: Das Bürgeramt in Nieder-Eschbach wird für 600.000 Euro umgebaut

  • Judith Dietermann
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Große Pläne für das Bürgeramt in Nieder-Eschbach: Das Frankfurter Rathaus wird umgebaut und soll größer werden.

Frankfurt - Das Gerüst kommt zwar erst in der kommenden Woche, das Bauschild vor dem Rathaus in der Deuil-La-Barre-Straße steht aber bereits. Und das kündigt nicht nur die Umbau- und Modernisierungsarbeiten im und am Bürgeramt an. Es zeigt auch, wie dies in Zukunft aussehen wird. So wird der Eingang sich künftig an der Front des Rathauses befinden. Dort geht es dann treppauf oder barrierefrei per stählernem Plattformaufzug ins Erdgeschoss.

"Wir sind sehr froh, dass der Standort erhalten bleibt und zudem endlich barrierefrei umgebaut wird", sagte Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) beim gestrigen Startschuss für die Umbauarbeiten. Wie wichtig die kleinen Bürgerämter in den Stadtteilen sind, vor allem um Senioren weite Wege zu ersparen, das weiß auch Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU), der sich bereits vor einigen Jahren für deren Erhalt eingesetzt hat. Mit Erfolg. Nach und nach werden die Ämter umgebaut und vergrößert. In manchen gab es bislang gar nur einen Arbeitsplatz.

Frankfurt: Stadt investiert viel Geld in Nieder-Eschbach

Fünf werden es künftig in Nieder-Eschbach sein, 600.000 Euro investiert die Stadt in den Umbau, der erst außen stattfinden wird, damit der Betrieb des Bürgeramtes so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann. "Momentan wird das Bürgeramt in der Nordweststadt modernisiert und großzügig erweitert. Erst wenn dies wieder geöffnet ist, werden wir das in Nieder-Eschbach schließen und mit den Innenarbeiten beginnen", betonte Schneider. Im Sommer, hofft er, könne das Amt in der Nordweststadt wieder öffnen.

600 000 Euro investiert die Stadt in den Umbau in Nieder-Eschbach. Neben den zusätzlichen Arbeitsplätzen wird ein weiterer Warteraum eingerichtet. Zum Teil wird die Ausstattung ausgetauscht und der Brandschutz erneuert. Den Standort Nieder-Eschbach zu modernisieren, sei nicht leicht umzusetzen, da die Möglichkeiten auf dem vergleichsweise kleinen Grundstück begrenzt sind. Die Kapazitäten könnten lediglich durch die Nutzung des eingeschossigen Anbaus erweitert werden, so Schneider. Dieser wird über einen bautechnisch anspruchsvollen großen Durchbruch in die tragende Außenwand mit dem Hauptgebäude verbunden.

Frankfurt: Auch der Vorgarten in Nieder-Eschbach soll größer werden

Die Räume im Obergeschoss werden derweil nur geringfügig umstrukturiert. Im neuen Warteraum der Ehrenbeamten ermöglicht ein großer Tisch Schiedsgerichtsverhandlungen mit bis zu acht Teilnehmern.

Durch die Änderungen am Vorgarten muss der erst vor zwei Jahren aufgestellte Bücherschrank versetzt werde. Er wandert während der Arbeiten an die Ecke zur Fritz-Erler-Straße, kommt später aber wieder in den dann deutlich größeren und bis zur Erler-Straße reichenden Vorgarten. Dafür wiederum Platz machen muss die Bodenhülse für den Weihnachtsbaum, der Jahr für Jahr vor dem Rathaus leuchtet. Für ihn gibt es derweil noch keine Lösung. (Judith Dietermann)

Große Pläne gibt es auch für das Rebstockbad in Frankfurt: Im Sommer 2021 soll das Bad abgerissen werden. Die Pläne für den Neubau lesen sich spektakulär.

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