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Endlich wird Frankfurt auch in der realen Welt zur Stadt der Mode

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Von: Enrico Sauda

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Saisonunabhängig und nachhaltig ist die Mode von Alisa Menkhaus, die gestern noch auf der Suche nach Models wie diesem war. FOTOs: Enrico Sauda
Saisonunabhängig und nachhaltig ist die Mode von Alisa Menkhaus, die gestern noch auf der Suche nach Models wie diesem war. © enrico sauda

Die Fashion Week startet mit Ausstellungen und Schauen. Neben Helmut Fricke ist auch Alisa Menkhaus dabei.

Frankfurt -Die Fashion Week geht zwar anders über die Bühne als geplant, dennoch liefen gestern die Vorbereitungen für die heutigen Shows auf Hochtouren. Modedesignerin Alisa Menkhaus etwa stand im Jumeirah-Hotel vor einer Wand voller Model-Portraits. Es galt, unter den vielen Bewerbern diejenigen zu finden, die am besten zu den Looks der aktuellen Kollektion mit dem Namen "Continuous Love" (fortschreitende Liebe) passen. Das ist die englische Übersetzung des Namens ihres Labels SusumuAi: Susumu ist der Vorname ihres Großvaters, Ai ist der erste Buchstabe ihres Namens in japanischer Sprache und bedeutet Liebe.

"Es ist wunderbar, dass die Show stattfindet", sagt die 30-Jährige, die am Sonntag aus Berlin anreiste, Frankfurt aber gut kennt. "Ich war oft mit meinen Freundinnen zum Shoppen und Feiern hier", so die Modemacherin, deren Mutter Opernsängerin ist - "vielleicht kommt daher das Kreative in mir". Vielleicht aber auch daher, dass ihre deutsche Oma aus Osnabrück Brautmodenschneiderin war - ihre Nähmaschine steht bei SusumuAi, das sie mit ihrem Bruder Keiho Menkhaus betreibt.

Die Outfits gibts am Tag danach im Frankfurter Pop-Up-Shop zu kaufen

30 Looks will sie heute vorstellen. Am Tag nach der Modenschau gibt es sie im Pop-Up-Shop im Jumeirah zu kaufen. "Das finde ich sehr gut. Sonst gibt es neue Kollektionen erst ein Jahr später zu kaufen", sagt Menkhaus, die in Tokyo zur Welt kam. Als sie zwölf war, zog die Familie von der Großstadt nach Goßfelden bei Marburg, aber gleich nach dem Abi ging Menkhaus zurück in ihre Geburtsstadt und begann dort ein Praktikum beim Modemacher Roberto Cavalli . Danach zog es sie nach Berlin, wo sie Design studierte. Heute entstehen dort ihre Kollektionen, die auch in Berlin gefertigt werden. "Nun ist das alles viel schneller."

Ihrer Kollektion ist saisonunabhängig. "Wir wollen Kleidung, die für jeden gut zu tragen ist." Deshalb laufen auch nicht nur Menschen mit Modelmaßen. Auch Nachhaltigkeit spielt bei SusumuAi - anders als bei anderen - eine wichtige Rolle "Die Modebranche braucht wohl noch lang, um nachhaltig zu sein. Aber wir sind auf dem richtigen Weg."

Frankfurter Modefotograf Helmut Fricke eröffnet seine Ausstellung

Organisiert wird diese Aktion, wie etliche andere, von "Aaarea", einem Zusammenschluss von elf Kreativ-Agenturen mit dem Ziel, Stadt und Region zu bestimmten Themen und Anlässen zu aktivieren und facettenreiche Angebote zu schaffen. Zu diesen gehört auch die Eröffnung der Ausstellung des Fotografen Helmut Fricke unter dem Titel "Helmut Fricke Fashion", eine Retrospektive mit Werken des Frankfurter Modefotografen an verschiedenen Orten. An der Schillerstraße 16 etwa sind drei Fotografien ausgestellt, jeweils mehrere Meter lang und hoch. Sie zeigen zwei Schauen des Modepapstes Karl Lagerfeld und eine eines Sportbekleidungsherstellers.

Modedesignerin Alisa Menkhaus kennt Frankfurt schon - sie kommt immer wieder mit ihren Freundinnen her, um zu shoppen. Nun ist sie hier, um ihre Kollektion vorzustellen.
Modedesignerin Alisa Menkhaus kennt Frankfurt schon - sie kommt immer wieder mit ihren Freundinnen her, um zu shoppen. Nun ist sie hier, um ihre Kollektion vorzustellen. © enrico sauda
Die Ausstellung des Modefotografen Helmut Fricke ist noch bis 27. Februar an verschiedenen Orten in Frankfurt zu sehen.
Die Ausstellung des Modefotografen Helmut Fricke ist noch bis 27. Februar an verschiedenen Orten in Frankfurt zu sehen. © Enrico Sauda

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