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Letzte Arbeiten stehen in der Berger Straße 125 noch an. Die Eröffnung des Gebäudes mit mehreren Geschäften steht kurz bevor. In dem Objekt war früher eine Saturn-Filiale.

60 neue Wohnungen und Geschäfte

Frankfurt: Endspurt am „Berger Village“ - Neugestaltung des ehemaligen Saturn-Areals ist fast fertig

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60 Wohnungen sowie mehrere Geschäfte wird es im „Berger Village“ in der Berger Straße geben. Die Eröffnung steht bevor.

Der Name klingt vielversprechend. „Berger Village“ haben Matthias Wieder von Alba Bauprojektmanagement und seine Kollegen im Arbeitstitel das genannt, was derzeit auf dem Gelände des früheren Saturn-Elektromarktes im Frankfurter Stadtteil Bornheim entsteht. Ende 2013 hatte die Technikkette ihre Filiale an der Berger Straße zugemacht, seither gab das Gebäude keinen schönen Anblick mehr ab.

Auch die umliegenden Geschäfte bekamen die reduzierte Attraktivität des Viertels zu spüren, mussten teilweise einen deutlichen Rückgang der Einnahmen hinnehmen. Nicht alle haben das offenbar verkraften können, denn bis zu fünf Läden waren bisweilen gleichzeitig leer.

Eröffnung im Februar

Nun jedoch stehen die im Sommer 2017 begonnenen Umbaumaßnahmen des verlassenen Gebäudes vor dem Abschluss. Schon Mitte Februar sollen das erste Geschäft darin, ein Rewe-Markt im Untergeschoss, sowie ein Sportstudio der Marke Fitseveneleven im zweiten Obergeschoss eröffnen. In der zweiten Märzhälfte folgt ein Ableger des amerikanischen Modehauses TK Maxx und Anfang April die Drogerie Müller, die sich beide das Erdgeschoss und den ersten Stock teilen.

Über den etwa 8000 Quadratmeter umfassenden Gewerbeflächen sind Wohnungen entstanden, mehr als 60 an der Zahl, ein Fünftel davon barrierefrei. Sie verfügen über bis zu vier Zimmer und weisen Flächen von 30 bis 110 Quadratmeter auf. Die Ausstattung sei gut, betont Wieder, enthalte Einbauküchen oder auch Eichenholz-Parkett. Alle Appartements sollen vermietet werden, Eigentumswohnungen sind nicht vorgesehen.

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„Wir haben schon sehr viele Interessenten dafür“, so der Alba-Mitarbeiter. Doch die Höhe der Mieten stehe noch nicht fest, und man könne sich auch noch bei ihm persönlich oder seinem Unternehmen für einen Einzug bewerben.

„Die Wohnungen, die es vorher gab, waren in einem furchtbaren Zustand“, erzählt Wieder. Sie dienten als Zuhause einst überwiegend dem Personal des Kaufhofs, der in den 1970er Jahren und damit vor dem 1985 eingezogenen Elektromarkt das Gebäude nutzte. „Der gesamte Rohbau ist stehen geblieben“, sagt der Projektverantwortliche. Doch natürlich habe man gründlich saniert und die beiden Obergeschosse mit den einst 60 Appartements sogar komplett abgerissen und neu gebaut. Die Wohnfläche wurde dabei auf rund 3300 Quadratmeter verdoppelt.

Entstanden ist dabei auch eine Grünfläche, die man von der Straße aus nicht sieht und die den Unterkünften einen dörflichen Charakter verleihen soll, der sich in der Bezeichnung „Berger Village“ widerspiegelt. Hier gibt es laut Wieder für Kinder mehrere Sandkästen zum Spielen und sogar plätschernde Brunnen. Ein gewundener Weg führt zu den Eingängen, im Frühjahr sollen durch Bepflanzung kleine Gärten entstehen.

Nicht öffentlich

Die Spiel- und Erholungsanlage, die die Bekanntschaft zwischen den einzelnen Mietparteien fördern soll, wird aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich, sondern den Bewohnern des Komplexes vorbehalten sein. Anders als die gerne genutzte Tiefgarage, die erhalten bleibt und in der Mietern wie Geschäftskunden insgesamt 170 Plätze zur Verfügung stehen werden. Die Einfahrt erfolgt über die Heidestraße, über die auch die Geschäfte beliefert werden und in der in naher Zukunft weitere 40 Mietwohnungen entstehen sollen. Darüber hinaus soll es Stellmöglichkeiten für Zweiräder geben.

Schon seit Längerem ist deutlich zu erkennen, wie sehr sich die Fassade in der Berger Straße 125 verändert hat, um sich besser in die Nachbarschaft einzufügen. Das Gebäude mutet nun wie drei Häuser an und orientiert sich, so heißt es aus dem Architektenbüro, an den Altbauten auf der gleichen Straße.

In dieser wird die Entwicklung sehr begrüßt. Nicht nur, weil das Viertel schöner geworden ist. Sondern auch, weil das Gewerbe um das „Berger Village“ davon profitiert, dass die eigenen Kunden wieder bessere Parkmöglichkeiten in dem eng bebauten Stadtgebiet erhalten.

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