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Juristin, Schriftstellerin, vielleicht bald auch Schauspielerin und ? nicht zuletzt ? auch Mutter: Laura Karasek-Briggs kann nicht über Langeweile klagen.

Laura Karasek-Briggs

Das Energiebündel dreht richtig auf

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Ein bisschen Pech und Ärger hatte sie vor kurzem. Sie war mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg von einer schönen Party, als einige Rüpel ihr den Weg versperrten, sie ablenkten und ihre

Ein bisschen Pech und Ärger hatte sie vor kurzem. Sie war mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg von einer schönen Party, als einige Rüpel ihr den Weg versperrten, sie ablenkten und ihre Handtasche aus dem Fahrradkorb stahlen. Das sei um so ärgerlicher, weil sich darin alles befand: Ausweispapiere, Geldbeutel mit allen möglichen Karten und natürlich ihre Medikamente und Utensilien, denn Laura Karasek-Briggs, Tochter des Journalisten, Buchautors, Film- und Literaturkritikers sowie Professors für Theaterwissenschaft Hellmuth Karasek , leidet an Diabetes. Doch die 35-Jährige hat ein extrem sonniges Gemüt und ist ein durchweg positiv eingestellter Mensch und nahm alles ohne Groll. Sonst würde sie ihr Pensum wohl auch nicht schaffen.

Die Mutter von Zwillingen ist mehr als vollbeschäftigt. Und das, obwohl sich die Juristin gerade eine Auszeit nimmt. Seit einigen Monaten hat sie ihre Kanzlei nicht mehr von innen gesehen. Stattdessen geht sie täglich in ein anderes „Büro“ und schreibt dort an ihrem zweiten Roman, dem Nachfolger ihres Liebesromans „Verspielte Jahre“, der 2012 bei Bastei-Lübbe erschien. „Zuhause kann ich nicht schreiben“, sagt Laura Karasek-Briggs. Da wären die Ablenkungen zahlreich. „Und meine Kinder mag ich lieber als den Laptop“, gibt sie scherzhaft zu bedenken. Mit dem Roman ist sie schon weit. „Mehr als die Hälfte habe ich bereits“, sagt sie. Und das bei einem Arbeitspensum, das so manchen Vollzeitbeschäftigten in die Knie zwingen würde. Denn bereits im Januar war sie mit ihrem Bruder Niko Karasek , einem TV-Journalisten, in Bangkok. „Dort haben wir einen Pilotfilm für einen Privatsender für ein Dokutainment-Format gedreht, das wohl noch dieses Jahr ausgestrahlt werden wird“, gibt sie sich kryptisch. Und für Laura Karasek-Briggs geht – hoffentlich – auch bald ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. „Ich habe nämlich auch einen Pilotfilm für das öffentlich-rechtliche Fernsehen gedreht, und ich bekommen ein eigenes Talk-Format“, jubelt sie. „Eine Jura-Show wäre am besten“, so die Juristin, die ihrem Beruf mit Leib und Seele nachgeht.

„Mein erster Traum war, einen Roman zu veröffentlichen“, sagt sie. Und wenn „Verspielte Jahre“ mal verfilmt werden sollte, dann am liebsten mit der gebürtigen Mainzerin Paula Beer in der Hauptrolle. Sie wurde übrigens mit der Serie „Bad Banks“ bekannt, die im Frühjahr ausgestrahlt und zu großen Teilen auch in Frankfurt gedreht wurde. „Am liebsten würde ich selbst bei der Fortsetzung dieser großartigen Serie mitspielen“, sagt Laura Karasek-Briggs. Dann wäre sie auch noch Schauspielerin. Doch das ist – wenn überhaupt – Zukunftsmusik.

Konkret ist dagegen, dass Laura Karasek-Briggs für das Finanz- und Verbraucher-Web-Magazin „Zaster“ schreibt, hinter dem unter anderem Kai Diekmann , der ehemalige Bild-Chefredakteur, steckt. „Als er mich gefragt hat, ob ich mitmachen wollte, habe ich sofort zugesagt“, erinnert sie sich. „Ich habe per Sprachnachricht ,Ja’ gesungen.“ Sie hat zum Start einen launigen – welchen auch sonst – Artikel geschrieben und versucht, die Frage zu beantworten, warum die Phönizier zwar das Geld erfunden haben, aber zu wenig davon. „Ich finde den verkrampften Umgang mit Geld schade“, sagt sie. „Man hat doch immer Geldsorgen, aber ich bin der Ansicht, dass Geld da ist, um ausgegeben zu werden“, sagt Laura Karasek-Briggs.

Wenn das mit ihr so weitergeht, wird sie bald so viel davon haben, dass sie gar nicht mehr weiß, wie sie es ausgeben soll.

(es)

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