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Ärger in Frankfurt: Halbleere Busse und enge Straßen sorgen für Empörung

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Von: Judith Dietermann

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Manchmal wird es eng in Frankfurt: Begegnen sich zwei Busse und wird auf der einen Straßenseite geparkt.
Manchmal wird es eng in Frankfurt: Begegnen sich zwei Busse und wird auf der einen Straßenseite geparkt. © privat

In Frankfurt wettern die Anwohner gegen eine verlängerte Buslinie – doch die Lösung sorgt für noch mehr Streit.

Frankfurt – Noch bevor der erste Bus der verlängerten Linie 69 Mitte Dezember durch die Kurhessenstraße in Frankfurt rollte, protestierten die Anwohner. Weil sie genau das befürchteten, was nun immer wieder eintritt. Und zwar der Moment, wenn sich zwei Busse begegnen, an Stellen, an denen am Straßenrand geparkt wird. Die Folge: eines der Fahrzeuge muss auf den Gehweg ausweichen.

Immer wieder komme es zu solchen Situationen, berichten die Anwohner – sowohl Hausbesitzer, als auch Mieter. Die sich nun nicht nur in ihren Befürchtungen bestätigt sehen, sondern zugleich auch die Notwendigkeit der Linie anzweifeln. Viele der Busse, die seit dem Fahrplanwechsel im 30-Minuten-Takt vom Weißen Stein bis zum Markus-Krankenhaus fahren, seien „sehr dünn besetzt“.

Anwohner kritisieren neue Linie: Kaum Fährgäste auf der Linie 69 in Frankfurt?

Kritische Worte, die auch der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) kennt. Einstimmig haben die Stadtteilpolitiker deshalb eine Anregung von CDU, FDP und SPD angenommen, die fordert, auf der Strecke kleinere Busse einzusetzen. Mehrheitlich haben sich die Ortsbeirats-Mitglieder zudem dafür ausgesprochen, ihnen nach sechs Monaten eine Bestandaufnahme der Nutzung vorzulegen.

Verlässliche Zahlen, sagt Klaus Linek, Sprecher der lokalen Nahverkehrsgeslleschaft Traffiq, werde es erst nach etwa einem Jahr geben. Bereits jetzt, also nach drei Monaten, darüber zu berichten, wie die verlängerte Linie angenommen wird, sei schwierig. „Wir sind zufrieden“, sagt er nur.

Problem mit den sich begegnenden Bussen: Parkplätze sollen Abhilfe in Frankfurt schaffen

Rund zwei Drittel, der Fahrgäste, die bis zum Weißen Stein die Linie nutzten, seien auf der Verlängerung unterwegs. Allerdings, betont Linek, seien die Zahlen für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs seit Beginn der Corona-Pandemie „generell eingebrochen“.

Das Problem mit den sich begegnenden Bussen und dem Ausweichen auf den Gehweg sei bekannt. Allerdings komme dies „relativ selten“ und meist „an einer Ecke“ vor, sagt er. Und zwar an der Einmündung zur Höllbergstraße, auf Höhe einer Grundstückseinfahrt. Wofür man nach einer Lösung gesucht und diese auch gefunden habe. „Zwei bis drei Parkplätze werden wegfallen und eine Art Bucht eingerichtet. Dort hinein kann der eine Busse dann bei einer Begegnung ausweichen“, erklärt Klaus Linek. Diese sei auch wichtig, um die Zuverlässigkeit, sprich Pünktlichkeit, der Busse zu garantieren. Weil das Fahren in eine Bucht freilich weniger Zeit koste, als das Ausweichen auf den Gehweg.

Anwohner in Frankfurt sind sauer: „Erst der Bus und jetzt werden Parkplätze genommen“

Eine Maßnahme, über die die Anwohner bereits von einem Nachbarn informiert wurden. „Erst haben wir den Bus bekommen und jetzt werden uns auch noch Parkplätze genommen. Das finden wir nicht gut“, sagen sie. Und auch den Vorschlag des Ortsbeirates, kleinere Busse einzusetzen, sehen sie kritisch. Auch wenn „die Grundidee gut“ sei, wäre dies nur möglich, wenn der Bus am Weißen Stein getauscht werde. Denn bis dort, so die Anwohner, werde die Linie 69 „wirklich gut genutzt“. Das sei jedoch „völlig unrealisitisch“.

Das sieht Klaus Linek genauso. Zwar seien auf der Strecke schon einmal Midi-Busse eingesetzt worden. Das habe man jedoch schnell wieder verworfen, da die Kapazitäten für den Schülerverkehr schlichtweg nicht ausgereicht hätten. „Die Fahrgastzahlen auf dem älteren Abschnitt sind dafür deutlich zu hoch“, sagt er. Dass die Busse in der Kurhessenstraße zu schnell fahren würden, auch darüber hatten sich Anwohner beklagt, könne er sich derweil nicht vorstellen. Das lasse die dortige Parksituation nicht zu, sagt er. Im Großen und Ganzen hielten sich die Beschwerden ohnehin in Grenzen. Freilich gebe es die, aber mindestens auch genau so viele Befürworter für die verlängerte Linie. Auf der die Haltestellen „Am Schwalbenschanz“ und „Höhenblick“ übrigens barrierefrei ausgebaut werden sollen – wenn die Kurhessenstraße saniert wird. (Judith Dietermann)

Immer wieder kommt es in Frankfurt zu Verkehrsproblemen, zuletzt sorgte die geplante Sperrung des Mainkais für Aufsehen.

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