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Dieses Trio arbeitet am Konzept für das neue, private Gymnasium: Arno Brandscheid, Geschäftsführer der Erasmus-Schule (Mitte), Yvonne Israel und Matthew Bonnici, die Leiter der bislang noch getrennt arbeitenden Grundschulen.

Erasmus-Schule eröffnet Gymnasium

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Zum neuen Schuljahr wird nicht nur in Westhausen ein weiteres Gymnasium eröffnet. In Bockenheim geht das private Gymnasium der Erasmus-Schule an den Start. Es bietet Platz für 50 Fünftklässler.

Im zehnten Jahr ihres Bestehens will die private Erasmus-Schule ein neues Kapitel aufschlagen: Nach Kindergarten und Grundschule wird unter dem Namen des berühmten Humanisten in Frankfurt ein Gymnasium eröffnen. Zugleich werden aus zwei Grundschulen eine, die Marke „Mundanis“ verschwindet.

So sehen die Pläne des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) als Träger zweier Privatschulen aus. Bereits 2011 hatte der vor allem auf dem Sozial- und Kita-Sektor agierende Verband die Erasmus-Grundschule zusammen mit den übrigen Einrichtungen der insolventen Lehrerkooperative übernommen. Im vergangenen Sommer kaufte er die „Mundanis Frankfurter Stadtschule“ dazu, die nach einer langen Fehde zwischen der Heidelberger SRH-Holding als Träger und dem Gründungsschulleiter ihren guten Ruf und einen Großteil der Schüler verloren hatte.

Nach einem Jahr der Findung läuft der Betrieb in den beiden Kitas wie gewohnt weiter, sollen beide Grundschulen aber in einer aufgehen – und das Gymnasium mit zwei fünften Klassen Ende August neu hinzukommen. Dank der Genehmigungen, die für Mundanis bereits vorlagen, kann die private Einrichtung sofort als staatlich genehmigte Ersatzschule starten; sie erhält Zuschüsse vom Land, der Unterrichtsstoff wird nach dem vorgeschriebenen Kerncurriculum ausgewählt. Der Weg zum Abitur wird wie an den meisten öffentlichen Schulen neun Jahre dauern. Die Besonderheiten des Erasmus-Gymnasiums sind Reformpädagogik, Vielsprachigkeit und die umfassende Betreuung der Schüler – täglich bis 18 Uhr sowie auch in den Ferien.

So stehen auch in der weiterführenden Schule – wie schon in der Erasmus-Grundschule – „Freiarbeitsphasen“ neben „Inputs“ vonseiten der Lehrer auf dem Stundenplan. Und es werden auch dort gleichzeitig drei Sprachen im Unterricht gelehrt und in bilingualen Kursen sofort angewandt: Deutsch, Englisch und Spanisch. „Wir erwarten nicht, dass unsere Fünftklässler alle drei Sprachen schon beherrschen. Wir gehen von vielen Niveaustufen aus, die wir bis zum Ende der siebten Klasse auf einen gemeinsamen Stand führen können“, erklärte Matthew Bonnici, Leiter der Erasmus-Schule, der zusammen mit seiner Kollegin Yvonne Israel von Mundanis das Konzept für das Gymnasium erarbeitet.

Vor allem aus der eigenen Grundschule sollen dessen Schüler kommen – getreu dem Konzept der Stadtschule, die von der Kita bis zum Abitur den Kindern alles unter einem Dach bieten will. Aber auch Kinder aller übrigen Grundschulen würden bei entsprechender Eignung – und Zahlungskraft der Eltern, das Schulgeld beträgt 680 Euro im Monat – am Privatgymnasium aufgenommen. Interessenten können sich ab sofort melden – oder am Tag der offenen Tür am 13. Februar vorstellig werden.

Auch zur Mundanis-Schule gehörte ein Gymnasium, knapp 20 Schüler werden dort in den Jahrgängen sechs und sieben noch unterrichtet. Sie können nicht in die neue Schule wechseln, weil diese „organisch ab Klasse fünf wachsen soll“, wie ASB-Geschäftsführer Arno Brandscheid sagte. Die Mundanis-Grundschüler können hingegen bleiben, werden als letzte Jahrgänge weiter nach diesem Schulkonzept unterrichtet, auch wenn an der Privatschule künftig das Erasmus-Profil das verbindliche ist. Fünf erste Klassen will die Schule im August neu eröffnen, vermutlich werden sie im bislang von Mundanis genutzten Schulgebäude an der Voltastraße unterrichtet.

Aber nicht für lange. Gerade ist der ASB dabei, einen neuen, zentral gelegenen Standort für seine Schulen zu suchen. In den nächsten Wochen will Brandscheid bekanntgeben, wo Grundschule und Gymnasium künftig logieren werden.

Weitere Informationen zur Erasmus-Schule bekommen Sie im Internet unter der Rufnummer (0 69) 25 62 88 91 20 oder .

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