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Polizei-Großeinsatz in Frankfurt: Zwei Personen verhaftet - riesiges Waffenlager gefunden

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Von: Christoph Sahler, Sebastian Richter, Florian Dörr, Erik Scharf

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Im Frankfurter Stadtteil Oberrad läuft ein größerer Polizeieinsatz. (Symbolfoto)
Im Frankfurter Stadtteil Oberrad läuft ein größerer Polizeieinsatz. (Symbolfoto) © Stephan Goerlich/Imago

Ein Großeinsatz der Polizei am Montagmorgen (12. September) in Frankfurt endet mit zwei Verhaftungen. Am nächsten Tag finden die Beamten ein Waffenlager.

Update vom Dienstag, 13. September, 21.38 Uhr: Nach der Gefährdungslage am Montagmorgen (12. September) in Frankfurt sind zwei Personen festgenommen worden. Bei einem 34 Jahre alten Tatverdächtigen wurde eine Schusswaffe sichergestellt. In seinem Elternhaus sind nun eine große Menge weiterer Waffen gefunden, wie die Polizei Frankfurt am Dienstag berichtet.

„Im Verlauf des gestrigen Tages stellte sich im Zuge der Ermittlungen heraus, dass der 34-jährige Tatverdächtige im Besitz von weiteren Waffen ist“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Diese wurden demnach im Haus seiner Eltern in Viernheim gefunden, das die Polizei mit einem richterlichen Beschluss durchsucht hatten.

Die Polizei fand „eine Vielzahl an Langwaffen und Pistolen samt Munition in vierstelliger Höhe“. Zudem wurden die Waffen und die Munition nicht vorschriftsgemäß aufbewahrt, wie es von der Polizei weiter heißt. Die Ermittlungen dauern an.

Großeinsatz der Polizei in Frankfurt: Zwei Personen verhaftet - Hintergründe jetzt bekannt

+++ 17.25 Uhr: Von einer „polizeilichen Maßnahme“ ist am Montagmorgen (12. September) die Rede gewesen, als die Polizei in Frankfurt-Oberrad ein Gebiet um die De-Neufville-Straße absperrte und Eltern dazu aufforderte, ihre Kinder nicht in den im Gefahrenbereich liegenden Kindergarten zu bringen. Anschließend meldeten die Beamten die Festnahme von zwei Personen. Zu den Gründen des Einsatzes hat sich die Polizei erst jetzt geäußert.

Demnach wurde der Dienststelle gegen 07.20 Uhr ein stark beschädigte Auto in einer Tiefgarage gemeldet. Laut Zeugenaussage gehöre der Wagen einem Nachbarn. Außerdem stellte der Mann Blutspuren im Treppenhaus fest und machte sich Sorgen, um seinen 34-jährigen Nachbarn und dessen 33-jährigen Mitbewohnerin.

Großeinsatz in Frankfurt: SEK nimmt zwei Personen fest - Blutspuren an beschädigtem Auto gefunden

Bereits am Tag zuvor sei es zu einem einen Streit zwischen den beiden gekommen, sagte der Zeuge gegenüber der Polizei. Die Beamten fanden heraus, dass der betreffende 34-jährige Mann im Besitz eines Waffenscheins ist. „Der Gesamtumstand hatte zur Folge, dass die Polizei den Einsatzraum weiträumig absperrte und das Spezialeinsatzkommando hinzuzog“, erklärte die Polizei Frankfurt nun. Nachdem mehrere Kontaktaufnahmen mit den Bewohnern fehlgeschlagen waren, näherte sich das SEK der Wohnung.

Der 34-Jährige habe anstandslos die Tür geöffnet und wurde festgenommen. Die 33-jährige Frau wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen. Beide Personen waren unverletzt. Nun durchsuchte die Polizei die Wohnung und fand eine Schusswaffe, die der Mann legal besitzt. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es zu keiner Zeit zu einer Bedrohungssituation“, berichtet die Polizei.

Das unfallbeschädigten Auto ordneten die Ermittler einer Unfallflucht aus der vergangenen Nacht in Frankfurt-Fechenheim zu. Wessen Blutspuren am Wagen gefunden wurden, teilten die Beamten noch nicht mit. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Festgenommenen wieder entlassen. Der 34-jährige Beschuldigte muss sich nun wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Großeinsatz der Polizei in Frankfurt: Zwei Personen in Gewahrsam genommen

+++ 12 Uhr: Die Polizei Frankfurt will in Kürze die Sperrungen rund um die De-Neufville-Straße in Oberrad aufheben. Nach dem großen Polizeieinsatz am Montagmorgen (12. September) gebe es am betroffenen Gebäude aber weiter polizeiliche Maßnahmen, teilten die Ermittler auf Twitter mit. Was dort vorgefallen war, ist nicht bekannt.

+++ 11.22 Uhr: Der große Polizeieinsatz in Frankfurt-Oberrad scheint dem Ende entgegenzugehen. Die Polizei hat in der Wohnung, in der sie eine Gefahrenlage vermutete, zwei Menschen angetroffen und in Gewahrsam genommen, wie es auf Twitter heißt. Nähere Angaben machten die Ermittler zunächst nicht. Der Betrieb in der Kindertagesstätte „Ki. Bi. Z“ laufe jetzt aber wieder uneingeschränkt.

Großeinsatz der Polizei in Frankfurt dauert an – Kita-Kinder nicht in Gefahr

+++ 10.39 Uhr: Der große Polizeieinsatz in Frankfurt-Oberrad ist noch nicht abgeschlossen. Die Lage ist weiter nicht vollständig klar, wie die Polizei auf Nachfrage erklärt. Sicher ist: Die Gefährdung von Menschen in einer Wohnung kann nicht ausgeschlossen werden. Weitere Angaben zu den Hintergründen machten die Beamten bislang nicht.

Entgegen anders lautender Medienberichte ist die Kita „Ki.Bi.Z.“ in Frankfurt-Oberrad nicht evakuiert worden.. Eine Gefährdungslage für Kinder oder Erwachsenen vor Ort besteht laut Polizei nicht.

Großer Polizeieinsatz in Frankfurt-Oberrad: Größerer Bereich um De-Neufville-Straße abgeriegelt

Erstmeldung vom Montag, 12. September, 8.37 Uhr: In Frankfurt läuft derzeit ein größerer Polizeieinsatz. Im Stadtteil Oberrad ist der Bereich um die De-Neufville-Straße weiträumig abgesperrt, teilte die Polizei Frankfurt am Montagmorgen (12. September) via Twitter mit.

Über die Hintergründe des Einsatzes ist bislang noch nichts bekannt. Autofahrer sollen den Bereich weiträumig umfahren. Eltern von Kindern, welche in die Kita „Ki.Bi.Z.“ gehen, sind aufgefordert, zum jetzigen Zeitpunkt ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen. Eine aktuelle Gefährdung für Kinder, Eltern oder Angestellte soll jedoch nicht vorliegen. Die Lage ist weiter unklar. (esa)

Erst Anfang August kam es zu einem großen Polizeieinsatz in Frankfurt. Dabei wurde ein Mann erschossen.

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