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Gastro-Neueröffnung in Frankfurt: In Café-Bar „Le Petit Café“ steht Selbstgemachtes im Fokus

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Von: Stefanie Wehr

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Neueröffnung in Frankfurt: Die Café-Bar „Le Petit Café“ will mit Barista-Kunst, Croissants und Kuchen überzeugen. Die gute Laune der Betreiber steckt an.

Frankfurt - Kosta Jovanovski (37) hat sich einen Traum erfüllt. Ebenso breit wie er grinsen Kaffeebohnen im Regal, die sorgfältig als Smiley ausgelegt sind, und handgemalte Smileys auf Bechern. „Die Leute sollen sich wohlfühlen und lächeln“, sagt er lachend hinter der Kaffeemaschine mit den knallroten Ecken. Als Teenager hatte er in seiner Heimat Mazedonien ein Lieblingscafé mit dem Namen Le Petit Café. „Als ich hier das erste Mal reinkam, habe ich sofort daran gedacht. Es ist klein, gemütlich und Kaffee gibt es jede Menge“, erzählt der Vater von zwei Kindern (3 und 6 Jahre), der gemeinsam mit seiner Frau Anja (34) die Gäste begrüßt.

„Die Deko hat Anja selbst gemacht, nur die Möbel haben wir gekauft“, berichtet der dynamische Mann, den alle Kosta nennen, stolz. „Und den Kuchen backt auch sie“, fügt er hinzu. „Dafür kannst du Latte-Art, die musst du mir noch beibringen“, lacht Anja, die in Polen geboren wurde.

Neue Café-Bar in Frankfurt: Kuchen für „Le Petit Café“ werden selbst gebacken

Mehr als 20 Jahre Erfahrung hat Kosta. Er hat auf zwei Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, in Hotels, Bars, Pubs und Clubs in Mazedonien, Kroatien und Griechenland gearbeitet. Als Cocktail-Mixer und Barista ist er bei vielen Wettbewerben angetreten und hat einige davon gewonnen.

Kosta Jovanovski und seine Frau Anja setzen auf selbst gebackene Kuchen und ihre freundliche Art.
Kosta Jovanovski und seine Frau Anja setzen auf selbst gebackene Kuchen und ihre freundliche Art. © Schramek

Die gute Laune des Paares steckt an. Jeder Gast wird freundlich begrüßt, es werden Scherze gemacht. Man fühlt sich wohl in dem kleinen Café in Frankfurt. Die Wände sind sanft beige und hellgrau, die Decken weiß, der Boden in mattem Stablaminat, das in sanftem Blau, Grün, Rot und Gelb schimmert. Pflanzen und Spiegel, Kunst und bequeme Sessel lassen Eintauchen in ein bisschen Urlaubsgefühl. Der Kaffee duftet und wird in blauen und braunen Tassen serviert. Knackige Croissants, Focaccia, die von Anja „richtig gut und gewürzt“ gefüllt werden und jede Menge Kuchen locken unter Glasglocken direkt an der Theke, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Ob veganer Schokoladenkuchen oder Pfirsich-Käse-Kuchen, alles ist mit viel Hingabe zubereitet. „Ich liebe Kochen und backen“, erzählt die Frau mit beiger Mütze und rosa Pullover. „Ich bin ein bisschen wie ein Oktopus. Kinder, Kochen, Backen, Dekorieren, Neues entwickeln. Davon bekomme ich nie genug. Ich will immer wieder Neues ausprobieren und lernen, wie es geht“, erzählt sie voller Energie.

Öffnungszeiten

Das Le Petit Café in der Schulstraße 36 ist an sieben Tagen der Woche von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

Vor dem kleinen Café stehen einige kleine Tische mit Mosaik neben dunklen geschnörkelten Metallstühlen. L’Art de Vivre vor und im Le Petit Café. Sanfte Musik, lockere Stimmung und Fenster vom Boden bis zur hohen Decke geben Raum, um sich zurückzuziehen und gleichzeitig das Treiben auf der Schulstraße zu beobachten.

Gastronomie in Frankfurt: Abends gibt es Käseteller im „Le Petit Café“

Abend gibt es Käseteller wie in Frankreich oder mediterrane Antipasti. Neben Kaffee gibt es auch Chai Latte oder heiße Schokolade. „In den nächsten Wochen wollen wir auch anfangen, Smoothies zu machen“, verraten die beiden. Obwohl das Café erst seit zwei Wochen offen ist, gibt es bereits erste Stammgäste. „Man merkt, dass man als Gast hier gemocht wird“, erzählt ein Mann beim zweiten Cappuccino. „Der Service ist super aufmerksam. Die Betreiber machen das, was sie machen, aus tiefstem Herzen und das spürt man“, ist er überzeugt. Kosta nickt und zeigt auf ein Schild hinter der schönen Theke, die mit hellen Holzlatten unter der schwarzen Marmorfläche verkleidet ist. „Good Vibes Only“ steht darauf. Im Fenster hängt eine pinkfarbene Neon-Sprechblase. In gelber Neon-Handschrift steht „hello“ darin geschrieben. Das sind hier keine Worthülsen, sondern das, was Kosta und Anja ausstrahlen. Gute Laune und Willkommen für jeden, der Lust auf einen Kaffee, ein Gespräch oder schöne Atmosphäre hat.

Schon bald wollen sie abends länger öffnen und mit neuen Überraschungen aufwarten. „Mein Traum ist es, noch mehr kleine Cafés aufzumachen“, verrät Kosta. Im Moment steckt sein ganzes Herzblut in den gemütlichen 28 Quadratmetern. „Eines Tages gehen Träume in Erfüllung, wenn man fest an sie glaubt“, ist er sicher. (Sabine Schramek)

In der erweiterten Nachbarschaft südlich des Mains in Frankfurt hat vor wenigen Wochen erst eine andere Café-Bar eröffnet.

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