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In Bremen hat er schon mal Fühlung mit Luka Jovic (unten) aufgenommen: Marco Fabián (oben).

Eintracht Frankfurt

Ersatz für Ante Rebic gesucht

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Ante Rebic wird der Frankfurter Eintracht wegen seines Muskelfaserrisses mehrere Wochen fehlen. Es gibt aber einige Alternativen.

Über Wochen hatte die keine Verletzungen zu beklagen. Doch nun im Endspurt der Liga hat es die Hessen heftig erwischt. Mit Carlos Salcedo (Schlüsselbeinbruch), Omar Mascarell (Fissur am Fuß) und Ante Rebic (Muskelfaserriss) fallen gleich drei potenzielle Stammspieler langfristig aus.

Abwehrspieler Salcedo wird in dieser Saison überhaupt nicht mehr spielen können, bei Mittelfeldspieler Mascarell ist offen, ob und wann er zurückkehrt.

Am Dienstag war der Spanier erneut zu einer radiologischen Untersuchung in Neu-Isenburg. Und bei Stürmer Rebic wurde die Ausfallzeit von der Eintracht auf vier Wochen prognostiziert.

Gerade das Fehlen des kroatischen Angreifers bereitet den Frankfurtern vorm Saisonfinale einiges Kopfzerbrechen. Schon das Spiel am Sonntag (18 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist von enormer Bedeutung für den Kampf um die internationalen Plätze. Bei einer Niederlage würde die Eintracht von den Hoffenheimern überholt werden und auf den ungeliebten Platz sieben zurückfallen, der Qualifikationsspiele für die Europa League nach sich ziehen würde. Bei einem Sieg wäre es eine Art vorzeitige Entscheidung zugunsten der Eintracht im Kampf um Platz sechs.

Rebic war, fasst man die Leistungen in diesem Jahr zusammen, sicherlich der beste Stürmer der Eintracht. An guten Tagen macht er den Unterschied aus, selbst an weniger guten Tagen ist er dennoch immer in der Lage, den Gegnern „weh“ zu tun und mit einzelnen Aktionen die eigene Mannschaft und das Publikum mitzureißen.

Nun aber wird Rebic fehlen, eine direkte Folge der Muskelverletzung, die er sich in Bremen zugezogen hat. Die Frankfurter führen die Verletzung in erster Linie auf die langen Flugreisen zu zwei Länderspielen in den Vereinigten Staaten zurück. „Du fliegst in die USA, fliegst zurück, schläfst nicht, bist übermüdet, dann passiert so was“, war Sportvorstand Fredi Bobic stinksauer. Für „Marketingspiele“ der Kroaten, die in Miami gegen Peru gespielt hatten, habe er zu diesem Zeitpunkt der Saison absolut kein Verständnis.

Aber wen könnte Trainer Niko Kovac nun aufstellen für den flinken Rebic? Es gibt einige Möglichkeiten:

In Bremen wurde Marco Fabián eingewechselt und hat seine Sache gut gemacht. Er ist sicher der erste Kandidat für einen Platz in der Anfangself, auch wenn er natürlich kein wirklicher Stürmer ist. Trainer Kovac hat hohe Erwartungen an den mexikanischen Nationalspieler. „Wenn er für Mexiko spielt, ist er mit Stolz erfüllt“, sagt er, „das erwarte ich von ihm jetzt auch bei uns“.

Naheliegend wäre es, Sébastien Haller, dem immer noch besten Torschützen (acht Treffer), wieder mal eine Chance zu geben. Doch Haller kann sicher nicht über außen kommen wie Rebic. Und ob er zu Luka Jovic passt, der sich zuletzt mit eindrucksvollen Leistungen und vielen Toren in die Mannschaft gespielt hat, ist auch eher fraglich.

Es gibt noch andere Alternativen. Branimir Hrgota hat in der Länderspielpause bei einem Freundschaftsspiel mit vier Toren Werbung in eigener Sache gemacht. Doch dem Schweden geht die Durchsetzungsfähigkeit von Rebic total ab, dafür ist er laufstärker. Vertraut Kovac dennoch Hrgota, müsste er sicher auch das Spielsystem umstellen. Das gilt auch, wenn Mijat Gacinovic in die Mannschaft kommt. Der junge Serbe ist seit einigen Spielen außen vor, könnte aber Rebics Position am linken Flügel einnehmen. Der schmächtige Gacinovic ist der Gegenentwurf zum bulligen Rebic.

Und da wäre ja noch ein möglicher Überraschungsgast, den der Trainer immer mal gerne ins Rennen schickt. Danny Blum könnte das diesmal sein. Blum könnte wie Rebic am linken Flügel mit Wucht die Hoffenheimer Abwehr fordern. Noch kein Kandidat ist Alexander Meier, der jetzt seit knapp drei Wochen im Training steht, aber zumindest auf eine Chance auf der Bank brennt.

Viel Kopfarbeit also für den Frankfurter Trainer.

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