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Dirk Mälzer und Stephan Berger mit Altfried M. Lütkenhaus, Mitglied des Vorstands der Frankfurter Sparkasse (v.l.)

Die Sängerin verwundert mit ihren Aussagen beim Roten Sofa

Erstaunen über Dunja Rajter

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Es ist das Thema, dass seit Wochen und Monaten die Gemüter erhitzt. Über nichts und niemanden streitet und diskutiert die Republik momentan so viel wie über die Flüchtlingsfrage.

Es ist das Thema, dass seit Wochen und Monaten die Gemüter erhitzt. Über nichts und niemanden streitet und diskutiert die Republik momentan so viel wie über die Flüchtlingsfrage. Die Menschen, die aus Syrien, dem Irak und Afghanistan zu uns nach Deutschland strömen, waren bewegendes Thema beim letzten Roten Sofa dieses Jahres.

Im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse sprach Chefredakteur Rainer M. Gefeller vor rund 110 Zuhörern mit zehn Podiumsgästen. Zuvor begrüßten zwei „Neue“ die Anwesenden: Robert Restani , seit wenigen Wochen Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, sowie Oliver Rohloff , seit wenigen Monaten Geschäftsführer der Societäts Medien GmbH. Zu den Besuchern der Veranstaltung zählten außerdem Restanis Stellvertreter Stephan Bruhn sowie Altfried M. Lütkenhaus vom Vorstand der Sparkasse, Thomas Feda , Chef der Tourismus + Congress GmbH, Mathias Müller , Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Evelyn Brockhoff , Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, sowie Otto Völker vom Vorstand der Binding Brauerei AG.

Zu Gefellers Gesprächspartnern gehörte auch die Schauspielerin und Sängerin Dunja Rajter , die sich das Rote Sofa mit Künstler-Manager Bernd Reisig teilte. Rajter kam mit ihrem Mann Michael Eichler zur Veranstaltung unserer Zeitung und erstaunte so manchen Gast mit ihren Aussagen. Die Frau, die vor fast genau fünf Jahrzehnten an der Seite von Mario Adorf , Pierre Brice und Lex Barker „Winnetou“ drehte, sagte: „Flucht ist ein schreckliches Leid, ich musste zum Glück nie flüchten.“ Sie kam damals auf Einladung des Frankfurter Konzertveranstalter-Duos Fritz Rau und Horst Lippmann in die Mainmetropole, um eine Langspielplatte aufzunehmen.

So weit, so wenig überraschend, doch dann gab sie die Bedenkenträgerin: „Die Integration des Islams in unser Land ist sehr schwer, weil der Islam nicht tolerant gegenüber anderen Religionen ist“, sagte die Sängerin. Und weiter: „Viele haben sich integriert. So sieht es zumindest aus, aber Zuhause in den eigenen vier Wänden ist noch alles so, wie der Mohammed es will.“

Das Publikum schüttelte verständnislos den Kopf über so wenig Toleranz. Als die Sängerin dann zur Untermauerung ihrer kruden Thesen Verse aus dem Koran zitierten wollte, griff Moderator Gefeller ein. Er wies darauf hin, dass es sicher Unterschiede zwischen dem Islam und Islamisten gebe – und nahm der Dame so galant den Wind aus den Segeln.

„Ich fand die Veranstaltung ganz prima, weil sie ein brandaktuelles Thema behandelte und das aus verschiedenen Perspektiven – mit Betroffenen, Helfern und Politikern. Und Dunja kann einiges vertragen“, fand Unternehmer Claus Wisser . „So eine Diskussionsrunde ist ganz, ganz wichtig“, meint auch Günter Paul , Rechtsanwalt und Notar. „Wir können gar nicht genug solcher Gespräche führen“, so Paul, der von einer Sache überzeugt ist: „Wir werden von der Situation profitieren, auch wenn das noch dauert.“

(es)

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