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Frank Husemann

36 000 Euro für Erforschung seltener Krankheiten

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Weil bei seinem Sohn Tim eine seltene Krankheit diagnostiziert wurde, verzichtete Frank Husemann auf eine vielversprechende

Weil bei seinem Sohn Tim eine seltene Krankheit diagnostiziert wurde, verzichtete Frank Husemann auf eine vielversprechende Karriere und rief 2002 die NCL-Stiftung ins Leben, um die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben.

Denn sein Sohn leidet an einer Stoffwechselkrankheit, bei der nach und nach die Nervenzellen absterben: Neuronale Ceroid-Lipo-Fuszinose, kurz NCL, oder auch Batten-Syndrom. Zu der Zeit war Husemann bei Accenture als Unternehmensberater tätig und Tim ging in Frankfurt zur Schule. In der Zwischenzeit ist die Stiftung gewachsen und hat weltweit verschiedene Forschungsprojekte gefördert. Zwar gab er seine Stelle bei Accenture auf, doch Husemann hörte nicht komplett auf zu arbeiten.

„Man kann auch 50 statt 80 oder mehr Stunden in der Woche arbeiten“, sagt er. Nun hat er gleich zwei Jobs: In der Stiftung und seinen eigentlichen Beruf – Unternehmensberater.

Zu seinen Aufgaben gehört es auch, Spenden für die Stiftung zu sammeln. Deshalb stellte er ein Benefiz-Abendessen in der Kameha Suite an der Taunusanlage auf die Beine. Und Husemann hatte Erfolg mit seiner Veranstaltung. Insgesamt kamen 80 Gäste und spendeten 36 000 Euro bei diesem Ereignis, für das Oberbürgermeister Peter Feldmann die Schirmherrschaft übernommen hatte – er selbst allerdings schaute nicht vorbei.

Mit dem Geld finanziert die Stiftung zwei Jahre eines Stipendiums für einen Forschungsdoktoranden.

Für die Mainmetropole Frankfurt als Austragungsort entschieden sich die Macher, weil aus Husemanns Zeit bei Accenture noch viele Kontakte bestehen, die die NCL-Stiftung unterstützen.

(es)

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