Pegida-Organisatorin

Evangelische Allianz distanziert sich von Heidi Mund

„Entsetzt“ und „beschämt“ hat sich der Leitungskreis der Evangelischen Allianz von der Frankfurterin Heidi Mund distanziert: Die christliche Fundamentalistin, die „Jesusmärsche“

„Entsetzt“ und „beschämt“ hat sich der Leitungskreis der Evangelischen Allianz von der Frankfurterin Heidi Mund distanziert: Die christliche Fundamentalistin, die „Jesusmärsche“ organisiert und bei Demos wie „Hooligas gegen Salafismus“ und „Kagida“ in Kassel aufgetreten ist, organisiert am heutigen Montag den ersten „Spaziergang“ einer Pegida-Gruppe in Frankfurt mit etwa 300 bis 500 Teilnehmern.

Der Leitungskreis erklärte am Samstagabend: „Wir distanzieren uns von Heidi Mund und ihrem unangemessenen Vokabular“. Man sei „entsetzt“ über die Videos, die im Internet kursierten. „Solch einer Geisteshaltung widersprechen wir in aller Deutlichkeit. Wir schämen uns für Frau Mund“. Die Allianz gebe ihr keinen Raum für ihre Provokationen – „es sei denn, dass sie sich öffentlich von ihrem religiös-nationalistischen Gedankengut distanziert.“

Die Initiatoren von Pegida seien in einigen Allianzgemeinden zwar bekannt, gehörten aber nicht zur Evangelischen Allianz Frankfurt. Der Leitungskreis habe mit dem Pegida-Aufruf nichts zu tun und sei auch nicht zu Rate gezogen worden. Es sei eine Einzelinitiative der verantwortlich zeichnenden Personen.

Der Leitungskreis betont, die Allianz sehe die gesellschaftliche Verantwortung darin, „alle Kräfte zu unterstützen, die für ein friedliches Miteinander in unserem Gemeinwesen einstehen“. Darum unterstütze man auch das Römerbergbündnis, das die Pegida-Gegendemo mit geschätzten bis zu 10 000 Teilnehmern heute um 18 Uhr auf dem Römerberg organisiert. Das Parkhaus Römerberg ist wegen der Demonstrationen heute von 15 bis 23 Uhr geschlossen.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare