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Ein Wohnblock, aufgenommen am 09.01.2017 in Frankfurt am Main (Hessen) aus der Froschperspektive. Durch die Fehlbelegungsabgabe wird für viele Menschen in Hessen das Leben in einer Sozialwohnung künftig teurer. Das Geld soll in den sozialen Wohnungsbau fließen. (zu dpa-Blickpunkt "Wie Hessens Kommunen mit der Fehlbelegungsabgabe umgehen" 10.01.2017) Foto: Susann Prautsch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wohnungsmarkt

Experten: Viele Mieter kennen und nutzen ihre Rechte nicht

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt trauen sich Experten zufolge zahlreiche Mieter nicht, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Betroffene wehrten sich etwa bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse, sagte der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins Frankfurt, Rolf Janßen, der Deutschen Presse-Agentur.

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt trauen sich Experten zufolge zahlreiche Mieter nicht, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Betroffene wehrten sich etwa bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse, sagte der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins Frankfurt, Rolf Janßen, der Deutschen Presse-Agentur.

"Da bekommen wir nur die Spitze des Eisbergs mit." Bestandsmieter scheuten sich häufig, Fragen etwa zur Nebenkostenabrechnung zu stellen. "Die Sorge, eine Kündigung zu provozieren, ist sehr groß", betonte Janßen.

Auch der Leiter der Stabsstelle im Frankfurter Amt für Wohnungswesen, Willi Müller, sagte, es gebe bei Neuverträgen durchaus Verstöße gegen die Mietpreisbremse. Heißt: Die Miete wird kräftiger nach oben geschraubt als zulässig. Allerdings kämen nur wenige Betroffene damit zur mietrechtlichen Beratung. "Sie schlucken das, weil man es schlucken muss", sagte Müller.

Tobias Schmitz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Verein "Mieter helfen Mietern" in Frankfurt, hält die Mietpreisbremse grundsätzlich für unverzichtbar. Wichtig sei aber, vorhandene Schlupflöcher zu schließen. Derzeit seien etwa Vermieter nicht auskunftspflichtig, was die Vormiete angehe. Das müsse sich ändern.

dpa

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