Kommentar

Zukunftsangst? Kennt die politische Elite nicht

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Wenn ein Arbeiter oder Angestellter in Deutschland Mist baut oder gar betrügt, wenn er nicht mehr gebraucht wird oder wenn sein bisheriger Arbeitgeber aufhört, dann verliert er seinen Job. Nicht so, wenn man Politiker ist. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Dann wird dafür gesorgt, dass der Betroffene versorgt ist. Während sich Millionen von Arbeitnehmern den Kopf zerbrechen, ob das Geld für die Rente reicht, dürfen Politiker weiter scheffeln. Und so beweisen sie: Vielen Politikern geht’s gar nicht um Glaubwürdigkeit, sondern um den eigenen Vorteil. David Gill ist der Leiter des Bundespräsidialamts und damit engster Mitarbeiter von Bundespräsident Joachim Gauck. Der will nun bekanntlich aufhören. 

Und nun heißt es im politischen Berlin, Gill – im Rang eines Staatssekretärs – könnte einen Job als Botschafter im Vatikan antreten. Der diplomatische Dienst als Versorgungsanstalt für nicht mehr brauchbare Politiker oder politische Beamte. Denn momentan hat diesen Job Anette Schavan inne. Die war als Bundesbildungsministerin zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass sie bei ihrer Doktorarbeit betrogen hatte. Besonders dreist, weil sie einen anderen akademischen Abschluss nicht vorweisen kann. 

Die Liste lässt sich fortführen: Nachdem 2013 die FDP bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Klausel scheiterte, wurde die Ex-Generalsekretärin Cornelia Pieper „Generalskonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig.“ Jeder Arbeitnehmer lebt mit der Ungewissheit, dass er heutzutage nicht weiß, wie es mit seinem Unternehmen in zwei, drei Jahren weitergeht. Diese Unsicherheit ist der Preis des allgemeinen Wohlstandes und muss daher für alle gelten.

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