Auf der Siemens-Teststrecke sind die Elektro-Lkw bereits im Einsatz.
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Auf der Siemens-Teststrecke sind die Elektro-Lkw bereits im Einsatz.

Umweltfreundlicher Praxistest

Verkehr der Zukunft? Feldversuch mit Elektro-Lkw auf der A5

Frankfurt/Berlin - Sieht so die Zukunft der Logistik aus? Ein Teil der hessischen A5 wird ab Anfang 2019 zur Teststrecke für Elektro-Lastwagen an einer Oberleitung.

Konkret geht es um den Abschnitt zwischen dem Gewerbegebiet Darmstadt-Nord und dem südlichen Teil des Frankfurter Flughafens, wie das Bundesumweltministerium am Donnerstag mitteilte. Die andere Testrecke befindet sich in Schleswig-Holstein und führt vom Lübecker Hafen zu einem Logistikzentrum in Reinfeld (Holstein). Sie ist insgesamt 25 Kilometer lang, sechs Kilometer davon auf der A1 sollen elektrifiziert werden, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin. 

Der Praxistest soll klären, ob Elektro-Lkws eine umweltfreundliche Alternative für den wachsenden Güterverkehr sind - vorausgesetzt, der genutzte Strom stammt aus erneuerbaren Energien. Auf beiden Versuchsstrecken sollen je fünf Prototypen der VW-Tochter Scania zum Einsatz kommen. Die Laster fahren nur elektrisch und sollen so viel Strom aus der Oberleitung ziehen, dass die Batterie für den restlichen Teil der Fahrt ausreichend geladen ist. Das Bundesministerium fördert das Vorhaben als Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 mit rund 35 Millionen Euro.

Nach Einschätzung des Bundesministeriums eignen sich rund 5.000 der 13.000 Autobahn-Kilometer in Deutschland für Verkehr mit Elektro-Lkw. Seit 2011 betreibt Siemens bereits eine drei Kilometer lange Teststrecke zur Entwicklung des elektrifizierten Güterverkehrs in Groß Dölln (Brandenburg). Dort sind entsprechende Elektro-Lkws mit Oberleitung schon im Einsatz. 

Fotos: Elektro-Lkw mit Oberleitung fahren bald auf der A5

Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa-avis
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt.
Auf der Teststrecke in Groß Dölln (Brandenburg) werden Elektro-Lkws an Oberleitungen schon in der Praxis erprobt. © dpa

Aber nicht nur auf der Straße, auch auf den Schienen tut sich etwas. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund will in Zukunft mit umweltfreundlichen Wasserstoff-Zügen in den Taunus fahren. Mit dem Fahrplanwechsel 2022 könnte der futuristische „Coradia iLint“ zum Einsatz kommen. skk

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