+
Symbolfoto

Polizei sucht dringend Zeugen

Graffiti-Schmierfinken unterwegs im Kreis Offenbach

Kreis Offenbach - In Bieber hat die Polizei vier Sprayer geschnappt, die Häuserwände verschandelten. Und auch im Götzenhain waren Schmierfinken unterwegs. Jetzt sucht die Polizei dringend Zeugen.

Bereits am Donnerstagabend schnappte die Polizei vier mutmaßliche Sprayer, nachdem sie von einer aufmerksamen Zeugin zur S-Bahn-Station nach Bieber gerufen worden waren. Diese hatte beobachtet, wie die 18- bis 20-Jährigen gegen 19 Uhr mit Filzstiften und Spraydosen die Unterführung der Dietesheimer Straße besprühten. Noch auf dem Gelände des Bahnhofs wurden die jungen Männer festgenommen. Jetzt muss geklärt werden, wer genau was gemacht hat.

Allerdings war dies nicht das einzige Vergehen des Quartetts, denn bei der Durchsuchung der Männer fanden die Beamten auch noch geringe Mengen an Drogen sowie einen Schreckschussrevolver und ein Einhandmesser. Die jungen Männer müssen nun zum Teil mit weiteren Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und des Waffengesetzes rechnen.

Und im Dreieicher Stadtteil Götzenhain ziehen Sprayer eine Spur der Verwüstung durch den Ort. In mindestens 15 Fällen wurden Wände, Autos und Zäune durch Graffitis verschandelt. Nach ersten Erkenntnissen startete die Graffiti-Tour vermutlich gegen 5.30 Uhr in der Straße Am Lachgraben und wurde von dort aus über die Straße Am Spitzenpfad über die Feldstraße bis zum Höhenweg fortgesetzt.

Schriftzug mit „ANAL" und „ACAB"

Hier wurden die Jugendlichen durch einen Zeugen beobachtet. Die drei Jungs, die als etwa 1,75 Meter groß und dunkel gekleidet beschrieben wurden, konnten jedoch flüchten. Das Resultat der Aktion: Mindestens 15 Stellen wie Parkbänken, Stromkästen, Telefonzellen, Zäunen, geparkten Fahrzeugen, Mauern und Briefkästen prangten unerwünschte Schriftzüge wie zum Beispiel: „YOLO 63", „SGE", „ANAL" oder auch „ACAB". Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen, die die Übeltäter beobachtet haben und Hinweise auf sie geben können. Diese mögen sich bitte unter der Rufnummer 069 8098-1234 melden. red

Dass Graffitis auch schön sein können, zeigt diese Galerie:

Ein Dorf wird zur Leinwand - Street-Art-Projekt Djerbahood

Willkommen in Djerbahood: Das Street-Art-Projekt brachte etwa 150 Künstler aus rund 25 Ländern auf der Ferieninsel Djerba zusammen - entstanden ist eine Art Freilichtmuseum.
Willkommen in Djerbahood: Das Street-Art-Projekt brachte etwa 150 Künstler aus rund 25 Ländern auf der Ferieninsel Djerba zusammen - entstanden ist eine Art Freilichtmuseum. © Philipp Laage
Mann und Frau mit Tiermasken, musizierend, dazu die umgefallene Statue in Form einer Hand, aus der ein Apfel der Verführung rollt - dieses Bild stammt vom deutschen Künstler Dome, bürgerlich Christian Krämer.
Mann und Frau mit Tiermasken, musizierend, dazu die umgefallene Statue in Form einer Hand, aus der ein Apfel der Verführung rollt - dieses Bild stammt vom deutschen Künstler Dome, bürgerlich Christian Krämer. © Philipp Laage
Die weiß getünchten Häuser sind eine perfekte Leinwand für die bunten Graffiti - nur die Seeluft dürfte den Farben in Zukunft ein wenig zusetzen.
Die weiß getünchten Häuser sind eine perfekte Leinwand für die bunten Graffiti - nur die Seeluft dürfte den Farben in Zukunft ein wenig zusetzen. © Philipp Laage
Die Kuppel des Hauses wird zum Kopf einer Krake - hier verschmelzen Wandkunst und Architektur.
Die Kuppel des Hauses wird zum Kopf einer Krake - hier verschmelzen Wandkunst und Architektur. © Philipp Laage
Wie ein Geist scheint der Mann in schwarzem Gewand auf die Eingangstür des Hauses zuzufliegen.
Wie ein Geist scheint der Mann in schwarzem Gewand auf die Eingangstür des Hauses zuzufliegen. © Philipp Laage
Dieses Kamel hat keinen Kopf, sondern an dessen Stelle eine Hand mit Sprühflasche - ein Motiv mit Meta-Ebene.
Dieses Kamel hat keinen Kopf, sondern an dessen Stelle eine Hand mit Sprühflasche - ein Motiv mit Meta-Ebene. © Philipp Laage
Dieses Bild hat der spanische Graffiti-Künstler Malakkai auf die Wand gebracht.
Dieses Bild hat der spanische Graffiti-Künstler Malakkai auf die Wand gebracht. © Philipp Laage
Der gesprühte Junge auf der Wand blickt auf einen Hof voller Tonsterben. In manchen Winkeln Erriadhs sieht es schon mal ein wenig unaufgeräumt aus.
Der gesprühte Junge auf der Wand blickt auf einen Hof voller Tonsterben. In manchen Winkeln Erriadhs sieht es schon mal ein wenig unaufgeräumt aus. © Philipp Laage
Der Künstler Rea aus Frankreich hat die abstrakt geschwungenen Formen auf dieser Wand um die blaue Eingangstür herum platziert - ein Beispiel, wie gegebene Architektur und Kunst zusammenwirken.
Der Künstler Rea aus Frankreich hat die abstrakt geschwungenen Formen auf dieser Wand um die blaue Eingangstür herum platziert - ein Beispiel, wie gegebene Architektur und Kunst zusammenwirken. © Philipp Laage
"Die Utopie optimieren" - dieser Slogan passt zum Anspruch von Djerbahood. Das Street-Art-Projekt brachte Künstler aus der ganzen Welt zusammen.
«Die Utopie optimieren» - dieser Slogan passt zum Anspruch von Djerbahood. Das Street-Art-Projekt brachte Künstler aus der ganzen Welt zusammen. © Philipp Laage
Isabelle Planchon betreibt in Erriadh ein kleines Guesthouse und erzählt Besuchern von der Geschichte des Ortes, in dem seit Jahrhunderten Muslime und Juden zusammenleben.
Isabelle Planchon betreibt in Erriadh ein kleines Guesthouse und erzählt Besuchern von der Geschichte des Ortes, in dem seit Jahrhunderten Muslime und Juden zusammenleben. © Philipp Laage
Zwei Bewohner Erriadhs beim Plausch: Gegen die Bemalung ihrer Häuser hatten die Leute vor Ort nach anfänglichen Bedenken nichts einzuwenden.
Zwei Bewohner Erriadhs beim Plausch: Gegen die Bemalung ihrer Häuser hatten die Leute vor Ort nach anfänglichen Bedenken nichts einzuwenden. © Philipp Laage
Die Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik will in Tunesien alternativen Tourismus abseits des klassischen Pauschalurlaubs fördern - Projekte wie Djerbahood könnten dazu beitragen.
Die Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik will in Tunesien alternativen Tourismus abseits des klassischen Pauschalurlaubs fördern - Projekte wie Djerbahood könnten dazu beitragen. © Philipp Laage

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare