Markus Horn und Petra Hutschenreiter präsentieren ihr Kickers-Buch „111 Gründe – Kickers Offenbach zu lieben“.
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Markus Horn und Petra Hutschenreiter präsentieren ihr Kickers-Buch „111 Gründe – Kickers Offenbach zu lieben“.

Neues Buch für OFC-Fans

111 Gründe die Kickers Offenbach zu lieben

  • Axel Grysczyk
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Offenbach - "111 Gründe Kickers Offenbach zu lieben" heißt das neue Buch von Markus Horn und Petra Hutschenreiter. Für die anstehende Insolvenz finden die Autoren klare Worte – und auch für ihr Buch wäre ein glückliches Ende besser. Von Axel Grysczyk.

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Absatzfördernd ist das nicht. Da sind sich Markus Horn und Petra Hutschenreiter einig. Acht Monate haben sie recherchiert und geschrieben, OFC-Jahrbücher gewälzt, das Erwin-Fanmagazin beackert, das Internet durchstöbert und extra Interviews geführt, um 111 Gründe auf 247 Seiten zusammen zu tragen, warum man Kickers Offenbach lieben muss. Und jetzt das.

Der Herzensverein kämpft ums Überleben. Wie’ und in welcher Liga es weitergeht, ist völlig offen. Markus Horn: „Wären wir in der vergangenen Saison vor den Relegationsspielen gegen Magdeburg mit unserem Buch rausgekommen, wäre der Absatz womöglich höher gewesen. Jetzt ist die Situation kritisch, auch die Stimmung war schon mal besser.“ 

Seit den 70ern mit dem Kickers-Virus infiziert

Horn wird’s wissen. Seit 1973 pilgert er auf den Berg zu den OFC-Heimspielen, seit drei Jahren schreibt der 51-Jährige einen OFC-Blog mit Hintergrundgeschichten. Seit dem 100-jährigen Vereinsbestehen vor 15 Jahren hat’s keine Literatur mehr zu den Kickers gegeben. Und dann hat der Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf auch noch Kickers-Experten für seine 111-Gründe-Reihe gesucht – die Geburtsstunde für das Buchprojekt. Klar, dass auch Petra Hutschenreiter dabei ist. Ebenfalls seit den 70er vom rot-weißen Virus infiziert, seit ihr Papa sie als kleines Mädchen mit auf den Bieberer Berg genommen hat.

Hutschenreiter: „In unserem Buch werden einige bekannte Anekdoten noch einmal zusammengefasst, aber auch viel, was in Vergessenheit geraten ist, wieder aufgewärmt. Dazu kommen zahlreiche Abschnitte, die selbst dem aufmerksamen Kickers-Fan neu erscheinen werden.“ Sie liebt die Kapitel über die Edel-Fans wie Peter Tauber oder Evren Gezer, die ganze Story rund um das Kickers-Fertighaus oder die Entstehungsgeschichte des Fanradios. Horn ist verblüfft von den ersten Fanreisen in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Hutschenreiter und Horn haben sich die 111 Gründe aufgeteilt. Morgens eine kurze Absprache und dann hat jeder die Hälfte geschrieben. Die 49-jährige Marketing-Expertin hat sich um die Tränen-Kapitel gekümmert: Gründung der Bundesliga ohne Offenbach oder Bundesliga-Skandal. „Natürlich stellt man sich beim Recherchieren und Schreiben die Frage, was wäre wenn gewesen“, sagt sie. Horn ergänzt: „Für mich war der Lizenzentzug 1989 ein Aha-Erlebnis. Davon hat sich der Club eigentlich nie erholt. Bitter wenn man auch bedenkt, dass gerade in den 90ern mit Pay-TV und stärkeren Marketing die großen Geldflüssen begannen – und der OFC war nicht dabei.“ 

„Abstieg würde Fanbasis bröckeln lassen“

Beide sind sich einig: Sie wären froh, wenn der Verein in der nächsten Saison überhaupt noch in der Regionalliga spielt. Jeder Abstieg würde auch die ansonsten unerschütterliche Fanbasis bröckeln lassen. Auch wenn ein Unerschütterlicher nach dem letzten Abstieg extra einen neuen Fanclub gegründet hat und beim ersten Regionalligaspiel auswärts 2500 OFC-Fans anreisten – diesmal schätzen sie die Lage anders ein. Sie sei ernster. 

Fußball-EM: Die besten Orte fürs Public Viewing in Rhein-Main

Nichts wie hin zum Public Viewing? Hier sind die besten Orte zum gemeinsamen Fußball-Mitfiebern im Rhein-Main-Gebiet.
Nichts wie hin zum Public Viewing? Hier sind die besten Orte zum gemeinsamen Fußball-Mitfiebern im Rhein-Main-Gebiet. © dpa
Fußball im Cockpit: Eine besondere Form des Public Viewing hält „The Aircraft at Burghof“ in Dreieich bereit. Bis zu 250 Fußballgucker können sich im Flugzeugsessel die Spiele der Nationalmannschaft anschauen. Zu finden ist „The Aircraft“ Am Weiher 6 in Dreieichenhain.
Fußball im Cockpit: Eine besondere Form des Public Viewing hält „The Aircraft at Burghof“ in Dreieich bereit. Bis zu 250 Fußballgucker können sich im Flugzeugsessel die Spiele der Nationalmannschaft anschauen. Zu finden ist „The Aircraft“ Am Weiher 6 in Dreieichenhain. © dpa
EM-Garten im Culture Club: Bei einem kühlen Bier können sich Fußballfans auch in Hanaus Culture Club niederlassen. Der Außenbereich der Disko, Vor der Pulvermühle 11, verwandelt sich in den „EM-Garten“, wo alle Deutschlandspiele auf Großbildleinwand übertragen werden. Minderjährige dürfen nur in Begleitung Erziehungsberechtigter gucken. Geöffnet wird eine Stunde vor Anpfiff. Der Eintritt ist frei, fünf Euro sind Mindestverzehr.
EM-Garten im Culture Club: Bei einem kühlen Bier können sich Fußballfans auch in Hanaus Culture Club niederlassen. Der Außenbereich der Disko, Vor der Pulvermühle 11, verwandelt sich in den „EM-Garten“, wo alle Deutschlandspiele auf Großbildleinwand übertragen werden. Minderjährige dürfen nur in Begleitung Erziehungsberechtigter gucken. Geöffnet wird eine Stunde vor Anpfiff. Der Eintritt ist frei, fünf Euro sind Mindestverzehr. © dpa
Kicker auf der Kinoleinwand: Für Kinofans übertragen die beiden Kinopolis’ in Hanau, Am Steinheimer Tor 17, und im Main-Taunus-Zentrum, Main-Taunus-Zentrum 1, alle EM-Spiele der deutschen und der türkischen Mannschaft. Kostenloses Kino für Sportfans.
Kicker auf der Kinoleinwand: Für Kinofans übertragen die beiden Kinopolis’ in Hanau, Am Steinheimer Tor 17, und im Main-Taunus-Zentrum, Main-Taunus-Zentrum 1, alle EM-Spiele der deutschen und der türkischen Mannschaft. Kostenloses Kino für Sportfans. © dpa
Mit 45.000 Fans feiern: Natürlich darf beim Public Viewing für die breite Masse eine Riesen-Party nicht fehlen. Zusammen mit bis zu 45.000 anderen Fans kann in der Frankfurter Commerzbank Arena ausgelassen angefeuert und gejubelt werden, wenn unsere Elf ein Tor schießt. Der Eintritt ins Stadion in der Mörfelder Landstraße 362 kostet etwa sechs Euro. Fußballzubehör, kalte Getränke und etwas für den kleinen Hunger gibt’s natürlich auch.
Mit 45.000 Fans feiern: Natürlich darf beim Public Viewing für die breite Masse eine Riesen-Party nicht fehlen. Zusammen mit bis zu 45.000 anderen Fans kann in der Frankfurter Commerzbank Arena ausgelassen angefeuert und gejubelt werden, wenn unsere Elf ein Tor schießt. Der Eintritt ins Stadion in der Mörfelder Landstraße 362 kostet etwa sechs Euro. Fußballzubehör, kalte Getränke und etwas für den kleinen Hunger gibt’s natürlich auch. © dpa
Über den Dächern jubeln: Auf Deutschlands schönstem Sonnendeck kann man sich nicht nur in der Sonne bräunen oder Cocktails schlürfen, sondern auch die EM verfolgen: Die Long Island Summer Lounge auf dem Parkhaus Börse, Kaiserhofstraße 12, bietet für fünf Euro Eintritt Public Viewing der ausgefallenen Art, hoch über den Dächern der Innenstadt Frankfurts. Ein Bier kostet 4,50 Euro.
Über den Dächern jubeln: Auf Deutschlands schönstem Sonnendeck kann man sich nicht nur in der Sonne bräunen oder Cocktails schlürfen, sondern auch die EM verfolgen: Die Long Island Summer Lounge auf dem Parkhaus Börse, Kaiserhofstraße 12, bietet für fünf Euro Eintritt Public Viewing der ausgefallenen Art, hoch über den Dächern der Innenstadt Frankfurts. Ein Bier kostet 4,50 Euro. © dpa
Public Viewing am Wasser: Im Hafenlokal „Oosten“ in der Mayfahrtstraße im Frankfurter Ostend können sich Fußballbegeisterte direkt am Mainufer von ihren Lieblingsspielern auf der Leinwand verzaubern lassen. Auch drinnen bietet das Oosten Plätze: Sowohl im Freien als auch in der „Realwirtschaft“, wie die Inhaber ihr Lokal nennen, stehen jeweils 500 Quadratmeter zur Verfügung.
Public Viewing am Wasser: Im Hafenlokal „Oosten“ in der Mayfahrtstraße im Frankfurter Ostend können sich Fußballbegeisterte direkt am Mainufer von ihren Lieblingsspielern auf der Leinwand verzaubern lassen. Auch drinnen bietet das Oosten Plätze: Sowohl im Freien als auch in der „Realwirtschaft“, wie die Inhaber ihr Lokal nennen, stehen jeweils 500 Quadratmeter zur Verfügung. © dpa
Biergarten in der Gerbermühle: Fußballschauen auf Bierbänken, so wie es sich beim gemeinsamen Mitfiebern gehört, ist im Biergarten der Gerbermühle angesagt. Auch hier werden kühle Getränke direkt am Wasser gereicht, während die Nationalspieler rennen und schwitzen. Reservierungen sind ab acht Personen, also vollen Biertischgarnituren, möglich. Ein halber Liter Bier zum EM-Spiel kostet 4,40 Euro.
Biergarten in der Gerbermühle: Fußballschauen auf Bierbänken, so wie es sich beim gemeinsamen Mitfiebern gehört, ist im Biergarten der Gerbermühle angesagt. Auch hier werden kühle Getränke direkt am Wasser gereicht, während die Nationalspieler rennen und schwitzen. Reservierungen sind ab acht Personen, also vollen Biertischgarnituren, möglich. Ein halber Liter Bier zum EM-Spiel kostet 4,40 Euro. © dpa
Gemütliche Runde: Das Haus der Begegnung, Bischof-Kaller-Straße 3, in Königstein bietet Public Viewing kostenlos an und hat für Hardcore-Fußballfans zusätzlich ein ganz spezielles Angebot parat: Wer sich im Haus der Begegnung ein VIP-Ticket kauft, bekommt für 20 Euro ein Getränk, etwas zu essen, einen Fanschal und einen Sitzplatz mit Tisch. Veranstaltet wird die Fußball-Sause vom Königsteiner Narrenclub.
Gemütliche Runde: Das Haus der Begegnung, Bischof-Kaller-Straße 3, in Königstein bietet Public Viewing kostenlos an und hat für Hardcore-Fußballfans zusätzlich ein ganz spezielles Angebot parat: Wer sich im Haus der Begegnung ein VIP-Ticket kauft, bekommt für 20 Euro ein Getränk, etwas zu essen, einen Fanschal und einen Sitzplatz mit Tisch. Veranstaltet wird die Fußball-Sause vom Königsteiner Narrenclub. © dpa

Auch habe man auf Dauer keine Lust, als Fan über Dörfer zu tingeln. Irgendwann sei der Zauber von Auswärtsspielreisen beispielsweise nach Bahlingen mit Weinverkostung vorbei. Für die eingefleischten OFC-Fans Horn und Hutschenreiter wäre es am schlimmsten, wenn ihr Buch zum Nachschlagwerk werden würde – für den OFC, den es in dieser Form nicht mehr gibt.

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