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Großeinsatz der Polizei auch in Münster und Eppertshausen

Razzia im Rockermilieu: Räume von Osmanen durchsucht

Münster/Eppertshausen - Die Polizei ist am Dienstag in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegen die rockerähnliche Gruppierung der Osmanen vorgegangen. Auch in Münster und Eppertshausen durchsuchten Beamte Häuser.

Die Polizei sei mit einem Großaufgebot in der Troppauer Straße (Münster) und der Nieder-Röder-Straße (Eppertshausen) vor Ort. Wie das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden mitteilte, ist der Hintergrund des Einsatzes ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung, Erpressung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Osmanen werden als türkisch-nationalistisch eingeschätzt.

Die Aktion in den fünf Bundesländern richtete sich gegen insgesamt zehn Beschuldigte im Alter zwischen 29 und 56 Jahren sowie zwei Firmen. Haftbefehle lägen nicht vor, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. „Wenn jemand festgenommen wurde, dann nur vorübergehend“, sagte eine Sprecherin.

Insgesamt wurden 17 Objekte durchsucht - davon neun in Hessen. Neben Wohnungen nahmen die Ermittler auch Firmenräume unter die Lupe. Die Ermittler stellten dabei unter anderem Firmenunterlagen, Datenträger/ Speichermedien, geringe Mengen Marihuana, Softair-Waffen sowie 125.000 Euro Bargeld sicher. Die Maßnahmen verliefen störungsfrei. An dem Einsatz waren über 350 Polizeibeamte, darunter auch Spezialeinheiten, beteiligt.

Letzte Osmanen-Razzia im November 2016

Die Durchsuchung habe sich aus der Razzia im November 2016 in dem Milieu ergeben. Damals waren in sechs Bundesländern - mit Schwerpunkt Hessen - rund 50 Räume durchsucht und zahlreiche Unterlagen, Geld, Waffen und Betäubungsmittel sichergestellt worden. Drei Männer waren in Untersuchungshaft gekommen. 

Zwei von ihnen sollen Anfang August 2016 einen Handgranaten-Anschlag auf ein Shisha-Café in Saarbrücken begangen und der dritte den Auftrag dazu gegeben haben. Dem Anschlag waren Auseinandersetzungen zwischen den Osmanen und den kurdischen Bahoz vorangegangen. Vier andere Männer waren damals vorübergehend festgenommen worden. Ob sie unter den zehn Beschuldigten der Razzia vom Dienstag sind, war zunächst unklar. Die Auswertung der damals beschlagnahmten Unterlagen dauert noch an.

Erst Mitte Februar hatte eine Großrazzia gegen die Islamisten-Szene in Offenbach und Frankfurt für Aufregung gesorgt. Ein terrorverdächtiger Tunesier war damals festgenommen worden. dpa/lhe/skk

Gießener Hells-Angels-Präsident erschossen

Aygün Mucuk ist tot. Foto: Boris Roessler
Aygün Mucuk ist tot. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler
Eine Anwohnerin fand die Leiche am Morgen vor dem Clubhaus der Hells Angels in Wettenberg bei Gießen. Foto: Boris Roessler
Eine Anwohnerin fand die Leiche am Morgen vor dem Clubhaus der Hells Angels in Wettenberg bei Gießen. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler
Die Umgebung des Clubhauses wurde weiträumig abgesperrt. Foto: Boris Roessler
Die Umgebung des Clubhauses wurde weiträumig abgesperrt. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler
Im Ort selbst viele Polizeiwagen, Beamte in voller Montur. Foto: Boris Roessler
Im Ort selbst viele Polizeiwagen, Beamte in voller Montur. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler
Nach Einschätzung der Polizei umfasst die Rockerszene in Hessen rund 700 Menschen. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Nach Einschätzung der Polizei umfasst die Rockerszene in Hessen rund 700 Menschen. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © Fredrik von Erichsen
Seit der Gründung der Ortsgruppe in Gießen schwelte ein Machtkampf bei den hessischen Rockern. Foto: Boris Roessler
Seit der Gründung der Ortsgruppe in Gießen schwelte ein Machtkampf bei den hessischen Rockern. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler

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