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Da will er rein: Hein Gottfried Fischer aus Gangelt bei Aachen bewirbt sich als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Dieburg.

Hein Gottfried Fischer aus Gangelt versucht es jetzt im Rhein-Main-Gebiet

Er bewirbt sich quer durch Deutschland als Bürgermeister

  • VonDirk Beutel
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Region Rhein-Main – Dieser Mann weiß, was er will: Hein Gottfried Fischer aus Gangelt in Nordrhein-Westfalen will Bürgermeister werden. Dieburg ist nun schon sein vierter Versuch. Ohne Wahlkampf, dafür aber mit seiner lockeren Art, die Menschen von sich zu überzeugen. Von Dirk Beutel

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„Die Leute denken, ich spinne und dass ich mir einen Spaß daraus mache. Mir ist die Sache aber sehr ernst“, sagt Hein Gottfried Fischer. Der 73-Jährige will der nächste Bürgermeister in Dieburg im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden. Dort wird der Nachfolger von Amtsinhaber Werner Thomas nächstes Jahr am 12. März direkt gewählt. Und das Amt ist begehrt. Bislang haben fünf Bewerber öffentlich ihr Interesse bekundet. Vier der fünf Bewerber sind parteilos. Nur Renee Exner hat mit der CDU eine Partei im Rücken. Die hat Hein Gottfried Fischer nicht. Obwohl er Mitglied der Grünen ist, tritt er als Unabhängiger an. „ Ich bin locker, bürgernah, lösungsorientiert“, sagt Fischer. 

Der Mann aus Gangelt bei Aachen hat keine Verwaltungs-Erfahrung und weiß nichts von den lokalen Bedürfnissen und Problemen in Dieburg. Die brauche er auch nicht. Die seien ohnehin identisch mit allgemeinen Themen. Er setze sich für sozialen Wohnungsbau und die Stärkung des ortsansässigen Gewerbes ein. Über allem steht für Fischer aber der Mensch: „Ich bin für die soziale Kompetenz und Problemlösungen zuständig. Für die Verwaltung gibt es entsprechende Fachleute.“ 

Trump sortiert sein Kabinett - Hauptrolle für General Flynn?

Ehemalige Mitarbeiter beschreiben Michael Flynn als verwirrt, Ex-Außenminister Colin Powell nannte ihn einen verrückten Rechten. Foto: Michael Reynolds
Ehemalige Mitarbeiter beschreiben Michael Flynn als verwirrt, Ex-Außenminister Colin Powell nannte ihn einen verrückten Rechten. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump bei der Verleihung der Tony Awards. Foto: Andrew Gombert
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Mitt Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert und ihn einen Betrüger genannt. Nun gilt er aber als Aspirant für das Außenamt. Foto: Tom Smart
Mitt Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert und ihn einen Betrüger genannt. Nun gilt er aber als Aspirant für das Außenamt. Foto: Tom Smart © Tom Smart
Der republikanische Senator Jeff Sessions wird für mehrere Positionen gehandelt, vom Chefdiplomaten bis zum Justizminister und Chefankläger. Foto: Michael Reynolds
Der republikanische Senator Jeff Sessions wird für mehrere Positionen gehandelt, vom Chefdiplomaten bis zum Justizminister und Chefankläger. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Für eine Überraschung sorgte der hoch gehandelte Newt Gingrich. Der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses sagte, er werde einer Regierung Trump nicht angehören. Foto: Michael Reynolds
Für eine Überraschung sorgte der hoch gehandelte Newt Gingrich. Der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses sagte, er werde einer Regierung Trump nicht angehören. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds

Dabei hat der zweifache Vater eine Menge an beruflicher Erfahrung vorzuweisen als Sozialpädagoge, Zollbeamter, Einzelhandelskaufmann, Experte für Arbeits- und Sozialrecht und Seminarleiter für Entspannungspädagogik. Und jetzt will er Bürgermeister der Herzen werden. Dieburg ist sein vierter Versuch. In Gangelt, Halstenbek und der Gemeinde Selfkant ist er gescheitert. Mit seinen Wahlkampforten hatte Fischer irgendwie immer eine private Beziehung. Für Dieburg sprach, dass er in Frankfurt-Sachsenhausen eine Tante hatte, die er in seiner Kindheit öfter besuchte. Bei seiner ersten Wahl gegen den Amtsinhaber in seinem Wohnort Gangelt schaffte Fischer vom Fleck weg 14 Prozent. 

Wahlkampf von zu Hause aus 

Seinen Wahlkampf für den Dieburger Posten will Fischer von daheim aus führen. Es wird von ihm weder Plakate noch Flyer geben. „Ich kämpfe nicht. Das ist unintelligent und erzeugt nur Gegendruck“, sagt er. Dass immer mehr parteilose oder parteiunabhängige Bewerber wie Fischer an den Start einer Bürgermeisterwahl gehen, sieht Karl-Christian Schelzke, geschäftsführender Direktor des Städter und Gemeindebundes kritisch: „Daran erkennt man das Misstrauen gegenüber herkömmlichen Parteien. Aber es ist gut für eine Demokratie, wenn es mehrere Wahlmöglichkeiten gibt. 

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Ehemalige Mitarbeiter beschreiben Michael Flynn als verwirrt, Ex-Außenminister Colin Powell nannte ihn einen verrückten Rechten. Foto: Michael Reynolds
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Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump bei der Verleihung der Tony Awards. Foto: Andrew Gombert
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Mitt Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert und ihn einen Betrüger genannt. Nun gilt er aber als Aspirant für das Außenamt. Foto: Tom Smart
Mitt Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert und ihn einen Betrüger genannt. Nun gilt er aber als Aspirant für das Außenamt. Foto: Tom Smart © Tom Smart
Der republikanische Senator Jeff Sessions wird für mehrere Positionen gehandelt, vom Chefdiplomaten bis zum Justizminister und Chefankläger. Foto: Michael Reynolds
Der republikanische Senator Jeff Sessions wird für mehrere Positionen gehandelt, vom Chefdiplomaten bis zum Justizminister und Chefankläger. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Für eine Überraschung sorgte der hoch gehandelte Newt Gingrich. Der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses sagte, er werde einer Regierung Trump nicht angehören. Foto: Michael Reynolds
Für eine Überraschung sorgte der hoch gehandelte Newt Gingrich. Der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses sagte, er werde einer Regierung Trump nicht angehören. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds

Letzten Endes kommt es bei der Wahl eines neuen Bürgermeisters auf dessen Persönlichkeit an. Obwohl ich finde, dass eine gewisse Verwaltungskompetenz oder ein Studium als Voraussetzung für den Job vorhanden sein müsste.“ Mittlerweile gebe es in Hessen zwischen 140 und 150 parteilose Bürgermeister. Diesen Trend hält Thomas Horn, ehemaliger Bürgermeister aus Kelkheim, für problematisch. Bereits im vergangenen Jahr äußerte er sich dazu im EXTRA TIPP: „Es fehlen dann Mehrheiten im Parlament, und das macht Gestaltung schwierig.“ 

„Kaum Aussicht auf Erfolg"

Vor allem wenn es um die Belange einer Kommune auf Landesebene gehe, werde es jedoch für einen parteilosen Bürgermeister schwer. „Da hilft es, Mitglied einer Partei zu sein“, sagt Stephan Gieseler, geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages. Kandidaten wie Fischer hätten in den seltensten Fällen Aussicht auf Erfolg. Gieseler: „Der Bürger wird sich schon sein Bild von den Kandidaten machen und nach seinem Verstand entscheiden.“

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Ehemalige Mitarbeiter beschreiben Michael Flynn als verwirrt, Ex-Außenminister Colin Powell nannte ihn einen verrückten Rechten. Foto: Michael Reynolds
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Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump bei der Verleihung der Tony Awards. Foto: Andrew Gombert
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Mitt Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert und ihn einen Betrüger genannt. Nun gilt er aber als Aspirant für das Außenamt. Foto: Tom Smart
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Der republikanische Senator Jeff Sessions wird für mehrere Positionen gehandelt, vom Chefdiplomaten bis zum Justizminister und Chefankläger. Foto: Michael Reynolds
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Für eine Überraschung sorgte der hoch gehandelte Newt Gingrich. Der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses sagte, er werde einer Regierung Trump nicht angehören. Foto: Michael Reynolds
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Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds

Ob Fischer gewinnt, sei für ihn nicht so wichtig: „Unabhängig davon, dient der Wahlkampf meiner Gesundheit. Das macht mich stärker.“ Die nötigen Unterstützer-Unterschriften für die Kandidatur hat er bald zusammen. 74 braucht er. Etwa 25 fehlen ihm nach eigenen Angaben noch.

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Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump bei der Verleihung der Tony Awards. Foto: Andrew Gombert
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Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds
Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds

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