Eine Hexe mit Kristallkugel, Besen und Kultgegenständen am Vorabend der Walpurgisnacht.
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Eine Hexe mit Kristallkugel, Besen und Kultgegenständen am Vorabend der Walpurgisnacht.

50 Frauen auf einer geheimen Lichtung in der Walpurgis-Nacht

Wo die Taunus-Hexen in den Mai tanzen

  • Christian Reinartz
    VonChristian Reinartz
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Region Rhein-Main - Während überall in den Mai getanzt wird, treffen sich Hexen im Taunus auf einer verborgenen Lichtung, um die Walpurgis-Nacht mit einem magischen Ritual zu feiern. Die freie Hexe Asha aus dem Hochtaunuskreis verrät, was bei dem Geheim-Treffen genau geschieht. Von Christian Reinartz

Der Abend des 30. April ist für Hexe Asha und ihre Gefährtinnen der wohl wichtigste Moment im Jahr, denn dann ist die Nacht aller Nächste: Die Walpurgis-Nacht, auch Beltane genannt! Die 54-Jährige lebt im Hochtaunuskreis und will ihre wahre Identität nicht verraten. „Ich stehe voll im Berufsleben, und meine Kollegen hätten dafür überhaupt kein Verständnis.“ Asha ist eine sogenannte freie Hexe. Eine, die sich nicht einer der üblichen Hexenschulen, etwa dem sogenannten Wicca, unterordnet. Sie pflegt die Hexen-Traditionen, von denen erstaunlich viele auch den typischen Klischees entsprechen – nur ohne Warze und Hakennase. „Aber einen Besen habe ich auch“, sagt Asha. Doch der bleibe in der Walpurgisnacht zu Hause. „Den brauchen wir eher an Samhein (Halloween).“

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Gemeinsam mit ihren Hexen-Kolleginnen, vollzieht sie in ihrer Freizeit magische Rituale. Immer in der freien Natur. „Denn aus der Natur beziehen wir Hexen auch unsere Kraft. Daran glauben wir!“ Am Sonntagabend ist es dann soweit. Mit ihrem Hexen-Clan und Freundinnen der Szene trifft sie sich auf einer verborgenen Lichtung in den tiefen Wäldern des Hochtaunuskreises, insgesamt etwa 50 Frauen. „Dort haben wir eine Feuerstelle und werden unser Hexen-Lagerfeuer entzünden.“ Das stehe nicht nur sinnbildlich für das Element Feuer, sondern sei auch das wichtigste Element der Walpurgis-Nacht.

Fotos: Die Geisterjäger der Region und ihre Utensilien

Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd.
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd. © Katrin Greschner
Geophon: Reagiert auf Erschütterung
Geophon: Reagiert auf Erschütterung © Katrin Greschner
R.E.M-Pod: Soll Geister registrieren
R.E.M-Pod: Soll Geister registrieren © Katrin Greschner
K2: Soll Erscheinungen messen
K2: Soll Erscheinungen messen © Katrin Greschner
Coby Recorder (links) und Zoom H1 zur Erfassung von E.V.P. (Electronic Voice Phenomenon), auch Tonbandstimmen genannt.
Coby Recorder (links) und Zoom H1 zur Erfassung von E.V.P. (Electronic Voice Phenomenon), auch Tonbandstimmen genannt. © Katrin Greschner
Jägerkamera: Löst bei Bewegung aus
Jägerkamera: Löst bei Bewegung aus © Katrin Greschner
Ovilus III: Dient als Kommunikator
Ovilus III: Dient als Kommunikator © Katrin Greschner
Ovilus III zur visuellen Kommunikation mit den verschiedenen Identitäten.
Ovilus III zur visuellen Kommunikation mit den verschiedenen Identitäten. © Katrin Greschner
Infrarotkamera: Erlaubt Nachtsicht
Infrarotkamera: Erlaubt Nachtsicht © Katrin Greschner
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd.
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd. © Katrin Greschner
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd.
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd. © Katrin Greschner
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd.
Andreas Schipper und seine Freunde Andreas Müller sowie Uwe Seidel gehen regelmäßig auf Geisterjagd. © Katrin Greschner

Doch bevor das entzündet wird, muss die Lichtung nach allen Regeln mit Hexenmagie präpariert werden, verrät Asha. „Dazu ziehen wir einen Schutzkreis um die Lichtung, schließlich wollen wir nicht von weniger freundlichen Energiewesen gestört werden.“ Was das genau heißt, versucht die Taunus-Hexe zu erklären: „Wir glauben als Hexen an Energien und daran, dass diese auch ein Wesen haben. Und von denen gibt es eben nicht nur gute, sondern auch welche, die mit uns Schabernack treiben wollen oder gar böse sind. Die wollen wir nicht bei unserem Ritual dabei haben.“ Ist der Schutzkreis um die Lichtung gezogen, wird das Feuer entzündet und das Ritual beginnt. Dabei wird getanzt, gesungen und des werden Gedichte vorgetragen.

„Höhepunkt ist aber der Sprung über das Feuer.“ Der stehe symbolisch dafür, den Winter abzustreifen, das Alte und Beschwerende hinter sich zu lassen und in den neuen Sommer zu springen. „Natürlich sind wir dabei nicht nackt“, stellt Asha klar. „Die meisten denken das, weil es dem Klischee entspricht.“ Dennoch muss sie zugeben. „Es gibt auch andere Hexengruppen, die sich dafür ausziehen. Aber in unserem Hexen-Clan ist das kein Thema.“

Schon vor einiger Zeit hatte der EXTRA TIPP berichtet über Hexen, die im Verein zaubern.

Grusel, Horror, Blut - Zombie-Marsch in Chile

Etwa 20.000 Menschen sind am Samstag in Santiago de Chile schauerlich verkleidet durch die Straßen gezogen. Beim "Zombie-Marsch" wetteiferten viele von ihnen um das blutrünstigste Kostüm. © AFP
Etwa 20.000 Menschen sind am Samstag in Santiago de Chile schauerlich verkleidet durch die Straßen gezogen. Beim "Zombie-Marsch" wetteiferten viele von ihnen um das blutrünstigste Kostüm. © dpa
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