Bei einem der letzten Transporte blieb unser Container in einem Fluss stecken, konnte befreit werden und sein Ziel erreichen. Auch jetzt beginnt eine abenteuerliche Fahrt mit teurer Ladung.
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Bei einem der letzten Transporte blieb unser Container in einem Fluss stecken, konnte befreit werden und sein Ziel erreichen. Auch jetzt beginnt eine abenteuerliche Fahrt mit teurer Ladung.

Hilfstransport auf dem Weg nach Afrika

Hilfe für Eritrea: Es gibt wieder Hoffnung

Auch dank der Hilfe der EXTRA TIPP-Leser ist es möglich geworden, einen weiteren Hilfstransport nach Eritrea zu schicken. Die Fracht enthält Medizin im Wert von 60.000 Euro für zwei Krankenhäuser, die von unserem Partnerprojekt „Hilfe für Eritrea“ unterstützt werden. Von Axel Grysczyk

Heusenstamm/Region Rhein-Main – 22 Jahre helfen, 47 Schiffscontainer auf den Weg bringen, organisieren, überzeugen und immer weitermachen. Das ist die Bilanz nach dem jüngsten Hilfstransport der „Hilfe für Eritrea“, dem Partnerprojekt des EXTRA TIPP. Mit den Hilfsladungen sollen Menschen in Eritrea langfristig unterstützt werden, damit sie in ihrer Heimat ein besseres Leben haben und erst gar nicht flüchten müssen.

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Auch für die Helfer in und um Heusenstamm um Projektkoordinator Heinz Schiedhering ist es jedes Mal ein Kampf. Es geht um Geld, das an jeder Ecke zusammengekratzt werden muss. Spenden von Firmen, Sammlungen zugunsten des Projekts, Unterstützungen von anderen Hilfsorganisationen und ganz viel Engagement von den Lesern des EXTRA TIPP, damit auch zwei Krankenhäuser in Eritrea (Feldareb und Enghela) die Grundversorgung mit Medikamenten bekommen. Das ist auch der wichtigste und wertvollste Teil der Ladung für Ostafrika: Medikamente im Wert von 60.000 Euro! Und das obwohl die „Hilfe für Eritrea“ bereits im Frühjahr eine ähnliche Hilfsladung gestemmt hat. Der einzige Arzt im Krankenhaus in Enghela, Dr. Kibrom Tseggai, ist verzweifelt, bittet in E-Mails seine deutschen Freunde um Unterstützung: „Es werden täglich mehr Patienten“, schreibt er.

Projektkoordinator Heinz Schiedhering hat es auch diesmal wieder hinbekommen. Am vergangenen Montag wurde nach zwei Stunden Ladezeit der 47. Hilfscontainer fertig gemacht, der dann auf seiner Weiterfahrt zum Hafen nach Antwerpen in Tönisforst stoppte, um noch die zehn Paletten Medikamente zu laden. Ebenso auf den Weg nach Afrika sind Roll- und Krankenstühle, Rollatoren, Untersuchungsliegen und mehr als 200 weitere Hilfs-Pakete. Die Firma Pahl in Külsheim hatte noch kurzfristig 500 Handtücher für die beiden Krankenhäuser zur Verfügung gestellt. Dazu kamen noch zehn große Kisten mit großen Stoffresten für die Ausbildungszentren für Frauen. 

Mehr als 600 Abschiebungen kurzfristig gestoppt

Seit Anfang 2015 sind mehr als 600 Abschiebungen per Flugzeug aus Deutschland im letzten Moment gestoppt worden.
Seit Anfang 2015 sind mehr als 600 Abschiebungen per Flugzeug aus Deutschland im letzten Moment gestoppt worden. © dpa
Polizei überwacht eine Sammelabschiebung auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Foto: S. Willnow/Archiv
Polizei überwacht eine Sammelabschiebung auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Foto: S. Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht. Foto: Sebastian Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Polizisten begleiten abgelehnte Asylbewerber zu einem Terminal. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Polizisten begleiten abgelehnte Asylbewerber zu einem Terminal. Foto: Sebastian Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Das Abschiebegefängnis in Ingelheim (Rheinland-Pfalz). Foto: Peter Zschunke/Archiv
Das Abschiebegefängnis in Ingelheim (Rheinland-Pfalz). Foto: Peter Zschunke/Archiv © Peter Zschunke
Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv
Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv © Daniel Maurer

Ein großer Unterstützer ist auch weiterhin das Kindermissionswerk in Aachen. Zusätzlich wurden die Transportkosten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit anteilmäßig übernommen. Am 13. Januar soll das Schiff – die Uruguay – den Hafen von Massawa in Eritrea erreichen. Von den Kapuziner-Schwestern vor Ort wird der Weitertransport auf dem Landweg zu den Krankenhäusern organisiert. Auch wenn dort (siehe Foto) noch so manches Hindernis wartet, alle Hilfstransporte sind in den 22 Jahren bisher unbeschadet angekommen. Sie waren alle dringend notwendig.

Wer helfen möchte, spendet auf das Konto der „Hilfe für Eritrea“ der katholischen Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ bei der Vereinigten Volksbank (VVB) Maingau unter Konto IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25; BIC:GENODE5 10BH.

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Polizei überwacht eine Sammelabschiebung auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Foto: S. Willnow/Archiv
Polizei überwacht eine Sammelabschiebung auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Foto: S. Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht. Foto: Sebastian Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Polizisten begleiten abgelehnte Asylbewerber zu einem Terminal. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Polizisten begleiten abgelehnte Asylbewerber zu einem Terminal. Foto: Sebastian Willnow/Archiv © Sebastian Willnow
Das Abschiebegefängnis in Ingelheim (Rheinland-Pfalz). Foto: Peter Zschunke/Archiv
Das Abschiebegefängnis in Ingelheim (Rheinland-Pfalz). Foto: Peter Zschunke/Archiv © Peter Zschunke
Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv
Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv © Daniel Maurer

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