Kommentar

Gebühren für höhere Pensionen

  • Axel Grysczyk
    vonAxel Grysczyk
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Die Rundfunkgebühren werden mal wieder steigen. Im Raum steht eine Erhöhung um einen Euro pro Monat. Derzeit liegt die Zwangsabgabe bei 17,50 Euro. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Obwohl die ARD Mitarbeiter entlässt, sind neue Sendetechniken teuer und von den Intendanten wird bemängelt, dass die Werbeeinnahmen bröckeln. Was aber verschwiegen wird, sind die üppigen Renten, die an ehemalige Mitarbeiter der Öffentlich-Rechtlichen gezahlt werden. Das Problem ist, dass niemand dermaßen richtungsweisend in das System eingreift und diesen Wahnsinn endlich stoppt.

Für die Altersversorgung müssen die ARD-Anstalten von 2016 bis 2020 insgesamt 3,3 Milliarden Euro kalkulieren. Die ARD allein hat insgesamt 7,4 Milliarden Euro auf der hohen Kante für künftige Pensionen, ZDF und Deutschlandradio zusammen noch einmal eine Milliarde. Und das würgt den Sendern die Luft ab. 13,50 Euro des Rundfunkbeitrags gehen für Pensionen drauf. Der Bürger, der zu einer Zwangsabgabe verdonnert wird, muss mit ansehen, dass sein Geld nicht für Qualität bei den Sendern ausgegeben wird, sondern dafür, dass sich die ehemaligen Mitarbeiter der staatlichen Sendeanstalten einen angenehmen Ruhestand machen können.

Die Firmen-Urgesteine: Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber

Alberto Lombardo ist seinem Arbeitgeber, der Freudenberg Gruppe in Weinheim, 50 Jahre lang treu geblieben. Die Firma habe ihm immer neue Herausforderungen geboten und er hat die gute Stimmung unter den Kollegen geschätzt. Foto: Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo ist seinem Arbeitgeber, der Freudenberg Gruppe in Weinheim, 50 Jahre lang treu geblieben. Die Firma habe ihm immer neue Herausforderungen geboten und er hat die gute Stimmung unter den Kollegen geschätzt. © Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo (M) hat 50 Jahre lang bei der Freudenberg Gruppe in Weinheim gearbeitet. Er fing dort als Auszubildender an und wurde schließlich Geschäftsführer einer Gesellschaft des Unternehmens. Foto: Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo (M) hat 50 Jahre lang bei der Freudenberg Gruppe in Weinheim gearbeitet. Er fing dort als Auszubildender an und wurde schließlich Geschäftsführer einer Gesellschaft des Unternehmens. © Freudenberg Gruppe
Manche Kunden kommen nur wegen ihr: Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Foto: Moritz Hoffmann
Manche Kunden kommen nur wegen ihr: Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. © Moritz Hoffmann
Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Ihre Chefin kennt sie, seit diese 12 Jahre alt war - später war sie deren Ausbilderin. Foto: Moritz Hoffmann
Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Ihre Chefin kennt sie, seit diese 12 Jahre alt war - später war sie deren Ausbilderin. © Moritz Hoffmann
Supermarkt, Großhandel, Logistik, Verwaltung: Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe und hat in ihrer Zeit dort schon viele unterschiedliche Positionen inne gehabt. Foto: Rewe West
Supermarkt, Großhandel, Logistik, Verwaltung: Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe und hat in ihrer Zeit dort schon viele unterschiedliche Positionen inne gehabt. © Rewe West
Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe. Sie hat dort Verkäuferin gelernt, inzwischen arbeitet sie in der Personalabteilung. Foto: Rewe West
Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe. Sie hat dort Verkäuferin gelernt, inzwischen arbeitet sie in der Personalabteilung. © Rewe West
Hier hat Zugführer Bernd Blank das Kommando. Seit 44 Jahren arbeitet er bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Langweilig wird ihm seine Stammstrecke auf der U6 zwischen Tegel und Mariendorf trotzdem nicht. Foto: Inga Kjer
Hier hat Zugführer Bernd Blank das Kommando. Seit 44 Jahren arbeitet er bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Langweilig wird ihm seine Stammstrecke auf der U6 zwischen Tegel und Mariendorf trotzdem nicht. © Inga Kjer
Zurücktreten bitte! Als Zugführer arbeitet Bernd Blank für die BVG. Für eine Strecke braucht er 38 Minuten. Maximale Geschwindigkeit sind 70 km/h. Foto: Inga Kjer
Zurücktreten bitte! Als Zugführer arbeitet Bernd Blank für die BVG. Für eine Strecke braucht er 38 Minuten. Maximale Geschwindigkeit sind 70 km/h. © Inga Kjer

Da die Pensionen weiter steigen werden, weil immer mehr Mitarbeiter ausscheiden und vor allem auf absehbare Zeit die Zinsen minimal bleiben, wird der eine Euro an zusätzlichen Gebühren nur eine Zwischenlösung sein. Irgendwann zahlt die Youtube-Generation jeden Monat mit ihrem Beitrag ausschließlich noch die Pensionen der ehemaligen Mitarbeiter der Öffentlich-Rechtlichen, schaut aber längst kein Fernsehen mehr.

Auch zu diesem Thema hat sich Axel Grysczyk ausgelassen: Die Hartz-IV-Vorhaben von Martin Schulz ändern nicht viel

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Quelle: extratipp.com

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