Die Frankfurterin Silke Kopp ist die neue Miss Hessen. Über ihren Gewinn hat sie Miss Germany 2019, Nadine Berneis, informiert (Foto links). Fotos: Tobias Dick (nh)

Miss Hessen: „Ich will ein Vorbild für andere Frauen sein“

Silke Kopp aus Frankfurt ist Gründerin eines Startup-Unternehmens, frisch gekürte Miss Hessen und wird das Bundesland bei der Miss-Germany-Wahl 2020 vertreten. Die Aufmerksamkeit will sie nun nutzen, um anderen Frauen Mut zu machen. Von Julia Oppenländer

Region Rhein-Main – „Es fühlt sich immer noch ein bisschen verrückt an“, sagt Silke Kopp lachend. Vor rund einer Woche wird die Frankfurter Gesundheitsökonomin von Nadine Berneis, Miss Germany 2019, überrascht. „Sie teilte mir mit, dass ich die Wahl zur Miss Hessen gewonnen habe.“ Hinter Kopp liegt ein langwieriger Auswahlprozess. Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, Fotoshooting und Videodreh inklusive.

Bei so vielen Eindrücken, braucht

die 28-Jährige ein paar Tage, um ihren Sieg zu realisieren – es ist die erste Miss-Wahl, an der Silke Kopp teilnimmt. „Es war eine spontane Entscheidung. Ich habe meine Unterlagen erst am letzten Bewerbungstag eingereicht.“

Früher konnte die Unternehmerin nicht viel mit solchen Wettbewerben anfangen. Doch das neue Konzept der Miss-Germany-Wahl überzeugt die Frankfurterin: „Der Bikini-Walk wurde abgeschafft. Außerdem legen die Veranstalter jetzt mehr Wert auf Persönlichkeit und Authentizität.“

Und davon hat sie jede Menge, ist Silke Kopp überzeugt. Vor vier Jahren gründet sie eine ambulante Seniorenbetreuung – inzwischen arbeitet sie mit einem Team an einer Software-Lösung für die Pflege-Ausbildung. Daran hängt auch ihr Herz. „In der Gründerszene fehlt es an weiblichen Vorbildern“, sagt sie. „Die Aufmerksamkeit als Miss Hessen will ich deshalb auch nutzen, um anderen Frauen – und vielleicht Männern – Mut zu machen und ein Vorbild zu sein.“ Das Gründerinnen-Dasein und Misswahlen lassen sich auch gut vergleichen, ist die 28-Jährige sicher. „Es gibt immer ein Risiko, zu scheitern. Aber nur, wenn man Dinge ausprobiert, bewegt sich auch was.“

Sie bleibt deshalb weiterhin ihrem Lebensmotto treu: Einfach machen! „Ich springe gerne ins kalte Wasser. Als Startup-Unternehmerin muss ich mich und meine Ziele immer wieder anderen präsentieren.“ Eine gute Übung für die bevorstehende Wahl zur Miss Germany am 15. Februar. Doch auch mit Kritik muss sich Silke Kopp auseinandersetzen. „Klar, so ein Sieg polarisiert, gerade bei Twitter werde ich gerne mal kritisiert“, sagt sie. „Aber die positiven Reaktionen überwiegen.“

Modell will die Frankfurterin zwar nicht werden, aber „als Miss Hessen habe ich eine Bühne, um auf Themen aufmerksam zu machen, die mir am Herzen liegen. Das ist Frauen-Power!“

Quelle: extratipp.com

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