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Zeugen gesucht

Hilfe für diesen Welpen in Offenbach kommt zu spät

  • Damian Robota
    VonDamian Robota
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Offenbach - Die Polizei und das Veterinäramt suchen Zeugen zu einem traurigen Fall in Offenbach. Dort wird ein Boxerwelpe erst stark abgemagert ausgesetzt, Tage später stirbt das Tier.

Anfang September erfahren die Mitarbeiter des Veterinäramtes von einem sehr traurigen Fall um einen Hundewelpen in Offenbach: Nun ermittelt die Polizei. Eine unbekannte Frau hatte am Freitagabend, 1. September, auf dem Parkplatz der Fast-Food-Kette McDonalds am Kaiserlei (Strahlenbergerstraße 103), einen ausgesetzten Boxerwelpen gefunden. Der Hund war sehr stark abgemagert, schlapp, teilnahmslos und konnte kaum stehen. Am Folgetag wurde der vier bis fünf Wochen alte Welpe zur Versorgung in eine Offenbacher Tierarztpraxis gebracht. Er hatte wässrig braunen Durchfall und einen Körpertemperatur von 36,6 Grad, seine Schleimhäute waren fast weiß und er hatte auffallend lange Krallen. Ein Tier in so schlechter Verfassung schockierte die behandelnden Tierärzte. Trotz aller Bemühungen und eines Überlebenskampfes starb der Boxerwelpe wenige Tage später am 9. September.

„Derzeit können wir noch nicht sagen, woher der Welpe stammt“, berichtet heute Amtsleiterin Karin Haßinger, die Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt hat. „Wurde er aus einem Kofferraum heraus verkauft? Wurde er ausgesetzt? Die größte Frage jedoch ist: Wo befinden sich die Mutter des Welpen und eventuelle Geschwister?“ Die Polizei sucht dringend Zeugen, die etwas am Parkplatz von McDonalds bemerkt haben. Auch die Finderin des Welpen wird gebeten, sich beim Veterinäramt der Stadt Offenbach zu melden. Für Hinweise wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt Offenbach, Telefon: 069/8065-4910, oder bei der Polizei unter der Rufnummer 069/8098-6108.

Zwei weitere Fälle zweier ausgesetzter Hunde in Rödelheim und Seligenstadt machen erst vor kurzem fassungslos. (dr)

Tierische Gerichtsprozesse des Jahres 2016

Den Dackel aus Brandenburg hatte es nach Bayern verschlagen und er konnte erst nach juristischem Tauziehen in seine Heimat zurückkehren. Foto: Bernd Settnik
Den Dackel aus Brandenburg hatte es nach Bayern verschlagen und er konnte erst nach juristischem Tauziehen in seine Heimat zurückkehren. © Bernd Settnik
Krähen ist im Freien nur noch nach Zeitplan erlaubt: Das ist das Ergebnis des Falls von Hobbyzüchter Reno Nerling und seinen Hähnen. Foto: Georg-Stefan Russew
Krähen ist im Freien nur noch nach Zeitplan erlaubt: Das ist das Ergebnis des Falls von Hobbyzüchter Reno Nerling und seinen Hähnen. © Georg-Stefan Russew
Ein Vermieter in Hannover wollte Mischlingshund Toby aus seiner Wohnung haben. Angeblich, weil das Tier das Treppenhaus verschmutzt und zerkratzt hatte. Foto: Julian Stratenschulte
Ein Vermieter in Hannover wollte Mischlingshund Toby aus seiner Wohnung haben. Angeblich, weil das Tier das Treppenhaus verschmutzt und zerkratzt hatte. © Julian Stratenschulte
Der Trägerverein des Wisent-Artenschutz- Projektes hat eine Wisent-Herde ausgewildert und streitet vor Gericht mit Waldbauern um die Schäden. Foto: Bernd Thissen
Der Trägerverein des Wisent-Artenschutz- Projektes hat eine Wisent-Herde ausgewildert und streitet vor Gericht mit Waldbauern um die Schäden. © Bernd Thissen
Aus dem Schlachthof ausgebrochen: Die wild gewordene Kuh verletzte auf ihrer Flucht eine Joggerin und wurde schließlich von der Polizei auf der Münchner Theresienwiese niedergestreckt. Foto: Günther Rehm
Aus dem Schlachthof ausgebrochen: Die wild gewordene Kuh verletzte auf ihrer Flucht eine Joggerin und wurde schließlich von der Polizei auf der Münchner Theresienwiese niedergestreckt. © Günther Rehm

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