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Aktuelle Studie: Zahl der Alkoholvergiftungen rückläufig

Offenbacher Jugendliche trinken weniger Alkohol

Offenbach - Immer weniger Offenbacher Jugendliche unter 18 Jahren kommen mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das zeigen die vom Landesamt für Statistik in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen.

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Immer weniger Offenbacher Jugendliche unter 18 Jahren kommen mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das zeigen die vom Landesamt für Statistik in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen. Seit dem Jahr 2012 gehen die Einweisungen wegen akuter Alkoholvergiftung zurück. Damals waren es 25 Jugendliche, danach 20 im Jahr 2013, 13 im Jahr 2014 und elf im Jahr 2015. 

„Es scheint demnach eine kontinuierliche Entwicklung zu sein, ein Trend zu weniger Konsum und zum bewussteren Umgang mit Alkohol“, bewertet Frank Weber, Abteilungsleiter beim Ordnungsamt für Kommunale Prävention, Sauberkeit und Ordnung, die Zahlen. Ob sich dieser Trend fortsetzt, müsse sich noch zeigen, die Zahlen für 2016 werden erst Ende nächsten Jahres veröffentlicht.

Die Stadt Offenbach nimmt seit 2011 am Programm „HaLT“ zur Alkoholprävention teil und unterstützte die Arbeit der Fachstelle für Suchtprävention beim Suchthilfezentrum Wildhof in den vergangenen beiden Jahren mit 7.500 Euro aus kommunalisierten Landesmitteln und 5.850 Euro aus städtischen Mitteln. Zur Arbeit der Fachstelle gehören persönliche Gespräche mit Jugendlichen nach einer Alkoholvergiftung, die noch am Krankenhausbett geführt werden. Ebenfalls dazu gehören Projekte und Maßnahmen zur Aufklärung und zum Jugendschutz.

Eine der Präventivmaßnahmen ist das Offenbacher „Gütesiegel für Feste“. Bei großen Festveranstaltungen, zuletzt beim Weihnachtsmarkt, verpflichten sich die Veranstalter nachweislich zur Einhaltung des Jugendschutzes. Sie schenken gar keinen Alkohol an Jugendliche unter 16 aus und keine Spirituosen an unter 18-Jährige. Sie sorgen dafür, dass Alkohol nicht als billigstes Getränk angeboten wird und halten noch sieben weitere Regeln ein. Dafür erhält das ganze Fest von der Stadt ein Gütesiegel, mit dem auch geworben werden darf.

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Der überwiegende Teil der Wirkstoffe und Fertigprodukte kommt nach Angaben des Zolls aus China. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Der überwiegende Teil der Wirkstoffe und Fertigprodukte kommt nach Angaben des Zolls aus China. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa © Bernd von Jutrczenka
Vermeintliche Potenzmittel sind ein Verkaufsschlager. Foto: Bernd von Jutrczenka
Vermeintliche Potenzmittel sind ein Verkaufsschlager. Foto: Bernd von Jutrczenka © Bernd von Jutrczenka
Schäuble bei der Jahrespressekonferenz des Zolls: "Ich empfehle jedem, Medikamente online nur aus nachweislich seriösen Quellen zu kaufen." Foto: Bernd von Jutrczenka
Schäuble bei der Jahrespressekonferenz des Zolls: «Ich empfehle jedem, Medikamente online nur aus nachweislich seriösen Quellen zu kaufen.» Foto: Bernd von Jutrczenka © Bernd von Jutrczenka
Auch massenweise gefälschte Markenschuhe stellte der Zoll wieder sicher. Foto: Bernd von Jutrczenka
Auch massenweise gefälschte Markenschuhe stellte der Zoll wieder sicher. Foto: Bernd von Jutrczenka © Bernd von Jutrczenka
Immer wieder finden die Beamten illegale Souvernirs im Reisegepäck. Foto: Bernd von Jutrczenka
Immer wieder finden die Beamten illegale Souvernirs im Reisegepäck. Foto: Bernd von Jutrczenka © Bernd Von Jutrczenka
Der Finanzminister begutachtet beschlagnahmte Waffen. Foto: Bernd von Jutrczenka
Der Finanzminister begutachtet beschlagnahmte Waffen. Foto: Bernd von Jutrczenka © Bernd von Jutrczenka

Alkoholprävention bleibt nach Ansicht von Weber auch weiterhin wichtig. Zum Beispiel haben sich erst Anfang Dezember dieses Jahres vier 14- und 15-jährige Offenbacher Mädchen mit Wodka so betrunken, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Zur Aufklärung finanziert der „Förderverein Sicheres Offenbach e.V.“ Workshops für Schulklassen. Als Anregung zum eigenen Nachdenken, nicht als Moralpredigt, wird mit den Schülerinnen und Schülern über die Risiken von Alkohol gesprochen. „Wir werben regelmäßig gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtprävention bei Offenbacher Schulen für eine Buchung der Workshops zur Suchtprävention“, so Weber. „Erfreulicherweise mehr als 3.000 Schüler aus Offenbach haben seit 2011 an solchen Workshops im Unterricht teilgenommen.“

Stadt setzt Präventionsprojekt fort

Offenbach wird das Programm „HaLT“ im kommenden Jahr fortführen. Dazu gehören weiterhin die Schülerworkshops und im Mai 2017 die Aktionswoche Alkohol, an der auch wieder Offenbacher Schulen teilnehmen. Prävention hat das Ziel, die „Schutzfaktoren“ bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Dazu gehören Selbstwertgefühl, Beziehungsfähigkeit und Frustrationstoleranz. Sie bedeuten einen gewissen Schutz vor vielen Risiken, sei es vor zu viel Alkohol- oder zu viel Internetkonsum! „Alkohol ist ein in unserer Gesellschaft ein selbstverständlich akzeptiertes Genussmittel“, sagt Bürgermeister Peter Schneider. „Wie bei allen Bereichen, in denen Suchtpotenzial steckt, ist es nicht Erfolg versprechend, nur auf Verbote und Sanktionen zu setzen.

Jugendliche müssen vielmehr transparent und klar an einen vernünftigen Umgang mit Alkohol herangeführt werden, Gefahren und Risiken müssen richtig eingeschätzt werden können.“ Nicht zuletzt spielen auch Erwachsene in ihrer Vorbildfunktion eine wichtige Rolle, so der Bürgermeister. „Gerade in der Familie ist dies nicht zu unterschätzen. Wir tun in Offenbach sehr viel in Sachen Prävention. Ich bitte herzlich darum, dass alle mitmachen, dann werden wir die positive Entwicklung fortsetzen können.“ red

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Fotos: Die Verstecke der Drogen-Schmuggler

Die Drogenschmuggler greifen immer zu dreisteren Methoden. In dieser Fußprothese war etwa 1,5 Kokain versteckt.
Unglaublich: Diese Teigmasse mit 500 Gramm Kokain war in den Brustimplantaten einer 24-jährigen Kolumbianerin versteckt. © nh
Und in diesen 800 Deorollern fanden die Beamten jeweils 20 Gramm des Rauschgiftes.
Aus diesen scheinbar harmlos aussehenden Bürsten... © nh
..rieselte im Sommer 2015 Kokain im Wert von 22.000 heraus © nh
Diese Griffe einer Hängematte wurden ebenfalls bereits als Drogenversteck benutzt. © nh
Und medizinische Gerätschaften dienten auch schon als Schmuggelhilfe. © nh
Auch bei diesem Springseil wurden die Zöllner fündig... © nh
...in den Griffen wurden 400 Gramm Amphetamine und 250 Gramm Heroin gefunden. © nh
Hier präsentiert eine Zollinspektorin  in Babywindeln versteckten Goldschmuck. © dpa
Und auch dieses Mofa war gefüllt mit Drogen. © nh
Ganz klassisch: Das Schmuggelversteck in den Schuhen.
Und ein Jaguarzahn wurde in einem Spülschwamm geschmuggelt. Die Ein- und Ausfuhr dieser Zähne ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen verboten. © dpa

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